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Autor Thema: Philosophie . . . Geschichte  (Gelesen 787 mal)

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Headsurgeon

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Re:Philosophie . . . Geschichte
« Antwort #15 am: 2.09.2010 12:13 »

Moin,
die kalte Stufe im SLO ist eigentlich nicht so wahnsinnig neu.
Die 2. Stufe im Marshall 2203 mit dem 10k Katodenwiderstand ist auch schon recht kalt.

Das Naeseln kommt auch durch den 1nF Hoehenkiller ueberm 100k Anodenwiderstand der kalten Stufe.
Dieser Hoehenkiller ist vom Boogie abgeschaut.

Gruesse!!

Die "kalte" Stufe im SLO macht den Charakter, ist fast wie ein 800er mit nem SD1 davor, nur "besser" - ähnlich gutes Attack, ähnliche Kompression, allerdings klingt es "runder" und ohne den Bassverlust des SD-1.
Die kalte Stufe war und ist ein Meilenstein IMO. Mesa hat es dann nur mit weniger Mitten weiter nach vorne gebracht, aber im Prinzip hat der Recto und auch der 5150 wegen des SLOs die Sounds von den späten 80ern bis eigentlich heute entscheidend geprägt.

Das Näseln macht der 47k im Tonestack.

Laney Klipp war wohl der erste kaskadierte.

old-school-Boogie: wie Fender, nur hinter TS zus. Stufen fürs Gain - und da das Tonestack dann fast wirkungslos ist, musste ein Post-EQ her.

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darkbluemurder

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Re:Philosophie . . . Geschichte
« Antwort #16 am: 2.09.2010 12:19 »

Gerade um Eddie kusieren ja ne Menge Mythen und Geschichten, was sein Equipment angeht. Tatsächlich hat er wohl früher wirklich kaum Effekte benutzt, abgesehen vom Phaser und Delay. Hall kam vom Mischer/Studio. Hab allerdings mal aufgeschnappt, dass damals ein Plexi mit Powersoak zum Anblasen eines weiteren Plexis genutzt wurde... junge, junge... was ein großer Booster ;) Ich habe das mal in der Guitar Rig Software "nachgebaut", das kann schon hinkommen...

1984 war wohl das erste Album, das im VH-eigenen 5150 Studio aufgenommen wurde. Da wurden scheinbar auch gleich mal alles neu erworbenen Outboardeffekte ausprobiert, die natürlich dann auch in Kühlschrankracks mit auf Tour gehen mussten. Das 5150 Album war dann wieder ein wenig "zivilisierter" im Sound und für die OU812-Platte gabs dann scheinbar wieder neue Effektracks... ;)

Oh, da sprichst Du was an. Dabei war es - nachdem, was ich in einer Doku gelesen habe, gar nicht so kompliziert.

Eddie mochte den Sound seines Marshalls, der war aber für die Clubs zu laut. Also was tun - den Amp aufreissen, mit einem Lastwiderstand betreiben und das Signal auf einen anderen Amp geben, der nur noch laut macht - eine typische "Amp chain" eben. Genau wie mit seiner "Frankenstein"-Gitarre: er mochte das Tremolo auf der Strat, nicht aber den schrillen Stegpickup. Er mochte den Sound seiner LP Junior mit dem P90, aber das brummte halt wie Sau. Also was tun - Humbucker in die Strat, und er schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

D.h. hinter vielen Mythen verstecken sich einfach praktikable Lösungen für Probleme in der Praxis. Ich habe daraus gelernt, dass es wichtiger ist, herauszufinden, was die persönlichen Bedürfnisse (die sich je nach Band ändern können) sind und danach das Equipment zusammen zu stellen.

Ich finde auch, dass sich Eddies Sound auf OU812 stark von den vorherigen Alben unterscheidet - und nicht zum Besseren. M.E. ist der Sound total flach und ohne jede Dynamik, vor allem verglichen mit VHI und VHII.

Ich weiss garnicht in wievielen schaltplänen ich mittlerweile den 39k Kathodenwiderstand gesehen habe ;) Viele! ;D

Soldano SLO, SL-60, X-88 Preamp, SP-77 Preamp, Hot Rod, Avenger, Super Charger, Lucky 13
Mesa Rectifier-Serie
Peavey 5150 nebst Variationen
Trace Elliot Speed King

... und sicher noch einige mehr.

Viele Grüße
Stephan
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Marshall 1959 SLP RI zu Deliverance #39, Fender Bassman zu Dumble Overdrive Special, Marshall 100W JMP zu Rocca Lee

darkbluemurder

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Re:Philosophie . . . Geschichte
« Antwort #17 am: 2.09.2010 12:23 »

Moin,
die kalte Stufe im SLO ist eigentlich nicht so wahnsinnig neu.
Die 2. Stufe im Marshall 2203 mit dem 10k Katodenwiderstand ist auch schon recht kalt.

Das Naeseln kommt auch durch den 1nF Hoehenkiller ueberm 100k Anodenwiderstand der kalten Stufe.
Dieser Hoehenkiller ist vom Boogie abgeschaut.

Gruesse!!


Hallo Headsurgeon,

es sind m.E. drei Komponenten, die das Näseln beim SLO begünstigen:

1. die 470k II 2200pf bzw. die 1M II 1000pf Kombination vor dem Gainregler,
2. der 1000pf über dem 100k an der 3. Gainstufe (die mit dem 39k Rk) und
3. der 47k Slope-R im Tonestack.

Viele Grüße
Stephan

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