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Autor Thema: Entfreting  (Gelesen 3557 mal)

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Manfred

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Re: Entfreting
« Antwort #45 am: 29.08.2009 20:47 »

Hallo,

eine professinelle Anleitung aus USA in englischer Sprache:

http://www.frets.com/FRETSPages/Luthier/Technique/Guitar/Frets/D35Refret/D35refret1.html
http://www.frets.com/FRETSPages/Luthier/Technique/Guitar/Frets/00045BarFrets/00045barfrets1.html

Die Methode mit dem Stechbeitelpaar benutze ich um Bünde etwas mehr anzuheben, welche sich am Griffbrettrand gelöst haben,
um mehr Raum zum eintreufeln des Klebers zu haben. Da kann man kontrollierter arbeiten.

Wer noch  nie Refrettet hat sollte dies nicht gleich an seiner liebsten Gitarre probieren,
sondern sich in der "Bucht" nach einer defekten Gitarre oder einem defekten Hals zu üben umsehen.

Grüße
Manfred


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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #46 am: 30.08.2009 21:12 »

Servus,

hab ein geschmälertes Streichholz am Kabelausgang des besagten Piezos eingeklebt.
Dort war einfach zuviel ausgefräst. Das Teil hing dort in der Luft und machte wohl den percussiv schnalzigen Ton.
Zudem hab ich nen neuen Piezo verwendet, da sich der alte beim Hochheben aufgelöst hat.
Das Problem ist gelöst.
Vielleicht wär wachsen beider Piezos auch noch ganz gut...mal sehn.

Nebenbei bemerkt kann ich mir das Ausfüllen der Bundschlitze nicht ersparen.
Wie hoch ich die Saiten auch stell...ich hab genau an den Schlitzen unangenehme Töne...nicht beim Rutschen...sondern
wenn ich genau dort den Ton setze...und dort sollte er imo auch sein.

(Die verzerrte Gitarre insbesondere der Schlussakkord gefällt mir bei meinem Computerstück auch nicht so ganz ;D.
Die Mischung auch nicht.
Wird aber ...ich legs demnächst mal neu auf und achte dabei auf mehr Details.)

Zum Spiel: hätt ich nur Kontrabass bereits in der Schule belegt...dann hätt ichs jetzt leichter.
Da ich mich bei Dunkelheit doch etwas verirre hab ich mir mit weissem Lackstift Markierungen an der Halsseite anbebracht.
Ich lern nun eigentlich Bass aufs neue.

Gruß
da Woifi

PS: Mittlerweile ist wegen dem Hölzchen tatsächlich die A-Saite zu laut. Bei Gelegenheit nehm ich wieder etwas
      ab...irgendwann passts dann schon.
      Ich bau noch diese doofe, ständig knacksende Hülsenbuchse aus und bor ne Öffnung für was      
      ordentliches mit Switchcraft.


« Letzte Änderung: 30.08.2009 23:37 von Lupinello »
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mc_guitar

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Re: Entfreting
« Antwort #47 am: 31.08.2009 13:48 »

Hallo Woifi,

Also doch zu wenig Druck auf dem Piezo, hatte ja wie bereits gesagt auch schon ähnliche Probleme bei der akustischen Gitarre.

Und wegen dem einen Akkord!? Soll doch keine CD werden, oder?  :-X  ;D

Viele Grüße Micha
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...(Albert Einstein)

Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #48 am: 1.09.2009 19:31 »

Ja Micha,
zu wenig Druck.

Unterschiedlicher Druck wirkt sich auch bei beiden Piezos in unterschiedlicher Lautstärke aus.
Wie gesagt ich nehm vom Zündholz nochmal bei Gelegenheit was weg.
Doch erst beim nächsten Saitenwechsel.
Zumindest ist das unnatürliche Schnalzen nun wech...das hat schon genervt!
Der externe Preamp kommt ja auch noch...dann seh ich weiter.

wie gesagt: ich mach das Stück nochmal völlig neu...hab die Daten eh verloren...das wird ein Hit...von wegen nur CD :).
Mittlerweile hab ich auch andere Ideen...dies hat was mit Nostagie zu tun.
Isobox ist bereits zuhaus...Mikros sind alle vorhanden...Aufnahmesystem auch...Computer auf dem neuesten Stand in XP-Prof....muss nur noch etwas basteln...dann gehts los:
Danach wird hoffentlich nicht mehr so viel gebastelt sondern mehr gespielt.
Leider ist meine Hand immer noch etwas von Schmerz behindert und an gewissen Stellen weiterhin taub...das wird aber hoffentlich wieder.
Ausserdem hab ich noch zwei Gitarrenbauprojekte im Petto, die ich schon noch verwirklichen muss.
Sonst fliegen hier nur Teile rum und ich weiss am Schluss gar nicht mehr, was ich ursprünglich wollte.

Mal Frage Micha: Unter welche Gitarrenbrücke hast du wie viele Piezos gesetzt?
Ich denk drüber nach bei einer Tele!  
Ich könnt aber auch gleich eine bestückte Tele-Brücke verwenden...da weiss man was man hat...ohne Fummelei...
...Batteriefach setzen...Preamp/Balance by Noll einbauen...ferddisch.
Am liebsten bau ich mir gleich eine Tele nach meinem Gusto:
Mahagoni oder Korina-Holz, 2 Bluesbucker oder zwei P90, Maple-Hals geschraubt mit Rosewood, entspr. Bridge zu den PU mit eingebauten Piezos.
Ich gebs zu: dann komm ich wieder nicht zum Spielen, aber: wat mut dat mut ;D.

Gruß
da Woifi
« Letzte Änderung: 1.09.2009 20:04 von Lupinello »
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mc_guitar

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Re: Entfreting
« Antwort #49 am: 1.09.2009 20:56 »

Hallo Woifi,

Mit dem externen Preamp läßt sich sicherlich eine Feineinstellung erreichen, obwohl alles was von Natur aus kommt immer besser ist. Sound will man nicht verbiegen! Da es sich um totale µ-Eingriffe handelt, braucht halt Tuning etwas Zeit, umso mehr erstaunt es mich, daß bei Dir gleich alles so gut funktioniert. Das imponiert mir wirklich.

Bei mir war der alte Piezo in der Akustischen defekt und ich hab nur ausgetauscht. Dazu war natürlich die Stegeinlage zu entfernen und somit lose zu machen. Nachher saß die nicht mehr so fest wie zuvor und der Piezostreifen hat sich verschoben, wahrscheinlich gleich noch vor dem ersten Besaiten. Daher gabs unterschiedliche Druckpunkte und eben sehr unterschiedliche Lautstärken und auch Nebengeräusche, so ein Knarzen und Surren im Ausklang der Saite. Nach nochmaligem Aufmachen und Korrigieren der Lage hat dann alles funktioniert. Seit dem mach ich bei der Gitarre nie mehr alle Baudenzüge gleichzeitig lose, um einen Restdruck zu erhalten. Hab damit keine Probleme mehr.
Der Piezostreifen besteht bei mir aus 6 EinzelPiezos, die in einem Metallgeflecht-Schlauch gekapselt sind, damit stimmen die Saitenabstände und man kann das Ding komplett wechseln. Das hab ich damals als Ersatzteil über den lokalen MusikalienDealer gekauft, passend zu meiner Gitarre und dem Fishman Classic4-Preamp, der schon drin war.

Mit Piezos in E-Gitarren hab ich leider keine Erfahrung. Ich denke aber, das eine Brücke mit festen Piezos in den Saitenreitern klare Vorteile hat, wenn die Reiter auch noch verstellbar bleiben sollen. Wie will man die Piezos unter der Brücke denn mitbewegen? Die Schwingungsenergie reicht da vielleicht nicht aus für ein stationäres Anbringen. Ich hatte mal eine Danelectro U2 mit schräger Holzauflage auf dem Metallsteg, dort wäre ein Einbau analog zu Deinem sicherlich besser möglich gewesen.
Wegen der Tele: Ich hab ja kein Mitspracherecht aber Korinabody und 2 mal P90 klingt verdammt gut, das ist aber sicherlich nichts für sanfte Gemüter, da wird Druck kommen ohne Ende!  :devil:
Und spielen wirst Du dann schon, man(n) braucht halt immer mal neue Spielzeuge!  ;D

Viele Grüße Micha

PS: Was hast Du eigentlich mit Deiner Hand gemacht?
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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #50 am: 1.09.2009 21:28 »

Servus Micha,

das war sehr ausführlich...vielen Dank dafür...ist auch bestätigend!

Ich hab z.B. mittlerweile festgestellt, dass Änderung der Böckchenhöhe eine Änderung der Lautstärke bei meinen Piezos bedeutet.
Hab die Saiten höhergestellt wegen der Nebengeräusche aufgrund fehlender Einlagen.
Mach ich sicher wieder angemessen runter, sobald ich Einlagen hab. Ich tendiere natürlich zu Holzeinlagen.
Ich schmier da keinen Dreck rein...mit Verlaub!
Aller Wahrscheinlichkeit nach treff ich mich im bald folgenden Urlaub mit meinem Schreinerfreund und kann nebenbei die vorbereitenden Gespräche führen.
Wenn nicht Treffen...er wohnt nur um die Ecke  :).

Korina (Tele) wär schon auch mein Wunsch...ein wunderbares Klangholz...drei P90 dazu..oder eben doch Bluesbucker, die den P90 immitieren und mittig noch einen Strat RW mit EYB-+Schaltung mit einer entspr. Piezo-Bridge bei aktiver Balanceregelung zwischen Magnet und Piezo!
Alles hat seinen Reiz!

Meine Hand: War nur 12 Stunden Motorradfahren am Stück (natürlich mit Pausen) bei teilweise recht unwidrigen
                 Witterungsverhältnissen.
                 Erst am nächsten Tag waren drei Finger taub und es wurde ein Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert.
                 Das dauerte dann ca. 1,5 Monate an und schließlich wurde ich zur OP geschickt, um eine weitere
                 Nervenschädigung zu vermeiden.
                 Bei der OP in örtlicher Betäubung sagte die Ärztin: "Der Nerv ist auch schon verfärbt"
                 Es war also doch nötig!
                 Und ich bin überzeugt: es wird auch wieder...OP ist gerade erst mal 2,5 Wochen her.
                 Bin auch schon wieder in der Arbeit...und es freut auch mich sehr wieder dort zu sein :).

Gruß
da Woifi






« Letzte Änderung: 1.09.2009 22:20 von Lupinello »
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mc_guitar

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Re: Entfreting
« Antwort #51 am: 1.09.2009 22:02 »

Hallo Woifi,

Als erstes Mal, daß man beim Motorradfahren derart im Training stehen muß, hab ich nicht gewußt!!?? Aber das wird schon wieder!  ;)

Zu den Piezos nochmal, jede Art von Druckveränderung überträgt auch die Schwingung anders. Stellst Du die Böckchen hoch hat die Saite mehr Anpressdruck ergo mehr Lautstärke am Piezo. Das ist ne ganz empfindliche Sache. Daher denke ich auch, daß die Piezos bei einer E-Gitarre doch besser im Reiter wären, da kann man das noch am besten beeinflußen.

Beste Grüße Micha
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El Martin

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Re: Entfreting
« Antwort #52 am: 1.09.2009 22:20 »

Moin, Moin ihr Flachlandtiroler!

Habe Dein MP3 gehört, Lupinello, das tut schon gar fein  ;D

Optimieren geht sicher noch: Lage und Koppelung (hart mit Furnier oder gar Metall/ Kunstfoff oder doch weicher mit Kork o.ä.)

Allerdings ist ne ganz andere Brücke (Holz) aus Gaudi auch nen Versuch wert. Jazzgitarre angucken und Frühstücksbrettchen aus Edelholz verbasteln. Vielleicht einfach ne Holzbrücke von Rockinger o.a. umbauen.

Hast Du einen guten Equalizer im Zugriff? Manchmal auch ganz aufschlussreich, damit rumzuregeln. Körperschall ist mal gut/mal störend. Balance entscheidet.

Das mit der Hand wird schon Geduld, bisschen üben und nicht überlasten.

Ciao
Martin
PS: Kennichnur Günni, den alten Ferkelwämser. Is immer bei Gertrud und trinkt Bier mit Zaziki. Oder so.
PPS: Wakaluba einfach, bitte...
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Rot ist schwarz und plus ist minus...

Rote Litzen sollst Du küssen, denn zum Küssen sind sie da.

Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #53 am: 1.09.2009 22:46 »

Der Urlauber ist gesund zurück...freut mich sehr!

Koppelung...noch nie dran gedacht...guter Hinweis MiiiinJung!

Holzbrücke ja klar: treff mich ja wohl relativ sicher im Urlaub mit meinem Schreinerfreund...dort wird das Thema nun neben Holzeinlagen zusätzlich durchdiskutiert...ansonsten halt nach dem Urlaub um die Ecke.
Ich hätte gern die Brücke so wie sie bisher war halt eben nun in Hartholz mit entsprechender Metalleinlage für die Erdung der Saiten zur weiteren, gefahr- und geräuschlosen Magnetabnahme.

Es kommt noch ein relativ günstiger Fishman-Preamp extern dazu. Zusätzlich passender EQ ist wirklich überlegenswert!
Da ko ma dann macha, was ma wui ;D!

Hand wird!

Micha: ich glaub, dass je höher die Böckchen gehen, die Lautstärke nachlässt.
          Es handelt sich um zwei kleine Punkte an denen zwar der Druck erhöht wird aber die die übertragende Masse
          sich immer weiter vom Druckpunkt entfernt. Da muss man mal sehn, wie die Wirkung ist.
          Ich will jetzt kein Dogma aufstellen aber ich glaub: Druckmasse weiter unten bei weniger Druck bietet in
          meinem Fall ein lauteres Ergebnis als Druckmasse weiter oben bei mehr Druck.
          Das ist jetzt mal rein subjektiv. Auf Stelzen lässt sich zwar gehn aber eben nicht so gut..imo!
          Ergo ist es nötig, den optimalen Schwerpunkt zu finden...der liegt sicher nicht in der absoluten Höhe!
          Wo der jeweils ist ...muss ich ausprobieren und auch mit der Bespielbarkeit abgleichen!
          Bevor ich jetzt an dieser Stelle noch weiter mach, kommen jetzt erst mal die Bundstäbchen alla Holz.
          Das wird dauern.
          Derweil optimier ich noch die Elektronik kleiner Fehler und geh dann unperfekt in die erste Bandprobe.
          Schau mer mal ob mich die Freunde so annehmen.
          Ich geb Bescheid... bis Ende Sept....solange darf ich nicht wirklich spielen und bis dahin hat meine kleine
          Band nun auch zum Teil gezwungene Sommerpause.
          Manche haben aber einfach nur verdienten Urlaub...den gönn ich ihnen.
          

Gruß
da Woifi

PS: Beachtet auch Manfreds Hinweise zum Refretten!    
     Danke Manfred!
     Irgendwann fasse ich mal zusammen, was gut und sinnvoll bei meinere Sache ist und wieviel Zeit und
     zwischenzeitlichen Abstand man sich dafür lassen sollte.
     Evtl. bau ich auch noch mal nen Bass mit Piezos ohne Magnetics mit Holzsteg und bau einfach nur ne
     ordentliche aktive Elektronik ein.
     Der würde mir schon allein optisch gefallen :). So völlig rein ohne Magnetics und damit ohne schmeichelnde
     und unnatürliche, magnetische Konkurrenz...evtl. gar mit gewölbtem (dennoch anschmiegsamen) Korpus,
     ausgehölt und dies sichtbar durch Violin-Schlüssel-Öffnungen!
     Ordentliches Bass-Klangholz!
     Es ist an meiner Zeit zu bauen oder bauen zu lassen, was für mich individuell passt!
     Ich habs mir auch verdient und bin auch alt genug!
     Auch dieses Thema wird im Urlaub besprochen oder wenn nicht eben danach um die Ecke.
« Letzte Änderung: 2.09.2009 00:51 von Lupinello »
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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #54 am: 4.11.2009 21:29 »

Servus,

hab mittlerweile feststellen müssen, dass die Piezos und die Magnetics einander auslöschen.
Die Magnetiksschaltung mit P-PU par/ser. und zwei J-PU singlecoil/ser. möcht ich jetzt nicht auseinanderreissen um sie umzupolen.
Die Polung der Piezos brauch ich bis dato zur Erdung der Brücke.
Was liegt näher, als sich einen Noll-Preamp mit Phasenumdrehungsschalter für das eine oder andere Paket zu besorgen.
Weit gefehlt: der Preamp ist eigentlich derzeit nicht lieferbar.
Also ab zu Lemme, der einen ähnlichen Preamp mit dem Phasendrehfeature anbietet.
Batteriefach wird jetzt nötig! Macht mir mein Schreinerfreund.
Im übrigen mach ich nochmals einen Versuch mit dem letzten verbliebenen Piezo, da die Kalibrierung beider nicht gut ist.
Ich mach diesen Bastelbass auf alle Fälle so perfekt, dass ich damit jederzeit in einer Band spielen kann.
Wenn alle Stricke reissen, verwende ich 2 aktive Balanceregler:
Einen für die beiden Piezos und einen zum ausbalancieren von Magnetiks und Piezos.

Dennoch singt das Teil wunderbar. Die Elixier Bronzesaiten sind ein idealer Kompromiss zwischen Magnetik- und Piezoabnahme mit Akustikbassflavour!

Nun zu den Überlegungen im Urlaub für einen Arbeitsbass, den ich als JB-Spieler auch gewohnt bin:
-Vintage fretless mit angezeichneten Bünden (ich spiel ihn unbearbeitet schon in meiner kleinen Band, das
  Sustain und Anschwellen des Tons ist ein Genuss...auch nur mit Magnetiks...meine Hand funktioniert übrigens
  wieder perfekt!).
  Die Maße des Halses sind mit denen bei meinem Original-JB identisch...das ist für mich wichtig...die Macht der
  Gewohnheit! Meine Freunde haben das Teil als Akustikbassersatz bereits akzeptiert!
  So einen Klang hatte ich noch nie. Weiß nicht ob es das weiche, dunkel und warm klingende Pappelholz ist,
  das angeblicherweise für fretless besonders gut geeignet ist.
-Noll 3-bandige mittenpar. Klangregelung für JB
-DiMarzio Ultra-Jazz-PUs
-Ghost-PU-System für JB (4 Saitenraiter von Graph-Tech mit 4 integrierten und  kalibrierten Piezos)
-Ghost-Bass-Preamp für die 4 Piezos.
-Massivere Gotoh-Bridge mit Führungen für zwei der Reiter und 2 zusätzlichen Befestigungspunkten vorne
-String-Through-Body-Option (4 Löcher an geeigneter Stelle der Bridge mit Steckhülsen auf der Rückseite)
-3 zusätzliche Befestigungspunkte für den Hals
Ich geb zu, dass manche Punkte eher nicht zu Kontrabass-Sound beitragen...ich bin halt ein unverbesserlicher Jaco-Fan ;). Damit überrasch ich meine Freunde erst später ;D.

Mal sehn, was passiert.
Ich rühr mich wieder, wenn tatsächlich was passiert ist :).

Gruß
da Woifi
« Letzte Änderung: 4.11.2009 22:29 von Lupinello »
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Re: Entfreting
« Antwort #55 am: 4.11.2009 21:56 »

 ;D Bin gespannt!

Viele Grüße Micha

PS:
...meine Hand funktioniert übrigens  wieder perfekt!

Das hört man gern!
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Lupinello

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Re: Entfreting
« Antwort #56 am: 4.11.2009 22:01 »

Mercie Micha,
für die Anteilnahme!
Du wirst sehn: die Spannung ist nicht unberechtigt.
Ich bin selber gespannt wie Omas Regenschirm.
War das nicht ein Spruch von Lupo?...glaub schon...
...dann passts ja ;D.
« Letzte Änderung: 4.11.2009 22:15 von Lupinello »
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Re:Entfreting
« Antwort #57 am: 28.02.2010 00:58 »

Servus,

gesagt und nicht alles Vorgenommene getan aber immerhin:

Hab dazu professionelles Können zu Hilfe genommen und folgende Teile verwendet:
-Vintage fretless (wirklich odentlicher Fretless-Bass)
-Dimarzio Jazz-PU (noiseless)
-Noll-Elektronik  (Vol, Bal, Bässe, Höhen, par. Mittenregelung)
-Ghost-Pickup-System mit Elektronik (Vol-Poti und An-Misch-Aus-Schalter, alle 4 Kabel der Piezos werden durch
  die Brücke zur Elektronik geführt)
-fettere Gotoh-Brücke anstatt dem Standard-Blech

Ich wollte noch String-through-Body...hadda nicht gemacht...und er hat recht...Sustain eh ohne Ende!
Dann wollte ich noch eine zusätzliche passive Höhenblende evtl. mit No-Load-Poti, die sich beim Passivschalten der Noll-Elektronik einschaltet...hadda nicht gemacht!
Ich bau mir da ein schaltbares Kästchen mit passiver Höhenblende und Lemme C-Switch und hab dann alles zur Verfügung, was man sich derzeit vorstellen kann...oder?

Es war eh schon alles kompliziert genug!

Ich hab jetzt die Aufgabe, das alles sinnvoll zu kombinieren.
Ich hoffe auf gutes Gelingen :).

Erster Eindruck:
Schon etwas schade, dass die ursprünglichen Messingreiter den Ghost-Raiders weichen mussten.
Die Messing warn schon richtig gut...fett tragend!
Andererseits: es bietet sich eine unglaubliche Soundvielfalt, die mir nun -noch völlig ungeordnet- zur Verfügung steht.
Das Sustain ist immer noch endlos aber farblich etwas anders als mit den Messingreitern.
Der Bass ist ruhig wie Eiszeit...das war schon auch eines meiner Ziele...entspricht aber nicht so ganz meiner Singlecoil-Gewohnheit...die Humbucker sind nicht ganz so hohl wie meine gewohnten Singlecoils!
Saiteneinstellung muss ich noch etwas geschmacklich anpassen.

Vorläufiges Resume:
Ich wollte einen ruhigen Bass mit den Soundmöglichkeiten von Magnetics und Piezos.
Den hab ich jetzt.
Die Elektronik der Piezos wirkt nicht so ursprünglich, wie mir die Piezos in meinem Bastelbass vorkamen.
Sie will eher ein runderes Ergebnis darstellen. Das ist mir zu wenig natürlich und halt auch nicht abänderbar.
Mit der Noll-Elektronik mit par. Mitten kann ich annäherungsweise die etwas mangelnde Hohlheit der ruhigen Humbucker ausgleichen.
Ich denk, ich krieg es wohl schon insgesamt auf die Reihe.
Mit der Arbeit bin ich zufrieden...perfekt ist die Wirkung aber nicht.
Es war meine Idee. Ich kann also niemandem einen Vorwurf machen.
Ich würde es so nicht mehr machen.


Schönen Gruß
da Woifi

PS: den "Vintage"-fretless-Bass würde ich jederzeit wieder nehmen und als sinnvollste Modifikationen die besten Singlecoil-Pickups und die besten Potis mit dem besten Klangkondensator empfehlen, die man für derart Bass nur bekommen kann...dann ist es eh schon gut. Dazu evtl. noch die fettere Gotoh-Bridge bei Beibehaltung der ursprünglichen Messing-Reiter...das reicht zunächst mal.
Für weitere Wünsche noch Piezos wie bei meinem Testbass mit zusätzlich aktiver Balance-Elektronik auch mit Phasenumschaltungsmöglichkeit...dann ist es aber wirklich genug.  
Ich hab mit der Noll-Elektronik und den Humbuckern und auch der Elektronik des Ghost-Systems schon etwas übertrieben.
Eine meiner Prämissen war und ist auch weiterhin der ruhige Bass.
Ich geb aber zu: besser klingt und einfacher ist der Bass mit den geräuschstärkeren Singlecoils.
Besser klingen auch naturelle Piezos (durchaus auch die Graphtech-Reiter) ohne die geschmacklich nicht veränderbare Elektronik des Ghost-Systems, das den Sound zu sehr und unveränderbar in Richtung Anpassung an Allgemeinheiten verfälscht.
Ein reiner Vorverstärker mit Balance-Regler und Phasenumkehrschalter wär mir da eigentlich lieber, wenn man denn schon Piezos und dann schließlich auch ein Batteriefach braucht...ich würds jetzt schon brauchen...Piezos mit aktiver Balance-Elektronik wären hier schon gut ;).
Alles andere ist wie schon gesagt eher übertrieben und damit auch eher schwerer handlebar...aber dem desto trotz sicher nicht schlecht und voller Möglichkeiten, deren Auswirkungen ich mir noch nicht so ganz bewusst bin!
Ich muss jetzt mit allem anderen leben...passt schon...ich komm schon zurecht ;)...insbesondere, weil der Bass an sich schon gut ist!

« Letzte Änderung: 28.02.2010 04:38 von Lupinello »
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Lupinello

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Re:Entfreting
« Antwort #58 am: 6.03.2010 16:00 »

Servus,

ich muss mich etwas berichtigen:
Mein Tascam-Übungsgerät hatte eine Verstärkervoreinstellung, die die Bässe zu sehr betonte.

Bei neutraler Einstellung kommt jetzt auch das Ghost-System sehr natürlich rüber.
Mit der Noll-Elektronik (par. Mittenregelung) bring ich auch einen sehr schönen Fretlesssound mit den Humbuckern hin.

Fazit: Bin bei völliger Geräuschlosigkeit mittlerweile sehr zufrieden...meine Bandmitglieder auch!
         Das Zusatzkästchen mit passiver Höhenblende und C-Switch und zwei On-Off-Schaltern bau ich dennoch
        (wenn die Batterien alle sind, kann ich dann immer noch passiv mit voreingestellter Klangregelung spielen).
         Die Option, brummende, aber etwas perfektere Singlecoils zu verwenden, lass ich offen.

Gruß
da Woifi

PS: ich glaub ich hab mit dem Bass und den Modifikationen den Vogel abgeschossen :).
« Letzte Änderung: 6.03.2010 22:52 von Lupinello »
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Re:Entfreting
« Antwort #59 am: 9.03.2010 10:34 »

Hallo Woifi,

 Hab es endlich geschafft Deinen mit Spannung erwarteten Endbericht gründlich zu lesen. Erstmal Hut ab, Du weißt wo Du hin willst. Das der Bass das Noiseless-High-End Gerät ist, wie gewünscht, freut mich sehr. Ich habe aber auch schon die Erfahrung machen müssen, das man für den klassischen alten Einspuler-Sound eben auch solche braucht und das geht eben auch mit Nebengeräuschen einher. Für die Massen vor der Bühne ist es allerdings völlig egal, die paar Prozent Einbuße bemerkt dort keiner. Für Dich als Spieler kann es aber durchaus störend/hemmend sein. Nun will ich aber mal nicht so schwarz malen, auch dort ist ein gehöriges Maß an Gewöhnung ausschlaggebend. Da ist eben nicht jede Neuerung im Sound auch sofort als Verbesserung bemerkbar, aber das kommt mit der Zeit. Der Vorteil der Stille überwiegt in der Livesituation auf jeden Fall immer (da ist immer irgendwo ein Dimmerpack oder Leuchtstoffröhren etc.). Im Studio sind eh alle Gesetze außer Kraft, da zählt nur Sound, und auch den erreichst Du ja scheinbar so wie Du willst.

Froh bin ich, dass sich Deine Einschätzung zum Ghost-System etwas relativiert hat. Wenn der Piezo-Sound nicht stimmt, und das war ja Dein  Hauptanliegen hier, dann wäre das sehr schade. Es erstaunt umso mehr, wie unterschiedlich die Systeme auf ihre Umgebung reagieren. Auf ein Problem mit einem Preset wäre ich auch nicht als erstes gekommen.

Bleibt mir nur Dir viel Freude am Bass zu wünschen, möge er Dich lang und befruchtend begleiten.

Viele Grüße Micha
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