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Autor Thema: Entfreting  (Gelesen 2662 mal)
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Lupinello
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Beiträge: 1.013


T42


« Antworten #60 am: 14.03.2010 01:43 »

Danke Micha,

die Geräuschlosigkeit ist mir deswegen wichtig, weil ich im Proberaum sehr beengt bin und sehr nahe am Amp.
Die Singlecoils erzeugen halt bei Stille immer dieses unangenehme Gebrumme...halt wegen der bevorzugten Nutzung des Bridge-PU. Da musste ich bisher immer sofort abdrehen, weil augenblicklich jemand nach der Störquelle gefragt hat...sehr sensibel, diese Musiker!
Du hast natürlich recht, dass Singlecoils für den Fretless-Zweck einfach besser sind.
Es hat auch was mit der natürlichen Reaktion zu tun, die ich gewohnt bin.
Wenn ich nicht klarkomm, dann tu ich auch wieder welche rein.
Hab mich von dem Soundfile auf der DiMarzio-Site lenken lassen.
Da spielt einer das Ultra Jazz-Set fretless mit recht ansprechendem Erfolg.
Hab das gleiche Stück jetzt mal live auf der Tube gehört. Da muss er schon etwas mehr um jeden Ton kämpfen mit seinem 24-Bünder Edelbass. Klingen tuts bei weitem nicht so smart wie die Studioaufnahme.

Da der PU mehr Mitten und etwas weniger Bässe hat als das Vintage-Original, muss ich mich dem Original per
akt. Regelung halt annähern und dann eine passive Höhenblende verwenden.
Schade, dass sie mein Profi nicht gleich eingebaut hat.
Ich würde dafür einen Noload nehmen, der sich am Ende völlig ausklinkt, und ihn einfach parallel zur Gesamtgeschichte hängen.
Dann isser weg, wenn er aus ist und kann parallell zu allen Nutzarten verwendet werden.
Ich kann aber auch gleich per akt. Elektronik die Höhen etwas absenken und die Tief-bis Mid-mitten und Bässe anheben, um mich dem Original anzunähern.
Nimmt man einen Vintage hot, hat man eh weniger Höhen und Bässe, dafür aber mehr Mitten.
Auch der lässt sich nachahmen.
Ich geb zu: es ist immer nur eine Annäherung.
Ich würde aber keinen Vintage hot nehmen, da auch hier das Original bereits stark verfälscht ist und für mich das Original auch vom Spielcharakter her einfach unübertroffen ist...sicher Geschmacksache!
Ein Hot-Singlecoil hat zwar etwas mehr Pfund aber nimmt imo ein Teilergebnis der passiven Höhenblende schon vorweg.
Ich war bei einem überwickelten Singlecoil schon mal wegen einer gewissen Verwaschenheit im Gegensatz zur Klarheit des Originals etwas enttäuscht.
Nochmals: Die Klarheit des Originals wird imo perfekt mit einer passiven Höhenblende bedient.


Hab mittlerweile noch das Ghost-System etwas näher ergründet.
Da hab ich ganz übersehen, dass es per Zugpoti noch eine hellere Einstellung am Ghost-Preamp gibt.
Diese Einstellung lässt das Signal noch etwas "purer" wirken.

Es wird schon.
Die Kombination von Magnetics und Piezos incl. beider Elektroniken macht auch Sinn.
Dramatische Änderungen der Einstellungen wird man aber nicht wagen, da dies live eher praxisfremd ist.

Gruß
da Woifi

PS: Saiten sind auch noch ne Frage.
     Um den Kontrabasssound zu erzeugen, wären vielleicht flatwound angesagt. Dadurch könnte das Sustain
     etwas kürzer kommen und der Ton etwas stumpfer wirken. Das wär für Kontrabasssound gut, für Magnetic-
     Fretless-Sound wieder kontraproduktiv.
     Daher wohl der Name: Kontrabass Grin.
     Ich hab ja bisher in meiner Texas-ERock-Band immer nur ohne Effekte gespielt:
     Vielleicht braucht man auch für fretless und/oder Kontrabass diesbezüglich gewisse Unterstützung???.
     Chorus in meinem Übungsgerät wirkt zumindest mal gut für Magnetic-Fretless-Sound.
     Spielweise spielt wohl auch eine Rolle: für Magnetic-Fretless-Sound muss man wohl auch mehr drücken und
     beim Zupfen Finger über dem B-PU an die Saite legen und feste ziehen.
     Für Kontrabasssound geht man wohl eher über das Griffbrett und kann auch mal als Rockabilly drauf schlagen.
     Die Saitenlage für beide Nutzarten stellt dabei eher einen gewissen Kompromiss dar.
    
« Letzte Änderung: 15.03.2010 02:45 von Lupinello » Gespeichert

Sound is a chain gang
mc_guitar
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« Antworten #61 am: 15.03.2010 10:21 »

Hallo Woifi,

Bei den Einspulern bin ich auch weder bei der Gitarre noch beim Bass ein großer Freund der Overwound und Hot Geschichten, solange es um einigermaßen Cleane Gefilde geht. Da geht immer die natürliche Transparenz zugunsten der gefühlten Lautheit etwas flöten, nach meinem Empfinden.
Was den Effekteinsatz angeht, kann man den Sound schon unterstützen, zumindest kann ein guter Kompressor subtil die nötige Kompaktheit ins Klangbild bringen. Die Spieltechnischen Unzulänglichkeiten und sonst eher ungewollten Nebengeräusche machen oft bei den jeweiligen Stilistiken den eigentlichen Reiz und den Charme aus. Hab schon oft Rockabilly und Rock'n'Roll Bands gehört, bei denen der Kontrabass wirklich erbärmlich abgenommen wurde, da war aber so viel schmackes im Slap und Spiel, das sich der Vibe unheimlich gut transportiert hat. Da gilt es die wirkliche Essenz der Stilistik aus dem Instrument zu holen, da macht doch immer noch der Lupinello den Ton!  Grin
Ich wundere mich lediglich, daß Du in der Optionsvielfalt noch nicht den Überblick verloren hast. Die Frage ist doch auch, ob man unbedingt die passive Blende noch braucht, oder wie gut man an den gewünschten Sound per aktiver Regelung schon ran kommt. Klar hat man mit dem Einbau in ein extra Gehäuse auch eine Fussschalt-Option, gerade für Live interessant, aber wie oft ändert man den Sound radikal? Ich hab da festgestellt, das ich oftmals beim selben Setting bleibe und lieber das komplette Instrument wechsle (Gitarre) oder maximal die Mischung der PUs ändere (Jazzbass). Der Rest bleibt MEIN Sound.

Viele Grüße Micha
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...let the good times roll...
Lupinello
YaBB God
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T42


« Antworten #62 am: 17.03.2010 02:29 »

Servus Micha,

ich glaub auch, dass ich bei gewissen Grundeinstellungen hängenbleiben werde.
Die werden sich sicher nicht radikal ändern.
Ich schwärm halt immer noch von der passiven Höhenblende, weil ich sie gewohnt bin.
Das Kästchen bau ich deshalb zum Vergleich.

Gruß
da Woifi
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Sound is a chain gang
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