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Autor Thema: Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?  (Gelesen 1764 mal)

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ACY

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Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« am: 1.05.2005 11:26 »

Hi! Nachdem wir in der Lautsprecherecke ein bisschen angefangen habe über "China" zu diskutieren, mal eine neue Frage: Wie wichtig ist es euch, (aber mal so richtig ehrlich) daß auf der Guitar oder auf dem Amp ein angesehener Markenname steht? Wie wäre es, wenn eine sehr gut klingende Guitar, oder Amp, oder Box mit einem unbekannten Namen zur Auswahl stünde? Zu einem Preis, der zwar in der Nähe eines Markenproduktes liegt, qualitativ aber deutlich besser wäre. Oder noch ein Beispiel: Wenn zum Beispiel ein deutscher Gitarrenbauer "Nigel Wendlhuber" eine Guitar auf den Markt bringen würde, die richtig gut ist, zu einem Preis von ca. 1200,- EUR? Und die besser wäre, wie zB eine (im Preis) vergleichbare Fender oder Gibson.
    Meine Meinung: Vorteil einer bekannten Markenguitar: bessere Wiederverkaufschancen! Vorteil der "Wendlhuber Guitar": Bessere Qualität und Ton, und die Kohle bleibt im Lande!
   Wie ist eure Meinung dazu?
       Grüsse, "ACY"
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Alles nicht so wichtig! Ooooder doch? Griiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiins!!!

Joachim

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #1 am: 1.05.2005 11:39 »

Hallo, ACY,

bei mir ist das so. Zuerst zählt für mich die Qualität und nicht der Markenname. Ausnahme: ich kaufe etwas für eine Übergangszeit und weiß, dass ich es wieder verkaufen werde. Dann verhilft mir der Markenname zu einem sehr viel höheren Wiederverkauftswert. Nimm zum Beispiel eine sehr gute Strat, mit ausgesuchten Teilen zusammengebaut und ohne Logo auf der Kopfplatte für sagen wir 1000€ gekauft. Und dagegen eine Mexico-Strat für 400€. Der Wiederverkauftswert der Mex-Strat dürfte sogar höher sein, als der der No-Name-Strat. Zumindest bei der breiten Masse.

Aber auf den Punkt gebracht: Eine Wendlhuber-Gitarre würde ich - sofern sie mir gefällt - einer Gibsder oder Fenson jederzeit vorziehen ;)

Gruß,
Joachim
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bäri

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #2 am: 1.05.2005 11:52 »

Eben, der Wiederverkaufswert spielt eine entscheidende Rolle, und ausserdem: das Auge hört beim "Durchschnittsmusikanten" auch gehörig mit...
Bei Amps hast Du auch noch das Problem des "Customer-Supports", wenn Du später mal Schaltunterlagen oder Ersatzteile brauchst und die Firma schon längst insolvenzmäßig (siehe z.B. original(!) PCL) den Löffel abgegeben hat.

Gitarrenmäßig ist es als Händlerwahrscheinlich cleverer, sich mit 1a Hälsen, Bodys wie in den 80ern etc. zum "customizing" bereits existierender Gitarren auszustatten. Mit den passenden Decals macht man sich hier allerdings strafbar.

Wenn einer wirklich weiss, was er will und braucht, dann interessiert ihn nicht, welcher Name auf dem Gerät steht.
Aber leider die wenigsten wissen eigentlich genau, was sie wollen (geschweige denn was sie brauchen).

Gruß

Günter

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Eugen L.

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #3 am: 1.05.2005 12:03 »

Moin.
Naja wenn alles stimt sound qualität und man denkt da da ding nie mehr weite verkaufen zu wolen den ist es ok. Aber ich meine da hier fast überwiegend sehr begabte DIYler sind entwickelt man sich selber einen amp zum beispiel ok bei gitarren siht es schon anders aus.Und ich meine die von den großen namen haben die meisten also tuh mal was anders.

Gruß

Eugen
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MEL_P

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #4 am: 1.05.2005 12:06 »

Hallo,
wenn ich etwas für eine Übergangszeit suchen würde, dann würde ich vermutlich auch ein Markenprodukt bevorzugen, aber generell, also für lange Zeit gesehen wahrscheinlich eher etwas qualitativ hochwertiges. Ich mache mir aber sowieso später ein Fender-Decal drauf, weil es einfach, wie Joachim schon sagte, den Marktwert steigert, auch wenn nur Fender oder Gibson ect. draufsteht.
Nehmen wir als Beispiel die Haar-Guitars: www.haarguitars.nl (zwar nicht deutsch, aber immerhin holländisch! ;) ) Diese Firma verwendet nur Vogelaugenahorn für die Hälse und verarbeitet auch sonst nur qualitativ und auch optisch hochwertige Materialien. Allerdings sind die Preise so hoch, dass sich so etwas keiner kauft! Jeder will das billigste, möchte aber noch gleichzeitig die beste Qualität. Aber das geht eben meistens nicht! Wenn nicht bald einer die Initiative ergreift und etwas tut, dann kommen bald auch unsere Made in USA Produkte aus Vietnam oder China: Fender USA made in China.

Hier fällt mir gerade ein Witz ein, den ich aber aus ethischen Gründen in der Öffentlichkeit nicht sagen will bzw. darf :( ...kleiner Tipp: Vogelaugenahorn
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enie Sutide hat eregben, dsas es eagl ist wo die Buhcsatben in eienm Wrot sethen. Haputashce der esrte und der ltezte Butcsahbe stmimen!!! ;-D

Joachim

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #5 am: 1.05.2005 12:15 »

Zitat
Ich mache mir aber sowieso später ein Fender-Decal drauf, weil es einfach, wie Joachim schon sagte, den Marktwert steigert, auch wenn nur Fender oder Gibson ect. draufsteht.

Ui, das möchte ich so aber nicht unterstützen, denn den "Marktwert" mit einem Aufkleber zu erhöhen, ist nicht fair. Wenn man den Aufkleber draufhaben will, weil's einem gefällt, hab ich kein Problem damit, aber wenn es darum geht, damit beim Verkauf mehr Kohle rauszuschlagen, ist es Betrug.

Gruß,
Joachim
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bäri

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #6 am: 1.05.2005 12:30 »

Hi Joachim,

vermutlich meint Mel_P mit "Marktwert" nur den des Musikers und nicht den des Instruments ;) ;)...oder,MEL_P? :-\

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass haarguitars Fender-Decals auf seine Hälse aufbringt. Muss die Seite mal anclicken. 8)

@MEL_P: Vietnam ist bestimmt viel zu teuer im Vergleich zu China. Das mit dem Witz hab' ich leider nicht kapiert, gib' doch nochmal nen Tipp ???

Gruß
Günter
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Joachim

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #7 am: 1.05.2005 12:38 »

Zitat
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass haarguitars Fender-Decals auf seine Hälse aufbringt. Muss die Seite mal anclicken.

Nein, Haar macht das nicht. Sonst wäre der schon im Knast ;)
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MEL_P

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #8 am: 1.05.2005 12:39 »

Hallo,
@ Joachim: Also ich habe mit dem Decal nicht den Wert des Instruments sondern den von mir gemeint (wie Günter schon sagt). Denn was ist ein  Musiker ohne Fender sondern mit "Haar" auf der Klampfe. Und wenn ich sie verkaufe sag' ich natürlich, dass es "nur" eine Haar (o.Ä.) ist. Die Leute fahren aber trotzdem voll drauf ab. Ich verkaufe aber nur höchst selten Gitarren. Ich "verbessere" sie lieber (z.B. neuen Sthalblock für den Vibrato)

MEL_P

PS: Der Witz ist eigentlich richtig schlecht und ich bin inzwischen auch froh, dass es keiner kapiert hat ;D !
« Letzte Änderung: 1.05.2005 12:40 von MEL_P »
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Joachim

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #9 am: 1.05.2005 12:51 »

Hi!

@MEL_P: Aaah, dann bin ich beruhigt. Sorry für das Mißverständnis. Ich sag ja, ich hab kein Problem damit, wenn's einem einfach besser gefällt. Der Feder-Schriftzug ist ja auch ästhetisch eine Genuß. Und wo zum Teufel krieg ich jetzt diese Decals her ???

Übrigens zum Thema Haar: Also bei Musikern bist Du mit einer Haar unter Umständen höher angesehen, als mit einer Fender. Haar ist kein unbekannter mehr in der Szene. Und die, die nur Fender kennen: sei's drum ... ;D

@ACY: Eines fällt mir da noch zu den (fiktiven ?) "Wendlhuber Guitars" ein. Ich sehe ja das rechtliche Problem mit dem Kopieren der Fender- oder wasweißich-Kopfplatte ein. Aber ich verstehe nicht, warum sich die meisten Edelstrat-Kleinserienhersteller immer die fürchterlichen, pseudooriginellen Kopfplatten einfallen lassen. Das hält sicher einige vom Kauf ab (denn nicht nur das Markenbewußtsein, sondern auch das ästehtisch leidgepüfte Auge kauft mit). Aber das ist natürlich Geschmackssache ...

Gruß,
Joachim

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #10 am: 1.05.2005 15:09 »

hi,
Und wo zum Teufel krieg ich jetzt diese Decals her ???
Die gibt's ab und zu bei Ebay-wo sonst ;)
MEL_P
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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #11 am: 1.05.2005 19:55 »

Ich muss zugeben, dass ich doch ein ziemliches "Markenschwein" bin bei Musikinstrumenten. Vor allem bei Gitarren, da ich ein absoluter Les Paul-Liebhaber bin, kommt da schonmal nur noch eine Marke in Erwägung :D

Wobei ich allerdings in Zukunft nicht vorhabe, mir neue Ware zu kaufen. Am Gebrauchtmarkt tut sich so viel, die Preise sind verhältnismäßig okay, vor allem in Anbetracht der horrenden Preise diverser Gib$on Paulas... die Qualität stimmt finde ich auch nicht (mehr), Dinge wie ein zweiteiliger Korpus, kurzer Halsfuß, schlechte Bundabrichtung, "Käselöcher" im Korpus etc. stören mich gewaltig, eben va. in Anbetracht des Preises. Dazu noch die Raubritter-Strategie von Gib$on... naja. Die wirklich tollen Gitarren werden nun über die Historic-Line verkauft, allerdings dann mit Preisen jenseits der 3000 Euro...

Was ich mir sehr gut vorstellen kann, ist eine Kopie bei einem Gitarrenbauer für mich anfertigen zu lassen. Wie gesagt, mit den Räuberpreisen der Firma aus den USA können kleine, feine Gitarrenläden durchaus mithalten. Einziges - zugegebenermaßen großes! - Problem ist, dass man die Gitarre dann vorher logischerweise nicht antesten kann!
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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #12 am: 1.05.2005 22:09 »

also ich find Markennamen auch relativ. Auch bei Gitarren. Was ich da aber sehr positiv erwähnen muss: meine selbst gebaute Gitarre (ist beim Musikding in der Galerie zu sehn) wollten mir bestimmt schon 10-20 Leute abkaufen weil die sie so geil finden (jetzt mal ganz ohne Eigenlob). Da das aber alles arme Schüler/Studenten oder Zivis sind und die Materialkosten schon bei knapp 1000€ lagen sieht's halt schlecht aus.

Aber ist es nicht teilweiße das, was einen DIYler ausmacht?
"Scheiß auf Marshall wenn man das Teil auch selber bauen kann???"
Ein richtig Marken-Freak würde sich doch niemals eine Kopie oder einen Nachbau auf's Cab stelln!
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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #13 am: 2.05.2005 13:41 »

Hallo,
eins muss ich noch loswerden: Gibt es denn überhaupt gute und günstige (verglichen mit Fender oder Gibson...) Gitarrenbauer in D-land? Und wenn ja welche? Wie heißen sie? Ich interessiere mich momentan sehr für "Customshop-Kopien", weil sie teilweise echt besser und auch m.U. günstiger sind.

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Re:Wie wichtig sind euch die "Markennamen"?
« Antwort #14 am: 2.05.2005 13:46 »

Hallo,
eins muss ich noch loswerden: Gibt es denn überhaupt gute und günstige (verglichen mit Fender oder Gibson...) Gitarrenbauer in D-land? Und wenn ja welche? Wie heißen sie? Ich interessiere mich momentan sehr für "Customshop-Kopien", weil sie teilweise echt besser und auch m.U. günstiger sind.

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