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Autor Thema: ´Bugera V22 Innenleben  (Gelesen 49537 mal)

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Offline volles_röhre

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #90 am: 16.01.2012 12:24 »
Naja, wie gesagt. Ich hab mir den Bugera bereits zugelegt und bin auch von seinem Grundsound schon überrascht. Im Laden habe ich einige Amps angespielt und dieser kam allein klanglich in die engere Auswahl. Aber von der Verarbeitung hab ich eben keine Ahnung. So rein optisch macht er allerdings meiner Meinung nach keinen billigen Eindruck. Aber er ist mit 260 öre objektiv gesehn natürlich billig. Irgendwo muss ja gespart worden sein. Kann nur hoffen, dass dies bei den Arbeitsbedingungen der chinesischen Sklaven passierte, und nicht bei den Bauteilen. Ich weiß, man sollte eigentlich keine Witze machen.. Augenverschließen aber ja wohl auch nicht. aber ich schweife ab..

Offline Bluestube

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #91 am: 16.01.2012 12:32 »
Hallo

Ich habe meinen Amp zwar erst einen Monat, kann aber sagen das er wirklich klasse klingt und bei mir zumindest bisher keinerlei Probleme macht. Die leichten Brummgeräusche welche ich (mit meinen, aufgrund diverser Unkenrufe, sensibilisierten Ohren) Anfangs wahrgenommen habe sehe ich nun als relativ normal an. Vielleicht könnte ein Röhrenwechsel da aber noch Abhilfe schaffen. Im Moment lasse ich ihn aber so wie er ist....

Da ich an verschiedenen Orten mit diesem Amp und deren Besitzern in Kontakt komme ist die mehrheitliche Meinung, dass das eigentliche Problem die Originalröhren sind. Schlechte Qualität und/oder Auswahl. Nach Röhrenwechsel hatten so gut wie alle Besitzer dieser Verstärker keine Probleme damit und fanden sie sogar sehr gut.

Ich gebe auch hier zu bedenken, dass der grosse T. bereits mehr als 1000 dieser Amps verkauft hat. Man bietet mittlerweile auch eine eigens dafür gefertigte Abdeckung an. Wenn dieser Amp wirklich sooo schlecht wäre, hätte selbst dieser Händler ihn wohl aus dem Programm geworfen. Dort ist er derzeit wegen Lieferengpässen nicht sofort zu haben.

Ich denke, dass es sicher "bessere" Amps gibt, aber für das Geld wohl kaum! Wenn man etwas besseres möchte, dann muss man wohl schon ein mehrfaches des Preises dafür zahlen.

Aber, entscheiden musst du natürlich selber....

Offline volles_röhre

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #92 am: 16.01.2012 12:38 »
Also vor einem Röhrenwechsel hab ich keine Angst.

Offline Robinrockt

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #93 am: 16.01.2012 20:39 »
Hallo,

Schwachpunkte sind(waren) die Röhren, werden aber seit einiger Zeit vorher 48 Stunden "eingebrannt".
Die Flachbandkabel mit den leidigen Steckern sind eine weitere Schwachstelle (nicht nur in Bugeras).
In den Amerika-Bugeras (über 230V Geräten noch keine negative Meldung gelesen) löten sich die Thermistoren auf der Netz-Platine gerne selber aus.
Die Potis sind nicht fest verschraubt und wackelig, mir sind aber keine Ausfälle bekannt.
Die Power und Standby LEDs fallen aus - keine weitere Folgen (ausser keine Anzeige).

Die Röhren sind von Shuguang (Vor und Endstufe) und klingen sehr gut. Bessere Röhren erhöhen die Zuverlässigkeit, steigern aber natürlich wieder den Preis (Kosten).
Die Flachbandkabel kann man vom Stecker befreien und auf die Platinen direkt verlöten, erhöht die Zuverlässigkeit der Amps (wenn richtig gemacht).
Die Thermistoren komplett nachlöten, dann bleiben sie an Ort und Stelle.
Die Potis könnte man ersetzen und verschrauben (aufwändig und teuer).
Die LEDs können einfach ersetzt werden und auch mit höherem Vorwiderstand genutzt werden (sind eh zu hell). Dürften dann etliche Jahre halten.

EDIT: Garantie ist dann selbstverständlich nicht mehr gegeben.

Ich hatte mir einen 6260 bestellt und wollte ihn als Teilebasis für ein Projekt benutzen. Ich habe den Fehler(?) gemacht und ihn gespielt - er bleibt als Ganzes erhalten, evtl. hole ich mir noch einen zweiten wegen der Teile.
Seitdem die Bugeras erhältlich sind wurden systematisch Schwachstellen beseitigt.

Grüße,
Robin
« Letzte Änderung: 16.01.2012 20:59 von Robinrockt »
Gefangen vom Ton

Offline volles_röhre

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #94 am: 16.01.2012 23:38 »
Ich danke euch!! das hilft mir sehr weiter. Ich werde die Garanitie einfach knicken. Wird sich schon für jedes Problem ne Lösung finden :-) Danke! Is wirklich ein 1A Forum! Jetzt hoffe ich, dass das teil mal ankommt. is schon 14 tage oder so bestellt. Scheint ja sehr beliebt zu sein. Im Laden war er auch nicht vorrätig. Das Vorführgerät wollte der nich rausrücken :-///

Offline Asdain

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #95 am: 24.01.2012 17:24 »
Ich habe nun auch seit letzem Sommer einen V22 und muss sagen für das Geld ist er echt Spitze, natürlich bin ich als Bastler nie Zufrieden und muss an allem rumschrauben, aber noch ist er Original!

habe mal mit anderen Röhren und Lautsprechern experimentiert.
Mir gefällt der Jensen C12Q darin sehr gut, der ist nicht ganz so matschig wie der Bugera und sehr rund und ausgewogen.

Wenn mein aktuelles Projekt fertig ist werde ich glaube ich mal was an dem V22 rumlöten und mal gucken was ich da noch rausholen kann ;)
(hab schon ne menge Ideen..)
« Letzte Änderung: 25.01.2012 14:42 von Asdain »
Schöne Grüße,
Rolf 0O

Offline volles_röhre

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #96 am: 25.01.2012 11:22 »
Würde mich sehr intressieren, was man noch so alles rausholen kann! Ich finde ja, der Gain des Clean Kanals könnte weit aufgedreht mehr in Zerrung gehen. Aber Ansonsten finde ich den Verstärker auch wirklich klangschön.

Offline Asdain

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #97 am: 25.01.2012 14:36 »
Würde mich sehr intressieren, was man noch so alles rausholen kann! Ich finde ja, der Gain des Clean Kanals könnte weit aufgedreht mehr in Zerrung gehen. Aber Ansonsten finde ich den Verstärker auch wirklich klangschön.

Absolut.

Ich werde wenn ich ihn modde so Vorgehen:

1. Input Konfiguration anpassen so dass der Bright Input Brauchbarer wird

2. Etwas mehr Betriebsspannung für die Vorstufe um den Klang etwas offener "Blackfaciger" zu machen

3. mehr Gain für den Clean Kanal

4. Den Overdrive Kanal werde ich deutlich umdesignen. und ganz wichtig:

5. dem Overdrive Kanal ein anderes Vlume Pot geben damit er noch mit dem Clean Kanal mithalten kann..
habt ihr das mal gemerkt wenn ihr den Clean kanal voll aufreisst um ein bisschen "Breakup" zu bekommen und den Drive Kanal nur so Auf 4 habt, dann kommt er nicht mehr an die Lautstärke des Clean Kanals ran.

6. der Cathodyn-Phase Inverter bekommt einen Grid stopper! Cathodyn-PIs brauchen IMMER einen GROSSEN Grid Stopper!!!!!

7. die EL84s bekommen größere Schirmgitter Vorwiderstände.

mal gucken was mir noch so einfällt ^^

Ich habe ihm mal einen Jensen C12Q verpasst. Klingt spitze! sehr Ausgewogen und nicht mehr ganz so matchig im Bass

Insgesamt muss ich sagen das der AMo eine SPitzen Basis für Mod projekte ist. Eigentlich klignt er auch so schon ganz gut, der Drive-Kanal ist mir etwas zu undefiniert.. das lässt sich aber auch beheben.

« Letzte Änderung: 25.01.2012 14:42 von Asdain »
Schöne Grüße,
Rolf 0O

Offline volles_röhre

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Re:´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #98 am: 25.01.2012 14:45 »
Das mit dem Gain Kanal hat Syncopator so gelöst: Ich wollte das ausprobieren. hatte noch keine Zeit.
Ich bin begeistert von der Arbeit, die Ihr Jungs Euch gemacht habt. Hier noch ein kleiner, aber feiner MOD für den Bugera V22:  dem Widerstand R55 (470K) einen 221K (Metallfilmwirderstand) parallel und dem folgenden C31 (22nF) einen 47 nF parallel.
Damit wird erreicht, dass die Verstärkung des Gainkanals bei gleicher Volumestellung in etwa der Verstärkung des Cleankanals entspricht, aber bitte jetzt -sehr- vorsichtig mit der Zerre umgehen! Das Kätzchen wird zum Tiger damit!  Wer will, kann die Baßfrequenz etwas verstärken durch parallelschalten eines 470pF zum vorhandenen C46 (470pF). Der Effekt ist natürlich nicht so spektakulär wie der Gain-Mod, aber nett.

Kurze Beschreibung des MODs noch: die Gainstufe wird mit mehr Power "eingekoppelt", die Gesamtverstärkung ist drastisch höher. Das Beste: man kann direkt auf die lackierte Unterseite löten, da die Lötstellen viel Zwischenraum bieten. Anschließen sollte man die Bauteile mit etwas Heißkleber (Pistole) fixieren, damit sie mechanisch stabiler bleiben. Wer jetzt noch einen Celestion V30 reintut, braucht kaum einen Vergleich zu scheuen.

Viel Spaß

Syncopator





Viel

Offline netbear

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #99 am: 25.01.2012 17:05 »
Hallo Leute!

Hier tut sich ja inzwischen doch Einiges in Sachen V22-Modding!

Nachdem ich von Asdain gebeten wurde, ihm meine Originaldatei des Schaltplans für Änderungen zur Verfügung zu stellen, dachte ich mir das das evtl. auch für andere von Interesse sein könnte. So kann jeder seine eigenen Änderungen eintragen und dokumentieren und muß nicht ganz von vorne mit dem Zeichnen anfangen.
Außerdem wäre es natürlich schön, wenn derjenige die geänderte Datei dann wiederum hier den anderen Forumsteilnehmern zur Verfügung stellen würde. So haben alle was davon und Änderungen sind auf Grund der einheitlichen Bauteilbezeichnungen für alle leichter nachvollziehbar.

Der Schaltplan wurde Mit dem Programm EAGLE von CADSoft erstellt - das den meisten unter euch wohl bekannt sein dürfte.

Eagle Light kann man sich hier kostenlos dowloaden:
http://www.cadsoft.de/downloads/?language=de
Die Eagle-Datei zum Bugera V22 gibt's hier:
http://www.ampstation.de/media/Bugera_V22-Schematic.sch

Keep on modding!
netbear


Offline Asdain

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #100 am: 27.01.2012 14:12 »
Dank an Netbear!

ich hab mir schonmal eine mod version aus deinem Schaltplan gebastelt nur so um mal ne Richtung zu haben. Noch ist das aber alles reine Theorie, da ich es noch nicht anwenden und testen kann.
Ich werde aber bald, falls jemand Interesse hat, meinen dann aktuellen Schaltplan zur Verfügung stellen..

momentan tüftel ich aber noch was ^^

generell sehe ich noch folgendes "Problem".

Leute die gerne beide Kanäle benutzen und im Clean Kanal leicht angezerrt spielen wollen, dann aber den Overdrive Kanal noch etwas Lauter haben wollen kommen nicht herum V2B als signifikanten teil der Verzerr-Struktur zu nutzen..

(in meiner (bisher) rein theoretischen, modifizierten Version habe ich die Overdrive Sektion etwas in Richtung SLO (eher Phaez Daisycutter) gedreht. )
Schöne Grüße,
Rolf 0O

Offline Meikel

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #101 am: 29.02.2012 14:40 »
Hallo,

meine Hochachtung vor der Mühe des Erstellens des V22-Schaltplanes.

Eigentlich müsste man doch nun hergehen können, und mit den beiden 6L6 der V55-Endstufe Ähnliches machen können, oder? Ich denke/vermute, die Beschaltung der Vorstufen ist identisch; Abweichungen wird es sinnigerweise in der Beschaltung der Endstufe / Netzteil / Erstellung der Gittervorspannung geben und wahrscheinlich in der Phasenumkehrstufe, oder?

Einen V55-Innenleben-Thread gibt es noch nicht. (?)

@ Syncopator: in meinen beiden V55 spielen seit längerem schon Celestion V30.  ;)

Gruß Michael
« Letzte Änderung: 29.02.2012 15:39 von Meikel »

Offline hottubeone

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #102 am: 12.11.2012 19:36 »
Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier richtig.

zwei Fragen zum Trafo des V22

a) wenn man von hinten auf den AMP schaut - befindet sich der Netztrafo links in der Nähe der Kaltgerätebuchse?

b) und ist es normal dass der Trafo heiß wird? (ich kann den Trafo nach 2h gerade noch länger anfassen)

stand-by zieht der Amp 49W/ aktiv 50,7W (ohne Input)
Auffälligkeiten hat der Amp keine weiteren, bis auf den Sound - der gefällt mir außerordentlich gut.


Offline netbear

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #103 am: 1.12.2012 23:15 »
Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier richtig.

zwei Fragen zum Trafo des V22

a) wenn man von hinten auf den AMP schaut - befindet sich der Netztrafo links in der Nähe der Kaltgerätebuchse?

b) und ist es normal dass der Trafo heiß wird? (ich kann den Trafo nach 2h gerade noch länger anfassen)

stand-by zieht der Amp 49W/ aktiv 50,7W (ohne Input)
Auffälligkeiten hat der Amp keine weiteren, bis auf den Sound - der gefällt mir außerordentlich gut.

Hallo hottubeone!

Der Netztrafo ist der größere der beiden Trafo uns sitzt von hinten gesehen links in der Nähe der Netzbuchse.

Was die Temperatur des Netztrafos angeht, würde ich sagen das ist durchaus "normal".
Man könnte den Trafo von Haus aus auch so überdimensionieren, das er so gut wie gar nicht warm wird. Das kostet allerdings gleich um Einiges mehr. Hier wird zum Einen Geld gespart um den angepeilten Marktpreis halten zu können - zum Anderen ist ein leichtes Einbrechen der Versorgungsspannung bei höherer Leistungsaufnahme der Endstufe (SAG) oft ein durchaus gewolltes Soundelement und trägt entscheidend zum Klangcharakter des Amps bei.
Also Alles in Allem: Kein Grund zur Sorge - solange du dir beim Anfassen keine Brandblasen holst. ;)

Gruß,
netbear

Offline hottubeone

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Re: ´Bugera V22 Innenleben
« Antwort #104 am: 2.12.2012 09:54 »
Hallo Netbear,

danke für die beruhigende Antwort.
Interessant was alles beim Design zu  berücksichtigen ist. Das mit dem gewollten SAG war neu für mich.

 :topjob:

Grüße Hottubeone