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Autor Thema: Hallo an die Freunde der Röhrentechnik  (Gelesen 642 mal)

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Robinrockt

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Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« am: 4.03.2010 22:31 »

Mein Name ist Robin, mich hat es in frühester Jugend nach Hannover verschlagen und ich bin seit dem nicht mehr davon losgekommen (keine Sucht, eher eine Art Hassliebe).
Ich spiele schon viele Jahre Gitarre  :guitar: und interessiere mich allgemein für Musikelektronik.

Durch meinen Vater (ein Elektro Ingenieur alter Schule) bin ich zu der Elektrik und Elektronik gekommen. Im zarten Alter von 12 Jahren hat er mit mir eine Lichtorgel für ein Schulprojekt entwickelt und gebaut. Die erste Inbetriebnahme endete mit einem lauten Knall (ich sollte den Stecker mit dem Netz verbinden), was meinem Vater sichtlich peinlich war, meinen Respekt vor der Netzspannung aber beträchtlich erhöhte.
Wir konnten die Lichtorgel retten und er erklärte mir was falsch verdrahtet war (ich denke, er hat den Fehler nicht absichtlich übersehen, denn er war ein gütiger Mensch).
Unser zweites Projekt war eine Uhr mit Nixie Röhren, die hat auf Anhieb prima funktioniert und hatte jahrelang verlässlich die Zeit angezeigt.

Ich lese schon seit zwei Jahren mit steigender Begeisterung in diesem Forum mit und interessiere mich in den letzten Jahren immer mehr für Röhrentechnik. Sehr viel habe ich schon gelernt durch Lesen und durch die interessanten Beiträge und Projekte hier. Praxis habe ich noch zu wenig
und habe mich (auch) darum jetzt hier angemeldet.

Jetzt ist es doch ein halber Roman geworden und darum jetzt kurz.......einen guten Abend und Hallo
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RöhrenNewbie mit Himbeere

Chryz

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #1 am: 4.03.2010 22:41 »

Na dann: Servus und willkommen im Form!
 :bier:

Hast du dir schon eine "Einstiegsdroge" ausgesucht?

mfg

Chryz
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Volka Meyer-Lötdraht

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #2 am: 4.03.2010 23:02 »

Hi Robin,

das mit der Hassliebe kann ich verstehen obwohl ich nur für kurze Zeit in Hang-over (Nordstadt) gewohnt hab  ;D

interessant für Einsteiger sind zB die DIY LoV-Tretminen oder auch die HiV (oups) Bausätze falls du den Lötkolben schwingen möchtest.

wie auch immer... Willkommen im Forum!

Gruß an die Leine,
Volka
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SCE 2 AUX

Robinrockt

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #3 am: 5.03.2010 20:54 »

Danke für das Willkommen :bier:
Ja, ein Bausatz wäre sicherlich geeignet als Einstiegsdroge. Mein Traum wäre eine sauber aufgebauter Preamp in Richtung ENGL (aber nur in Richtung Sound, nicht in Richtung Aufbau :devil: ). Alles schön point to point und old-school. Da man dafür sicherlich sehr viel Erfahrung und noch mehr Wissen braucht, traue ich mich da momentan (noch) nicht dran.
Darum wird es wohl etwas einfaches werden um erst einmal ein wenig Praxis zu bekommen. Entweder ein Röhren Bodentreter oder ein sehr einfach aufgebauter Röhrenamp, Bausätze gibt es ja wirklich sehr schöne hier bei Tubetown.
Die absolute Ekstase habe ich erreicht, als ich den Beitrag über den Müller Mustang gelesen habe, das ist schon fast ästhetische Röhren-Aktfotografie :-[.
Selten so etwas sauber aufgebautes gesehen, vielleicht noch mein erster richtiger Röhren Combo (ein alter Hiwatt), da waren die Drähte mit Lineal und Winkel verlegt.
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RöhrenNewbie mit Himbeere

Thisamplifierisloud

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #4 am: 5.03.2010 21:27 »

Mahlzeit.

Ich hab mit dem Madamp JMK-5 Bausatz angefangen.
SEHR gute Doku dabei, da kann man viel beim Aufbau lernen.

 :guitar:
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Der den Argumentenverstärker trägt.

Fandango

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #5 am: 6.03.2010 00:55 »

hallo Robin,
auch von mir ein Herzliches Willkommen hier.
Zum Einstieg in die Röhrentechnik empfehle ich ein MW-Audion.
Ja, richtig, ein Radio.
Das hat auch einen Verstärker drin und Du lernst auch andere Seiten der Röhrentechnik kennen.
Und wenn Dein erstes Radio funktioniert und ein schönes Gehäuse hat wirst Du es mit Sicherheit nicht wieder zerlegen wie Du es mit derselben Sicherheit mit Deinem ersten Verstärker machen wirst.
Vielleicht baust Du etwas später eine Gitarren-Eingangsstufe noch hinein und hast viel Freude daran.

Um erfolgreich einen guten Gitarrenverstärker zu bauen mit dem Du dann auch im Proberaum und auf der Bühne überzeugen kannst und bei dem auch der Sound stimmt, was vielleicht das Allerwichtigste dabei ist, benötigst Du außer einigen guten Werkzeugen ein brauchbares Multimeter, einen Generator und einen Oszillograph.
Jedenfalls rate ich dazu dass Du Dein Geld zuerst in eine gute Grundausrüstung steckst bevor Du mit Bausätzen oder anderen Spielereien anfängst.
Was tust Du aber wenn Dein Bausatz nicht funktioniert?
Du fragst hier vielleicht nach was los sein kann und Dir wird mit ziemlicher Sicherheit auch geholfen werden, aber was hast Du davon?
Vielleicht ein bißchen was gelernt, den Widerstand soundso darf man nicht dort anschließen wo Du es getan hast, viel mehr nicht.
Aber mit einem Generator und einem Oszi kannst Du sehen was geschieht, und das nicht nur bei diesem Gerät sondern bei allen Schaltungen die Du in die Finger bekommst.

Irgendeinen Verstärker nachzubauen ist für mich persönlich recht langweilig, man muss die Trafos und viele andere Bauteile kaufen damit man so nah wie möglich ans Original herankommt und für das Geld bekommt man oft schon einen Gebrauchten, ohne Arbeit und ohne Fehlschläge wie abgerauchte teuere Trafos oder Röhren.
Dann soll das Ganze auch noch gut aussehen, also ist Holzbearbeitung gefragt und auch einige Blechbearbeitung.
Dazu brauchst Du zuerst die Werkzeuge und dann etwas Fachwissen und auch etwas Erfahrung damit, das klappt nicht beim ersten Mal, wenn doch dann wäre das ja ganz toll.

Gutes Werkzeug ist immer eine gute Investition, fang an dieser Stelle an.
Von einem Röhrenverstärker-Bausatz der viel kostet und am Ende doch nur brummt und rauscht und pfeifft rate ich Dir ab.
Wenn Du schon lange Gitarre spielst dann wirst Du vielleicht auch einen Amp haben, mit diesen Niedervolt-Röhren-Spielereien kommt man nicht wirklich weiter, obwohl ein Nachbau recht simpel ist und auch funktionieren kann, ich glaube aber dass Du etwas Anderes willst, nämlich möglichst viel Durchblick.
 
Was hast Du denn schon an Werkzeugen, Messgeräten und Bauteilen, hast Du vielleicht auch Fachbücher?
Oder fängst Du bei Null an?


Gruß,
Georg
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earnst

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #6 am: 6.03.2010 09:03 »

Hallo,

das mit dem Audion ist unbestritten lehrreich (und funktioniert auch gut bei niedrigeren Spannungen), doch es kommen stattdessen andere "Fachgebiete" hinzu: Selbst wenn man eine erprobte Schaltung - mit gut dokumentierten Spulendaten - nachbaut, kann es je nach Aufbau (Schaltkapazitäten) und je nach dem ob die Rückkopplung (ja ein Audion hat so was auch...) gutmütig oder "zickig" arbeitet zu einem Stochern im Dunkeln werden - und vor allem nach Anbruch der Dunkelheit inbetriebnehmen, da ist der Empfang besser... ;)

mfg ernst
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Robinrockt

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #7 am: 6.03.2010 17:27 »

@Thisamplifierisloud
Den Madamp Bausatz hatte ich mir angesehen, finde ihn auch sehr interessant als Projekt.

@Fandango
Ich denke ein Oszilloskop wäre sicherlich eine lohnende Sache, das mir gerade auch bei der Fehlersuche sehr hilfreich sein wird. Ansonsten habe ich gutes Werkzeug, Multimeter, Lötstation. Einen Frequenzgenerator kann man wohl ganz gut durch den PC ersetzen.
Ich habe vor einigen Monaten eine Peavey 60/60 Endstufe über die Bucht geschossen (meine 2.), die auf dem rechten Kanal nur Brumm produzierte. Ich konnte den rechten Kanal wiederbeleben. Ich hatte Glück bei der Reparatur, das ich den Fehler recht schnell eingrenzen und finden konnte (das Eingangspoti war defekt). Zwei Elkos im NT habe ich auch gleich gewechselt, die sahen nicht mehr wirklich gut aus.
Also, die Grundlagen sind da, ich könnte aber (noch) keine komplette Schaltung für einen Gitarren Verstärker selber entwickeln. Der Aufbau wäre dann ja auch noch eine Kunst für sich.
Ich besitze einen Marshall JCM800, ENGL preamp e530, 2 Peavey Classic 60/60 Endstufen und einen Marshall Ministack(fiese Transe mit Dioden Clipping :devil: ).
Mein Ziel ist wie gesagt einen Preamp Soundrichtung ENGL, aber eben vernünftig aufgebaut und mit eigenen Ideen. Theorie lerne ich immer weiter dazu, aber ich denke gerade die Praxis bringt viele Erkenntnisse die man durch Theorie (alleine) so wohl nicht bekommen kann.
Die Idee mit dem Audion gefällt mir auch recht gut.

@earnst
Danke für den Hinweis auf die möglichen Probleme, vielleicht wäre auch ein einfacher Köpfhörer Verstärker eine Idee - aber vor den eisenlosen habe ich Angst.
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RöhrenNewbie mit Himbeere

Fandango

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Re:Hallo an die Freunde der Röhrentechnik
« Antwort #8 am: 7.03.2010 00:55 »

Hallo Robin,
schön dass Du nicht von Vorne anfangen musst...
Ich würde es nicht wagen meinen PC an meine Versuchsschaltungen zu hängen, ein Fehler und der ist hinüber.
Ein alter CD-Player tuts auch, du kannst Dir ja eine CD mit verschiedenen Tönen brutzeln.

Wenn Du "nur" einen Vorverstärker bauen willst dann denkst Du sicher an ein Teil mit mehreren Kanälen, Effekten und vielleicht einem Federhall, alles natürlich mit Fußschaltern, rausch- brumm- und knackfrei.
Solch ein Gerät verlangt nach guter Planung und Du solltest mit dem Aufbau auch nicht anfangen wenn nicht alles durchdacht ist.
Ich bin gerade auch an einem Preamp, aber nur mit einer Röhre, der Rest besteht aus OPs.
Der Schaltplan ist fast fertig, nach einigen Wochen, und momentan bin ich mit der Frontplatte beschäftigt, da müssen ca. 50 Löcher rein...

Ganz wichtig ist der Aufbau des Netzteils, eine saubere Gleichspannung, am Besten mit einer MOSFET-Schaltung, und für einen Preamp auch eine Gleichspannungsheizung, dazu benötigst Du auch mehr als die üblichen 6,3 Volt die aus einem Röhrentrafo kommen.
Es gibt sehr viele Röhrenschaltungen und da fällt wohl die Auswahl nicht so leicht.
Und zum Sound, das ist ja das Schöne dabei, da kann man dann wenn das Teil soweit fertig ist nach Lust und Laune herumbasteln.
Das sind dann die "Kleinigkeiten" wie einen kleineren Kondensator hier und einen größeren Widerstand dort usw. mit denen man sich die Nächte um die Ohren hauen kann.
Und wenn Du heute einen Sound gefunden hast der Dir gut gefällt dann klingt der morgen wieder ganz bescheiden ohne dass sich etwas geändert hat außer Deinem Empfinden.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spass dabei.
Gruß,
Georg


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