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Autor Thema: Anodenspannung zu gering  (Gelesen 1255 mal)

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7enderizer

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Anodenspannung zu gering
« am: 11.08.2010 07:43 »

 :gutenmorgen:,

Hai Änd Freunde.

Gestern habe ich etwas sehr merkwürdiges erlebt.

In einem 4x KT88 High End Röhrenamp sollen die Endröhren mit 575V= betrieben werden. Dazu sollen 440V Wechselspannung gleichgerichtet werden. Wird nun die 440V Wechselspannung in den GLR eingespeißt, so habe ich als gleichgerichtete Spannung nur 445V=. Dort sollten normalerweise gut 575V anliegen. Diese 445V= habe ich ohne Last gemessen. Endröhren waren raus.

Die Heizung der Vor und Endstufe, sowie die Anodenspannung der Vorstufe speiße ich aus seperaten Wicklungen. Ist ja klar. Die Spannungen kommen aus einem und dem selben Trafo.

Habt ihr sowas schonmal erlebt? Der GLR ist richtig angeschlossen und auch nicht defekt, da ich bereits einen anderen ausprobiert habe.

Herzlichen Dank vorab.

Greetz,

Nicolai
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Greetz,

Der 7enderizer

mc_guitar

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #1 am: 11.08.2010 08:01 »

Hallo Nicolai,

Sind die 440V vor dem Gleichrichter da? Gemessen? Wenn nicht Windungsschluß, ist klar. Wenn Sie aber da sind, Frage Messmethode, also kann die Messung irgendwie falsch sein, vielleicht mal noch mit einem zweiten Multimeter messen. Alles schon mal da gewesen. Oder es ist doch was am Gleichrichter? Chip oder einzelne Dioden?

Grüße Micha
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...(Albert Einstein)

7enderizer

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #2 am: 11.08.2010 08:44 »

Hallo Micha,

danke für deine Antwort.

Die 440V messe ich vor dem Gleichrichter, also Wechselspannungsseitig. Als Gleichrichter habe ich einmal 4 Dioden 1N4007 benutzt und als Test, ob der GLR  im Eimer ist, auch noch einen 1000V-35A Gleichrichter. So ein dicker silberner Block!

Bei beiden ist es das gleiche.

Habe auch schon 2 Multimeter genommen und mit diesen gemessen. Bei allen beiden sind es nur 445V Gleichspannung nach dem Gleichrichter. Windungsschluss halte ich für fast ausgeschlossen. Der Netztrafo ist erst 4 Jahre alt und die High End Ausführung von Ritter Elektronik. Die 440V Anodenwicklung kann ich mit 950mA Strom belasten. Echt fett!

Gestern wollte ich einen Standby Switch einbauen und habe dort bei 90V Wechselspannung, die Anodenwicklung ausversehen kurzgeschlossen. Sicherung flog dabei aber raus! Geht so schnell eine Wicklung kaputt?

Das merkwürdige ist:

Ich habe den Trafo mal ohne alles getestet. Also nur die Anodenwicklung benutzt und die Heizung der Vor+Endstufe, sowie die Ua der Vorstufe abgeklemmt. Dann liefert mir der Trafo 575V= am 440V Wechselspannungsausgang!

Greetz,

Nicolai
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Greetz,

Der 7enderizer

Athlord

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #3 am: 11.08.2010 08:49 »

Moin,
dann trenne doch mal sämtliche Wicklungen ab und messe diese gegeneinander auf Windungsschluß.
Cheers
Jürgen
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7enderizer

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #4 am: 11.08.2010 08:55 »

Moin,
dann trenne doch mal sämtliche Wicklungen ab und messe diese gegeneinander auf Windungsschluß.
Cheers
Jürgen

Hi Jürgen,

danke, das werde ich mal machen, obwohl ich mir das nicht so recht vorstellen kann. Würde bei einem Windungsschluss der Trafo nicht anfangen zu rauchen?

Teste den ganzen Kram mal heute Nachmittag, wenn ich wieder @Home bin. ;D

Trotzdem herzlichen Dank.

PS: Was ist, wenn ich keinen Windungsschluss messen sollte, was ich extrem stark hoffen möchte! Sonst setze ich mir nen Schuss! :devil: :devil:

Cheerz,

Nicolai
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Greetz,

Der 7enderizer

mc_guitar

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #5 am: 11.08.2010 09:05 »

Hallo,

danke, das werde ich mal machen, obwohl ich mir das nicht so recht vorstellen kann. Würde bei einem Windungsschluss der Trafo nicht anfangen zu rauchen?

Nicht zwangsläufig. Hitze entsteht ja nur bei Überlastung, Windungsschluß heißt ja aber erstmal nur, das irgendwo eine undichte Stelle zwischen zwei Windungen existiert. Ob dann da einfach ein paar Windungen kurzgeschlossen sind und nicht mehr mitarbeiten (Spannung fällt) oder Unterschiedliche Windungen wie HV und Heizung plötzlich verbunden sind kann man von außen nicht sagen...

Grüße Micha
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7enderizer

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #6 am: 11.08.2010 09:45 »

Hi,

kann das dadurch passiert sein, dass ich die Wicklung gestern ausversehen bei 90V Wechselspannung kurzgeschloseen habe?

Die Sicherung ist dann durchgebrannt. Aber, eien 950mA Wicklung brennt doch nicht so schnell ab, oder?

Das wäre ja ein Skandal, da ich dachte, dass so etwas schonmal eine Wicklung verkraften kann, da dort an der Anodenwicklung auch nur 90V Wechselspannung anlagen.

Herzlichen Dank für eure Hilfe.

Greetz,

Nicolai
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Der 7enderizer

mc_guitar

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #7 am: 11.08.2010 10:34 »

Hallo,

Es kommt ja nicht auf die Spannung sondern die Verlustleistung an, und die kann bei Kurzschluß schon überschritten werden. Mehr kann man so aber nicht sagen. Miss mal den Trafo durch und dann wird weitergesehen.

Grüße Micha
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7enderizer

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #8 am: 11.08.2010 10:36 »

Hi Micha,

danke! Ich werde das mal machen. Wie gesagt, die 440V sind ja Wechselspannungsseitig vorhanden. Die Frage stellt sich nun, warum nach der gleichrichtung nur 445V= zur Verfügung stehen. Sehr merkwürdig die ganze Sache ???

Ich teste den ganzen Kram mal heute Nachmittag und werde dann weiter berichten. Mir schwahnt nichts gutes - Neuer Netztrafo, willkommen! :devil:

Greetz,

Nicolai
« Letzte Änderung: 11.08.2010 10:50 von 7enderizer »
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_peter

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #9 am: 11.08.2010 11:14 »

Hallo,

sag mal, hing bei der Messung ein Ladeelko dran? (Standby? / Abgeklemmt?)
Ohne den misst du nämlich auch viel weniger.

Gruß, Peter
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Unter 100W gar nicht erst einschalten!

Nils H.

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #10 am: 11.08.2010 11:44 »

Moin,

vielleicht mal auf'm Oszilloskop anschauen, was da genau passiert (Tastkopf mit Spannungsteiler nicht vergessen).

Gruß, Nils
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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #11 am: 11.08.2010 11:46 »

Hallo,

sag mal, hing bei der Messung ein Ladeelko dran? (Standby? / Abgeklemmt?)
Ohne den misst du nämlich auch viel weniger.

Gruß, Peter

Hallo Peter,

nein, bei der Messung hing nur der GLR dran. Die Ladelkos(4x 470uF-450V!) waren nicht dran. Nur der reine  Gleichrichter in den ich 440V Wechselspannung eingespeißt habe.

Herzlichen Dank euch allen.

Hoffentlich lag es daran.

Greetz,

Nicolai
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Greetz,

Der 7enderizer

Nils H.

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #12 am: 11.08.2010 11:54 »

Moin,

ohne Ladeelko beträgt die Spannung hinterm Brückengleichrichter 0,9*UE. Ein billiges DMM misst dann aber zuviel, weil es nicht wirklich RMS misst. Also, es gilt wie immer: Wer misst, misst Mist ;D.

Gruß, Nils
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7enderizer

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #13 am: 11.08.2010 11:58 »

Hey Nils,

du meinst also, dass es daran lag?

Wenn ja, dann wäre das ja schon der Hit! Der Netztrafo wäre dann wohl doch nicht im Eimer ;D

Ich werde das heute Nachmittag dann mal testen, hoffentlich komme ich dann auf 575V=.

Herzlichen Dank euch allen, das hätte ich wohl nicht alleine geschafft. Oder spätestens gemerkt, wenn ich die Sicherung, die die Ladelkos absichert in den Sicherungshalter geknallt hätte.

Mein Gott, is datt schwer :danke:

Greetz,

Nicolai
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Der 7enderizer

darkbluemurder

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Re:Anodenspannung zu gering
« Antwort #14 am: 11.08.2010 12:42 »

Hallo Nicolai,

ich habe das Phänomen auch schon beobachtet. Ohne Ladekondensator hatte ich bei einem 290-0-290 VAC Trafo und einem Brückengleichrichter ca. 280 VDC, mit Ladeelko dann die erwarteten ca. 390 VDC.

Viele Grüße
Stephan
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