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Autor Thema: Röhrenheizung symmetrieren  (Gelesen 5162 mal)

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afrikola

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Röhrenheizung symmetrieren
« am: 17.04.2003 10:38 »
Hallo auch da draußen.
ich bin gerade dabei ein Röhrenradio zu restaurieren und stehe nun vor einem Problem. Der Verstärker hat als Endröhren 2 ELL80 und ist auf einer Platine aufgebaut. Als ich gerade dabei war, ein neues Netzteil zu entwerfen, ist mir aufgefallen, das ein Pol der Heizung mit der Masse verbunden ist. Darüber hinaus ist vor den Endröhren noch eine Art Drossel vorgeschaltet, ein kleiner Kondensator und ein Siliziumbauteil mit drei Beinche. Nagut, die Drossel besteht eigentlich nur aus einem Draht (sieht aus, wie eine Hf-Litze), der zu einer Spule mit 20 Wind. aufgewickelt wurde. Also eigentlich wollte ich ja nur den Heizstrom mit 2 Widerständen symmetrieren und ihn danch mit 2 Litzen zu jeder Röhre bringen. Jetzt hab ich die Frage, ob ich das nun so machen soll, die Verbindung zur Masse lösen, den Siliziumquark wegschmeißen und die neue Heizspannung symmetrieren soll, um die Brummspannug klein zu halten(halt durch die Symmetrierung). Oder ist die Ubr. schon so klein, da ein pol der Heizspannung gegen Masse liegt und der Siliziumschrott in Verbindung mit der Spule für den Rest sorgt?

Offline Dirk

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Re:Röhrenheizung symmetrieren
« Antwort #1 am: 18.04.2003 22:52 »
Hallo,

Gegenfrage: wie ist denn derzeit der Brumm ? Kannst Du mal nachmessen wie die Spannung aussieht (Oszi) ? Ich kann mir in etwa vorstellen, wie der Aufbau aussieht, aber eine kleine Skizze wäre ganz hilfreich. Oder gibt es irgendwo einen Schaltplan zu dem Gerät ?
Wenn Du aber das Netzteil sowieso neu aufbauen möchtest, dann auf alle Fälle symetrische Heizung verwenden. Der Vorschlag von Deiner Seite klingt logisch und würde ich auch mal so angehen.
Könnte die Beschaltung der Endröhren eine Art Gegenkopplung sein ?
 
Für die Gleichrichtung möchtest Du eine Röhre verwenden ? Nun ja, mit dem Silizium ist das so eine Sache: wenn man es richtig einsetzt ist es noch garnicht mal so schlecht, wie manche behaupten...


Gruß, Dirk
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Offline killy

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Re: Röhrenheizung symmetrieren
« Antwort #2 am: 26.10.2009 13:40 »
hi, ich hab mal eine frage: welche widerstandswerte bzw. poti-werte verwende ich am besten, wenn ich in meinem 5c1 die heizung symmetrieren will?
macht das einen großen unterschied, ob ich jetzt 50 ohm oder 1k verwende? bzw. welchen unterschied macht das. ich habe da grad eine diskussion mit einem kollegen und werden uns nicht einig. er meint, das macht keinen unterschied und ich denke (warumauchimmer) dass das sicher irgendeinen unterschied macht.
kann uns da wer helfen? bitte.
 
danke, christian.

Offline Athlord

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Re: Röhrenheizung symmetrieren
« Antwort #3 am: 26.10.2009 14:07 »
Hallo,
eingebürgert haben sich zwei 100 Ohm Widerstände oder alternativ ein 250 Ohm Potentiometer....
Gruss
Jürgen
Ich danke allen, die nichts zur Sache beizutragen hatten und trotzdem geschwiegen haben!

Offline Bierschinken

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Re: Röhrenheizung symmetrieren
« Antwort #4 am: 26.10.2009 14:20 »
Hallo,

man möchte ja einen künstlichen Mittelabgriff erzeugen der genau bei der Hälfte des Ohm´schen Widerstands auf DC-Potential liegt, also muss das Poti so gewählt sein, dass das gegeben ist.
Eine typische Heizungswicklung hat nur wenige Ohm und daher darf auch das Poti nicht sehr hochohmig sein, sonst ist der Regelbereich viel zu ungenau und man kann die Heizung garnicht erst aussymmetrieren.

Optimal wäre also ein Poti um 50Ohm, da es das aber nicht gibt greift man zum nächsthöheren Wert, meist 100 oder 250Ohm.

Grüße,
Swen
Crank it!

Offline killy

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Re: Röhrenheizung symmetrieren
« Antwort #5 am: 26.10.2009 18:55 »
ok, alles klar.
dann hat sich das mit den niedrigen ohm-werten unter 500 ohm also einfach praktisch bewährt, weils sonst schwierig zum einstellen wäre. weiß ich das auch...

danke.

Offline roseblood11

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Re: Röhrenheizung symmetrieren
« Antwort #6 am: 12.06.2017 21:59 »
Ich hatte grad den Fall,  dass das Brummen erst dann praktisch weg ist, wenn das 100R Poti fast an einem Anschlag steht. Wie kann es dazu kommen? Es geht um einen Amp mit dem 50VA Ringkern von TT, die Heizung ist um ca 75V hochgelegt, per Spannungsteiler in dafür modifizierter Mini-PSU. Schaltung ist ein Vox-Klon inkl Top Boost, also Kathodenfolger... und ECC99.
Etwas ungewöhnlich ist an dem Amp nur die Reihenfolge, in der die Heizungen der Röhren physikalisch verbunden sind: V3 (PI) -> V2 (Kathodenfolger, Top Boost) -> V1 (Eingangsstufen von Topboost- und Normalkanal) -> ECC99. Das Poti zum (Un-)symmetrieren hängt an der ECC99. Aber kann das was ausmachen? Elektrisch liegt ja alles parallel.

Grüße, Immo