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Autor Thema: Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen  (Gelesen 1463 mal)

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who_fan

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Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« am: 6.04.2010 15:10 »

Hallo zusammen!

Nach all der Gitarrenamp-Bauerei hat es mir wieder nach einem Audioprojekt in den Fingern gejuckt.

Zwei 2A3-Monos sind es geworden (Class A, mit 6SL7 in SRPP), alles funktioniert tadellos und zu vollster Zufriedenheit. Nur musste ich beim ersten "Check" nach ca. 1h Dauerbetrieb dier Stirn runzeln über die Hitzeentwicklung der verbauten Hochlastwiderstände.

Es handelt sich um die bekannten Typen im rechteckigen, weißgrauen Keramikgehäuse mit rotem Aufdruck.
Ein 17W- Typ (rein rechnerisch reichlich überdimensioniert), der seine Arbeit im CRC-Siebglied verrichtet, wird gerade einmal mit 1W belastet, wird aber schon so warm, dass man nach 5 Sekunden gerne den Finger wegnehmen will. Gleiches gilt für den mit 11W ausgelegten Kathodenwiderstand, an dem ca. 3W "verbraten" werden, den man aber kaum noch berühren kann ohne sich zu verbrennen.

Die Widerstände sind mehr oder weniger "freischwebend" verlötet, d.h. die Wärme kann nach allen Seiten abgegeben werden, aber ist das wirklich normal???

Hat jemand u.U. ähnliche Erfahrungen mit diesen Widerständen gemacht?

Ich mag solche Heizelemente innerhalb von Geräten garnicht :-X...

Grüße,
Roman
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earnst

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #1 am: 6.04.2010 15:21 »

Hallo,

hast du denn schon mal die Spannung über den Widerständen nachgemessen und die tatsächliche Leistung berechnet - oder waren das schon gemessene Angaben?

Solche Widerstände erreichen bei Nennleistung eine Oberflächentemperatur von 150°C und darüber...

Wo die Grenze deiner "Handempfindlichkeit" liegt, kann ich natürlich nicht sagen.

mfg ernst
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who_fan

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #2 am: 6.04.2010 15:30 »

Hallo Ernst,

Danke für die flotte Antwort.

Die Leistungsangaben sind natürlich Messwerte ;). Habe leider auch keine (zuverlässige) Möglichkeit, die Temperatur zu ermitteln. Aber wenn bereits der "Wegzuck-Reflex" einsetzt...

Werde aber die entsprechenden Datenblätter auch nochmal wälzen, mal sehen was der Hersteller (V*****m) dazu sagt.

Röhrenamps werden nunmal warm :P.

Grüße,
Roman
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Bierschinken

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #3 am: 6.04.2010 15:30 »

Wo die Grenze deiner "Handempfindlichkeit" liegt, kann ich natürlich nicht sagen.
Da kann ich etwas aus dem Nähkästchen plaudern, alles um/über 60°C empfindet man als "heiss", sodass man es nicht länger anfassen kann.
Dass ein (Hochlast-)Widerstand eine Oberflächentemperatur von 70°C hat kann ich mir gut vorstellen, allerdingsnicht bei den angenommenen Verlustleistungen.

Datenblätter können einem oft verraten wie sich der Widerstand thermisch verhält.

Grüße,
Swen
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röhrenlehrling-ordi

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #4 am: 6.04.2010 15:38 »

Also ich hab mal auf den Kathoden R meines AC-30 draufgegriffe, der ist auch so ein 11W 68R Widerstand... schwerer Fehler. Also deswegen würde ich mal sagen, dass das ganz normal ist. Wenn du andere nimmst, wie zB diese hier:
http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p2299_Hochlastwiderstand-15R--16-Ohm----100-Watt.html
dann müsste die Temperatur geringer sein, weil die Hitze über eine größere Fläche verteilt abgegeben wird, obwohl die gleiche elektrische Energie in thermische Energie umgewandelt wird. Macht das Teil layouttechnisch Probleme oder ists dir nur so aufgefallen?

mfg ordi
« Letzte Änderung: 6.04.2010 15:50 von röhrenlehrling-ordi »
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SvR

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #5 am: 6.04.2010 15:49 »

Salü,
Solange die maximale Verlustleistung und die maximale Temperatur (bei Reichelt steht da was von 350°C) nicht überschritten werden, würde ich mir keine Gedanken machen. 1W ist 1W und das muss halt irgendwo hin und dabei ist es egal ob du einen 5W- oder 17W-Widerstand verbaut hast (angesehen von der größeren Fläche wie ordi schon angemerkt hat). Guck einfach das du ausreichend Platz zum nächsten Elko hast und es keinen Wärmestau geben kann, dann sollte das schon passen.
mfg sven
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mac-alex_2003

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #6 am: 6.04.2010 16:05 »

Hallo,

Kathoden-Rs in der Endstufe baue ich nur in der Version ein, die man ans Gehäuse schrauben kann und dann auch mit ausreichend großem Gehäuse.
=> 50W
Im Leerlauf sollten 2W anfallen, bei Volllast (gemessene 180W bei vollem Rechteck) 10W. Also reichlich überdimensioniert.

Da wird die Hitze sehr gut übers Chassis verteilt.

Ansonsten gilt 60° als Grenze zu dem was man als heiß empfindet.

Die weißen Keramik-Widerlinge werden dann wirklich sehr rasch sehr heiß. Da habe ich mir die Finger schon öfter dran verbrannt.

Viele Grüße,
Marc
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who_fan

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #7 am: 6.04.2010 16:16 »

Zitat
Macht das Teil layouttechnisch Probleme oder ists dir nur so aufgefallen?

Die beiden Monos sind schon mehrere Stunden am Stück absolut problemlos durchgelaufen, dank guter Belüftung dürften sich auch keine Probleme einstellen, aber es war mal eine generelle Frage ob das normal ist, dass die Teile so heiß werden. Will ja nicht, dass mir die Dinger irgendwann abrauchen, auch wenn bei mir KEIN Röhrenamp unbeaufsichtigt läuft...

Für die schönen "Bräter" im Alugehäuse habe ich leider keinen Platz mehr ;).

Zitat
Solange die maximale Verlustleistung und die maximale Temperatur (bei Reichelt steht da was von 350°C) nicht überschritten werden, würde ich mir keine Gedanken machen.

Genau das hab ich jetzt auch nochmal nachgelesen. Dürfte also alles in Butter sein ;).
Umso entspannter kann ich jetzt wieder die Ohren spitzen :).


Merci!

Grüße,
Roman
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dknia

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #8 am: 9.04.2010 19:07 »

Hallo Roman,

herzlichen Glückwunsch zum neuem Amp.

Zitat
Umso entspannter kann ich jetzt wieder die Ohren spitzen

Das ist gemein, du hörst und wir bekommen noch nicht mal Bilder zu sehen :devil:
 
2A3 sehen will

bis denn

Herbert
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Hans-Jörg

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #9 am: 16.04.2010 13:54 »

Hallo,
die gleichen Probleme mit der Hitzeentwicklung hatte ich auch und die gleichen Sorgen und Überlegungen. Da bin ich ja froh, endlich über Umwege beruhigt worden zu sein.
Auch Dank von mir
Grüsse
Hans-Jörg
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raphrav

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #10 am: 24.02.2011 15:06 »

ist bei mir auch nicht anders, 10W über so ein 17W-exemplar werden richtig, richtig heiß... gut, dass ich das hier gelesen hab :)

sorgen mach ich mir nur um einen Elko in nächster nähe (ca. 1cm), der wirds halt wahrsch nicht ewig machen, auch wenn 105°C-Exemplar...
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Hans-Jörg

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Re:Hitzeentwicklung bei Drahtwiderständen
« Antwort #11 am: 14.03.2011 15:48 »

Hallo,
also ich habe alle meine Keramik Brüller so weit es geht aufs chassis gelegt. Das schafft Abhilfe. Da brauchst du dir auch nicht um den Elko Sorgen machen.

Gruß

Hans-Jörg
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