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Autor Thema: SLO 100 fragen zu Mods für Dualtonestack, Leistungsreduzierung, etc.  (Gelesen 507 mal)

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Offline Sebi Knetzgore

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Moin alle zusammen. ich hab ein paar Fragen zum SLO 100 und die Hoffnung, dass hier jemand schon ähnliches getan hat.
Mein Ziel ist es soundmäßig so nah wie möglich an ein unmodifiziertes Modell zu kommen, dennoch gibt es ein paar mini Gimmicks die mir anders besser gefallen würden.

Dualtonestack/Master Volume:
Hat jemand hier schon einen SLO 100 mit Dualtonestack gebaut und evtl. Anregungen wie man es am Sinnvollsten Umsetzt, oder wäre das beim SLO volkommener Quatsch?

Mein Ansatz dazu ist einfach ganz Banal vor dem Tonestack (vor C14/R30) zwei LDRs reinsetzen, die beinen Volume Potis dann jeweils einem Tonestack zuordnen, ab dem Abgriff der Volume Potis (P6 / P7) weiter auf ein Master Volume und dann wieder wie im Originalplan weitermachen. Alternativ könnte man den Master auch beim FX Return reinsetzen, da bin ich mir gerade nicht ganz sicher was soundtechnisch sinnvoller ist.

Leistungsreduzierung
Weiterhin würde ich gerne eine Leistungsreduzierung reinbauen. im Endeffekt ist es ja Einfach, man muss nur zwei Röhren ziehen und schon hat man 50 statt 100 Watt, allerdings würde ich es Gerne über einen Schalter machen. Nimmt man da dann einfach die Anodenspannung von V7 und V9 weg? wenn ja, gibt es Empfehlungen für Schalter, der müsste ja dann bis 500 V mitmachen.
Wenn nur zwei Röhren in der Endstufe werkeln stimmen dann ja auch die Impedanzen für den Boxenausgang nicht mehr. gibts da nen Trick, oder muss man dann entsprechend einfach dann Umdenken beim Einstecken der Box?

Lautsprecherausgang:
Wenn nichts dagegen spricht würde ich den Impedanzumschalter weglassen und einfach für jede Impedanz eine Klinkenbuchse reinbauen. gibts für dieses vorgehen Einwände?

Danke schonmal im Voraus, weiter Fragen kommen bestimmt mit der Zeit :D

Grüße Sebi

Offline DIYPCB

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Hi Sebi,

zu den Lautsprecherausgängen, da gibt es keine Einwände.
 
Sinnvoll wäre die Kombination (1 oder 2) x 4Ω ; (1 oder 2) x 8Ω ; 1 x 16Ω.
Falls ein Impedanzwahlschalter vorhanden ist, könnte man damit dann den NFB auf 4Ω oder 8Ω schaltbar machen.
Auf der dritten freien Position könnte man den NFB dann komplett ausschalten.
Aber wie gesagt. Das ist wirklich Geschmackssache.

Die Original Verdrahtung funktioniert eigentlich prima.

Leistungsreduzierung:

a) einfach die beiden mittleren Röhren ziehen.
b) wenn es schaltbar sein soll, kann man die beiden mittleren beiden Screen Spannungen vor dem Screen Load Resistor abschaltbar machen. Der Rest bleibt so. Widerstände der Röhren ist kein Problem, mir ist zumindest bisher nichts dazu bekannt.

Zur Technik: es reicht ein einfacher Ein/Aus Schalter APEM 641 H/2 - min. 1.000MΩ Isolationswiderstand - bei Spannung 500VDC
Einsatzbereich Schaltleistung : 15A / 250VAC - 10A / 400VAC - gibt es im Shop bei Dirk.

Ich würde einfach die beiden mittleren Röhren rausziehen, Modifikation würde ich mir sparen. Der Platzbedarf für den Schalter ist nicht zu unterschätzen. HV Sicherheit inbegriffen.

Weniger ist in dem Fall sicher mehr.

Zum DualToneStack kann ich nichts sagen, das hört sich nach viel Aufwand an. Ich nutze immer die Tone Potis und die Volumen Regler an der Gitarre dazu.

Hoffe es hilft Dir etwas weiter.

Viele Grüße
Dieter

Offline carlitz

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Hallo,

wenn schon zwei Endröhren abgeschaltet werden sollen, dann bitte die Anschlüsse der Kathoden (Pin1/8) gegen Masse schalten.

Ich kann nicht empfehlen, die Screenspannung zu schalten. Dann sind die Röhren in einem undefinierten Zustand.

Gruss
If you don't know how to fix it, stop breaking it!

Offline carlitz

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Das mit dem Dual Tonestack funktioniert so wie von Dir beschrieben.

Habe ich auch schon gemacht.

Thomas
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Offline darkbluemurder

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wenn schon zwei Endröhren abgeschaltet werden sollen, dann bitte die Anschlüsse der Kathoden (Pin1/8) gegen Masse schalten.

Ich kann nicht empfehlen, die Screenspannung zu schalten. Dann sind die Röhren in einem undefinierten Zustand.

Hallo Thomas,

Du meinst wahrscheinlich, die Masseverbindung mit dem Schalter auftrennen - im Betrieb sind Pin 1/8 auf Masse. Ansonsten stimme ich Dir zu.

Viele Grüße
Stephan
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Offline Sebi Knetzgore

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Vielen Dank für die Antworten  :topjob:

Das mit der Leistungsreduzierung lass ich dann glaub ich sein, ist dann vermutlich eh nur für Studioanwendungen Interessant.


ich hab jetzt noch Fragen zum Biasabgleich:
1. ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass Externe Biasabgleichbuchsen nicht mehr zulässig wären. Stimmt das so? Mir kam das Spanisch vor, da die Spannung die man am Widerstand abgreift alles andere als bedenklich ist.

2. Macht es Sinn jede Röhre einzeln abgleichen zu können, oder ist das eher Quatsch?
Ich hatte mal einen Bassverstärker von EDEN mit 6 Stück KT66 und da konnte man für jede Röhre separat die Bias einstellen, gebraucht hatte ich das irgendwie nie, ich hab die Bias auch komischerweise nie nachjustieren müssen.

Danke und viele Grüße ;-)