Heute hätte ich bald richtig Plack bekommen...
Bei einem Mini-Auftritt für die Konfirmandenvorstellung meiner Tochter , sollte ich heute in der Kirche etwas auf der E-Gitarre mitbegleiten.
Und was passiert (bei etwas über Wohnzimmerlautstärke

) ... Feedbackpfeifen, je nachdem wie ich die Gitte gedreht habe. Single-Coil-Sound konnte ich gar nicht nutzen, die brummfreien Zwischenpositionen klappten schon besser. Als ich näher an den Amp ging, konnte ich in guter Tonqualität Umgebungsgeräusche aus der Kirche hören. Ich bekam quasi eine drahtlose-Liveübertragung mit auf den Amp. Die Funkmikrofone dort möchte ich eigentlich ausschliessen. Die Dinger sind in der Regel ja FM-moduliert und wenn die in die Vorstufe ballern sollten, gibts eher hässliche Störgeräusche. Dazu war die Einkopplung viel zu sauber. Der Amp und die Gitarre haben bisher auch nie irgendwelche slavischen Radiosender eingefangen. Hatte leider bevor die Horden in die heilige Halle strömten keine Zeit mehr die Quelle anzuvisieren und musste dann halt den Gain gewaltig runterschrauben. Die nächste Schallzeile mit Übertrager war mindestens 4 m weg. Über der Kanzel prangte so eine Sennheiser IR-Sendeanlage für Schwerhörige und Altgitarristen

, aber da kann ich mir auch nicht vorstellen, daß so ein Ding ein H-Feld erzeugt, das in die Pickups reinstreut.
Irgendwie überkam mich das Gefühl, mich in einer riesigen Feldspule, gebildet durch die Kabel der Beschallungsanlage, zu befinden....
Die Einstreuungen kamen einwandfrei über die Pickups. Volume runter, alles dicht (Tone hat das Schätzchen (noch) nicht)...
Vielleicht habe ich den Boss daoben erzürnt, als ich es mir nicht verkneifen konnte, ganz leise ein gewisses Intro-Riff einer australischen Band anzuzupfen, als die dicke Kirchenglocke geläutet wurde

Kurzum... es ist immer wieder lustig, was man bei so einem Nano-Auftritt nur mit Amp und Gitte ohne Anchluss an PA und sonstiges erleben kann...
Gruß
Stefan