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Autor Thema: Entfreting  (Gelesen 3559 mal)

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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #15 am: 17.08.2009 15:18 »

Prima,

danke für die Antworten.

Hab hinsichtlich Epoxiharz noch ne lustige Alternative (siehe Anlage).
Holzvariante=hellbeige und lässt sich wir Plastelin in die Öffnungen drücken und nach trocknen verschleifen.

Gruß
da Woifi
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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #16 am: 17.08.2009 15:31 »

Servus,

noch eine Frage zu Piezos an die Kenner.
Hab mal von R vier Stück bestellt...für alle Fälle.
Reicht einer unter der Brücke oder sollte ich wenigsten zwei mit getrennter LS-Regelung einsetzen?
Es wird ja gesagt dass die E-Saite dabei immer besonders laut rüberkommt.
Nachdem die anderen PU ja auch noch werkeln machts vielleicht sogar die Mischung aus.
Als Elektronik dachte ich an eine Fishman extern.
Der Bass selbst ist passiv.

Gruß
da Woifi
« Letzte Änderung: 17.08.2009 15:43 von Lupinello »
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Headsurgeon

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Re: Entfreting
« Antwort #17 am: 17.08.2009 15:59 »


Hab hinsichtlich Epoxiharz noch ne lustige Alternative (siehe Anlage).
Holzvariante=hellbeige und lässt sich wir Plastelin in die Öffnungen drücken und nach trocknen verschleifen.

Gruß
da Woifi

Die Beschreibung uebersetze ich so:
... und dringt kaum ins Holz ein, weil nicht fluessig => schlechte Adhaesion

Ich wuerde's nicht nehmen.

Mein Prozedur waere:
- Griffbrett mit dem Foen erwaermen
- duennfluessiges Laminierharz (Epoxidharz L) mit langer Topfzeit massvoll in die Bundschlitze,
  10-15 Minuten unter Waerme einziehen lassen
- dann eingedicktes/gefaerbtes Harz zum Auffuellen nachspachteln
- kurz erwaermen
- nochmal nachspachteln
- 24 h aushaerten lassen
- Griffbrett schleifen


Gruesse!
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cca88

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Re: Entfreting
« Antwort #18 am: 17.08.2009 16:42 »

Jungs,

vielen Dank für die Hinweise...das war ja ein Feuerwerk!

Ich ordne jetzt mal eure Gedanken und entscheide mich dann.
Die Beisszange und der Holzkitt sind jetzt mal ganz gut.
Zu anderen Vorschlägen fehlt mir der Mut :).
Gitarrenbauer haben aber sicher ein Spezialwerkzeug, das man sich ja mal leihen kann.

Schönen Gruß
da Woifi



...Du wirst erstaunt sein, was Du da bekommst. Es könnte einer abgeschliffenen Beisszange zum Verwechseln ähnlich sehen.

such doch mal auf  stewmac dot com nach "1637" oder "Fret Puller".
 ;D

Die Schleif-Arie an der Zange habe ich schon einige Zeit hinter mir, das Lehrgeld bei einem Ebenholzgriffbrett, ohne Lötkolben aber auch. HEUL.

Bei Pali und Maple funktioniert es aber recht gut (IMHO)

Gruß

Jochen




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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #19 am: 17.08.2009 17:37 »

Ja ich seh schon,

"Plastilin" ist nicht perfekt.
Holzeinlage wär doch am schönsten wie der Hinweis von Rednerweb so schön zeigt.

Die abgeschliffe Beisszange war oben schon.

Wie gesagt: ich habs jetzt mit Lötkolben leider ohne Öleinwirkung (sollte man wohl einen Tag lang wirken lassen)
mit Spitzzange gemacht. Durch die Hitze und auch wegen dem weichen Material bietet sich da nach ein paar Griffen
eine Fläche, an der sich ziehen lässt.
Ich heul jetzt nicht...aber ein paar Fransen hab ich schon rausgezogen und wieder glattgeschliffen...sicher nicht perfekt!

Ich hätte mehr Geduld haben müssen und Martins Hinweis sehr ernst nehmen sollen :(.
Er hätte aber auch mal sagen können, warum.
Nachträglich leuchtet es mir auch ein.
Also das nächste mal satt ölen und einen Tag warten ;D.
Wie der Autor von Rednerweb sagt: "mach es nicht an einem Bass, den du liebst."
So ist halt dann auch bei mir.
Er gibt mir den Einstieg und vielleicht nehm ich irgendwann mal ein edleres Teil.

Vielen Dank für die letzten Hinweise!

Gruß
da Woifi

PS: Mein vorläufiger Entschluß: ich spachtel jetzt mal Holzkit und spiel solange bis er rausfällt...bis dahin kann ichs auch und brauch keine Markierungen mehr ;D.
Ich wachs den Hals dann auch. Das bietet wenigstens etwas Schutz, da ich von ungeschliffenen Saiten nicht lassen kann.
Als Kompromiss zu Saiten sind mir Elixir Acoustik Saiten empfohlen worden.

Dennoch wenn mir jemand über Piezos oder überhaupt passende Elektronik was sagen kann (s. Frage oben) würde es mich sehr freuen.
Ich hab ja in meinem damals noch jugendlichen Leichtsinn den Bass völlig verbastelt:
Er hat ne J/P-Bestückung ich hab zum J noch ne Fräsung gesetzt und aus 2 J (Neck + Bridge) ein Gesamtgehäuse
mit eben beiden PU geklebt.
Zudem hab ich beide J an der Bridge sowohl  Singlecoil als auch seriell geschaltet.
Den P hab ich ser./par. geschaltet.
Sieht nicht ganz so schön aus...aber
...jeder spinnt auf seine Weise ;D.
Dennoch: der Bass ist voll funktionsfähig.
Ich setz auch noch weitere Potis für Piezos, wenn dies angebracht ist.
 
« Letzte Änderung: 17.08.2009 18:08 von Lupinello »
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Treblerotor

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Re: Entfreting
« Antwort #20 am: 17.08.2009 18:04 »

Hallo,

ich muß mal dumm fragen, wenn das Griffbrett mit Öl vollgesogen ist, hält dann der Fugenfüller (Kitt oder Epoxy oder sonstwas)?
Nur so interessehalber.

Gruß
Roland
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Halt mir mal bitte jemand die Ohren zu, ich schalte jetzt ein!!!

Groove1

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Re: Entfreting
« Antwort #21 am: 17.08.2009 21:23 »

Ich denke dabei, einen nicht so teuren und eh schon verbastelten Aria-Bass zu entfreten.
Welches Werkzeug brauch ich dafür?

Hallo zusammen,

bin neu hier, lese jedoch seit geraumer Zeit schon mit und finde das Forum hier recht informativ.

Zum Entbunden fällt mir gerade ein, dass ein Gitarrenbauer, bei dem ich mich zu meiner Studienzeit immer mal wieder rumtrieb, Stechbaitel (Stemmeisen) dazu verwendet hat. Ich hab’s dann später auch mal versucht und somit sauber 3 Bünde bei einer abgenudelten Akustikgitarre ersetzt. Vorsichtig die abgeflachte Seite des Stechbaitels auf das Holz des Griffbretts auflegen, mit der geraden Seite unter die überstehenden Bünde fahren und somit langsam den Bund heraushebeln.

Hatte dabei eigentlich keine Macken im Holz und konnte problemlos neue Bünde einsetzen.

Gruß Klaus
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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #22 am: 17.08.2009 21:41 »

Servus,

viele Wege fürn nach Rom.

Scheinbar auch ein Stemmeisen. Kann ich mir jetzt auch gut vorstellen...vorher geölt ...evtl. noch Band angelegt...schön fein geschliffenes Stemmeisen...Lötkolben immer noch...dann ist es sicher auch gut.
Scheinbar gehts auch ohne die angesagten Vorsichtsmaßnahmen.

Das Ölen sollte man nach all den Hinweisen und meinen Erfahrungen vorher anwenden, damit der Bund wie geschmiert rausgeht, ohne das sonst üblich eher trockene Holz zu verletzen.

Ob das Öl dann den Fugenfüller hält, bezweifle ich. Drum hab ich auch die brachiale Methode angewendet um mir noch Optionen freizuhalten.

Die beste Lösung ist wohl: ölen-entfernen (wie auch immer)-Holzeinlegen-ölen-geschliffene Saiten.

Ich machs halt jetzt mal nicht ganz so...es wird aber sicher schon ganz ordentlich für meinen Gebrauch.

Wenn nur ein bisschen Licht wäre, bräuchte ich nicht einmal Einlagen.
Ich überlege eh noch, ob ich sie überhaupt reintu.
Dunkelschwarz bei wenig Licht kommt auch ganz gut.
Ich hab jetzt mal vorhandenen schwarzen Permanentstift zum schwärzen der Kanten genommen.
Das reicht zunächst mal für die Orientierung.
Ich füll die Ritzen dann mal mit Schweiß ;D.
Ich richte mich zunächst mal nach dem Meister der Epoxifüllungen, der zunächst mal fragte, ob es Füllungen
überhaupt braucht.
Ich bin seiner Meinung: zunächst mal nicht...irgendwann vielleicht mal, wenn man Lust dazu hat.
 
Vielen Dank für die vielen fundierten Hinweise!


Gruß
da Woifi

PS: Das Piezo-Problem ist noch nicht gelöst!
      Wenn da nichts mehr kommt , lass ich einfach das neue Gefühl nur bei vorhandener Hardware wirken...dann
      rühr ich mich wieder.
      Ich hab jetz mal die Elixier 80/20 Bronze bestellt, die wohl sowohl Magnet-PU ansprechen als auch den Bronce-
      Sound bei langer Lebensdauer eben 80/20 widergeben sollen...mal sehn.
      Hier investier ich jetzt mal, nachdem alles andere bisher billg war.
      Nebenbei: der Schwarzmarker setzt schon recht fett die gemarkten "Bünde" ab...passt schon
      derweil...es ist von der Seite, wie ich es gewohnt bin, wunderbar ersichtlich...einfach extrem schwarz!
      Die Piezos sind auch schon angekommen...die sind richtig süß...viel zu schade, sie nicht zu verbauen...denn
      das Kabeltunnel macht mehr Volumen aus als die 100-stel mm dicken Piezo-Beilagscheiben.
      Ich nehm jetz mal eine "Beilagscheibe" her und leg sie neben das Erdungsloch um die Kabel gleich reinzuführen
      und um auch an der dünnsten Saite präsent zu sein.
      Das Erdungsloch mach ich etwas weiter.
      Schon ein Spaß :), denn meine mittlerweile kompensierte Schaltung der Magnettonabnehmer lässt wieder ein
      Loch für den Piezo-Poti frei. Es wird schon eine Fummelei mit kleinem 500-er Poti!
      Ich nehm jetzt mal keine Rücksicht auf Qualität...hauptsache es funzt zunächst mal.
      Ich bin jedenfalls gespannt wie Omas Regenschirm ;D.
« Letzte Änderung: 18.08.2009 04:00 von Lupinello »
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El Martin

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Re: Entfreting
« Antwort #23 am: 18.08.2009 09:02 »

Servus, Woifi!

Die meisten Leute hassen meine langen viel zu abschweifigen Posts.... :devil:

Hast Du schon mal an den Piezos rumgelötet? Messingträger geht ganz gut, die metallisierte Piezoschicht zu löten ist nicht ohne...Manchmal läßt sich auch was mit Kontakt-"Federn" pfriemeln.

Greif dir dein bestes Lötzinn -möglichst ein altes 60/40 von früher- und vorsichtig probieren.

Mit Piezos isses son Ding...Ich hatte mal vor 20 Jahren im Elektrikfach einer Paulal Kopie sowas. Strange ohne Preamp.
Sowohl Platzierung als auch (An-)Koppelung haben extremen Einfluß. Gibt im Netz auch dazu paar Bastelprojekte.
Ein solcher Piezo unter den Holz-Steg einer ES125 Hollowbody (oder ähnlich) unter die E-Saite geklemmt, liefert ein erstaunlich gutes Signal.

Ciao
Martin
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Rot ist schwarz und plus ist minus...

Rote Litzen sollst Du küssen, denn zum Küssen sind sie da.

Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #24 am: 19.08.2009 01:49 »

Danke Martin,

ich übertreibs gerne und treff nicht immer den Punkt...wie findet man das richtige Maß ;D?
Der eine wortkark der andere überschwänglich.
Wir haben uns jetzt gefunden.

Ich hab jetzt mal 4 von den wirklich netten Teilen.

Da wird wohl das eine oder gar letzte beim Experimentieren vor die Hunde gehen.

Dennoch erfreut mich dein letzter Ausblick eines möglicherweise guten Ergebnisses.
"Erstaunlich gutes Signal" gefällt mir jetzt und glaub ich gleich auch!
Holzsteg ist ja dann auch mein letzter Wunsch.

Mal sehn, was geht...ich tropf einfach mal was drauf und schau obs hält.
Anschließend das Kabel.
Würdest du dabei Lötfett empfehlen oder ist trocken besser?


Gruß
da Woifi

PS: Das Leben ist ein Spaß...wenn man Zeit dafür hat.
« Letzte Änderung: 19.08.2009 03:20 von Lupinello »
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El Martin

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Re: Entfreting
« Antwort #25 am: 19.08.2009 08:50 »

Servus, Woifi!

Mit dem Löten erinnere ich mich nur an Ärger...was genau zielführend war, nicht mehr. Das Alter...
Wenn Du nen Holzsteg machst, kanns Du den ggf. mitm Dremel schlitzen und die Piezos IM Steg einbauen.
Bei mir fliegen noch kleinere Bauarten rum, oder eben auch mal mit'm Dremel geteilt...
Bisserl Schlupf ist oiweil.  :devil:
Im Holz könnte man(n) evtl. auch wieder Kontaktfedern zur "Ableitung" verwenden.

Ich glaube, es hat auch schon mal jemand einen Phono Abnehmer unterm Steg montiert. Schallplatten, Du kennst das noch.

Auf jeden Fall luschtige Bastelarbeit!

Ciao
Martin
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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #26 am: 20.08.2009 20:12 »

Mercie Martin,

ich hoff dass aus dem Spass nicht noch Ärger wird ;D.

Gruß
da Woifi
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cca88

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Re: Entfreting
« Antwort #27 am: 20.08.2009 20:38 »


Mal sehn, was geht...ich tropf einfach mal was drauf und schau obs hält.
Anschließend das Kabel.
Würdest du dabei Lötfett empfehlen oder ist trocken besser?


Gruß
da Woifi

PS: Das Leben ist ein Spaß...wenn man Zeit dafür hat.

Hi Woifi,

by RS (da weiß ich es jedenfalls) gibt es leitfähigen kleber. Alternativ wäre auch Abschirmfolie mit Leitklebeschicht denkbar, um die Kabel "wackelkontaktfrei" auf den Piezos zu befestigen. Ich hab es selbst noch nicht ausprobiert. Nur ein Gedanke. Vielleicht hilfts...


Grüße

Jochen
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mac-alex_2003

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Re: Entfreting
« Antwort #28 am: 20.08.2009 21:17 »

Hallo,

beruflich beschäftige ich mich doch sehr viel mit Piezokeramiken, evtl. kann ich hier ein wenig weiterhelfen.

Weißt Du zufällig, was es für eine Keramik ist?

Zum prinzipiellen Aufbau: Piezokeramik ist ein Material, was beim Anlegen eines elektrischen Feldes die Form verändert oder umgekehrt bei einer Formveränderung eine Spannung abgibt. Letzteres Prinzip wird hier verwendet.

Piezokeramik selbst ist nicht leitend und im Prinzip ähnlich einer Kaffeetasse, also elektrisch nicht leitfähig. Nun muss aber ein Feld eingebracht werden, das im Idealfall senkrecht zur Molekülstruktur der Keramik ist. Diese wurde vorher polarisiert, um die maximale Leistung zu ermöglichen.

Um nun ein Feld anlegen zu können muss die Keramik zwischen zwei leitfähigen Flächen eingebettet werden. Metallplättchen würden die Bewegung der Keramik behindern (diese dehnt sich aus und wird dünner oder kürzer und dicker), so dass hier meist auf eine gesputterte Schicht zurückgegriffen wird. Ideal ist hier Gold, da dieses nicht korrodiert.

Nun hat die Keramik jedoch die dumme Eigenschaft unheimlich empfindlich auf Druck und v.a. brüchig zu sein. Es reicht, wenn Du mit dem Finger draufdrückst, dann ist sie schon halb kaputt. Das andere ist die Curie-Temperatur. Erhitzt man Keramik über diese Temperatur, so wird die Keramik depolarisiert, was in Deinem Anwendungsfall nicht wieder rückgängig zu machen ist. Hierzu müsstest Du sie mit einer bestimmten Spannung und einem bestimmten Verfahren beaufschlagen, was aber teure Netzteil bedarf und die Keramik auch sehr schnell wieder zerstören kann. Die Curietemperatur ist abhängig von der Keramik, ich kenne welche, da liegt diese bei 120°C.

Aus diesem Grund ist Löten auch eine denkbar schlechte Alternative, rein theoretisch aber möglich. Du kannst es mal probieren, nimm aber ein möglich
niedrig schmelzendes Lot, bleifrei geht hier gar nicht. Verzinne das Kabel und löte es schnell (max. 1-2 Sekunden) an die Keramik. Sollte diese aber keine
Goldschicht haben (sondern z.B. Silber), so deoxidiere es zuerst mit etwas aggressivem wie Lötwasser. Sei aber vorsichtig, das giftig!
Nach dem Löten unbedingt mit Seifenlauge reinigen, da es sonst zu Verunreinigung kommen kann.

Alternativ würde ich an Deiner Stelle auf Leitkleber zurückgreifen, da dieser aushärtet ohne die Keramik zu stressen.

Wenn Du nun ein Kabel auf jeder Seite der Keramik angebracht hast sollte eigentlich alles funktionieren...

Ich hoffe, dass hilft Dir etwas weiter.

Viele Grüße,
Marc
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"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen
und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert."
Albert Einstein

http://www.muelleramplification.de

Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #29 am: 20.08.2009 22:19 »

Servus Marc und auch Jochen,

ja klar hilft mir das weiter.

Die Keramik an sich kenn ich nicht. Sie hat jedenfalls einen goldig anmutenden Abschlußring.
Hier ein Statement vom Vertrieb:

"Dieser Piezo Pickup wird einfach irgendwo angebracht (am besten in eine Fräsung unter dem Steg) und per Poti (500kOhm) zum normalen Pickup dazugeregelt. Zum Anschließen braucht man 1adrig abgeschirmtes Kabel. Der Masseleiter wird an den äußeren Ring gelötet und der "heiße" Anschluß auf die mittlere Fläche."

Ich kleb das positive Kabel jetzt einfach auf die Keramik und löt die Masse auf den Metallring.
Ich hoffe ich bekomm den Leitkleber bei IBO.

Schönen Dank...alles wird gut!

Gruß
da Woifi
« Letzte Änderung: 20.08.2009 22:29 von Lupinello »
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