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Autor Thema: Glückwunsch an Erol  (Gelesen 1528 mal)

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Marcello

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Glückwunsch an Erol
« am: 11.12.2003 11:41 »

Hallo Erol,

Habe gerade den Link von Tube-Town auf deine Seite gecheckt und deinen Verstärker Marke Eigenbau gesehen! Das ist eine wahre Schönheit geworden! Edel, edel! *neid* :)

Vielleicht kannst du ja mal ein paar Klangbeispiele ins Netz stellen! Würde mich freuen!

Grüße

Marcello
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erol

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #1 am: 16.12.2003 08:40 »

Marcello, vielen Dank für die Blumen :)

Aufnahmen wollte ich, wenn ich die Bastelei wieder ein wenig weggeräumt habe, machen, habe gestern schon ein wenig probiert, aber damit bin ich noch nicht zufrieden.

Zum Sound: Da ich keine Verzerrung drin habe, klingt das, was aus dem Speaker rauskommt in etwa so, wie das angeschlossene Instrument, nur lauter.
Im Gegensatz zu meinem EL84 Class A Amp, dem Velocette hat er etwas weniger Höhen, aber das kann man mit der Klangregelung prima einstellen.

Was ich wirklich klasse finde, ist der Effektweg, da kann man zwar keinen Bodentreter einschleifen, aber ein Picoverb (Mix voll aufgedreht) macht einen tollen Hall, das ist so ziemlich das Wichtigste für mich.

An dem Gehäuse habe ich zwar tüchtig mitgeschliffen und gebeizt, aber letztendlich ist das von einem Profi gebaut worden.

Hier ist nochmal ein Bild von dem zweiten, den ich baute:

<img src="http://www.puretone.gmxhome.de/graphics/dscn0804.jpg">
<img src="http://www.puretone.gmxhome.de/graphics/dscn0805.jpg">

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erol
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Marcello

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #2 am: 16.12.2003 10:58 »

 ;D

Hehe, in blau!!! Auch nicht schlecht! Kommt ziemlich funky!

Na, dann bin ich mal gespannt auf den Sound. Wenn der so gut ist, wie der Amp aussieht....oh, oh.
Grüße and deinen Freund für die super Arbeit am Gehäuse!

Das mit Effektweg finde ich  auch super! Eigentlich hast du da ´nen richtigen vintage Boutique-Amp gebaut. Die meisten Boutique-Hersteller verzichten ja auf Einschleifwege, was ich eigentlich Schade finde. Ich benutze eher selten den Federhall von Amps, sondern stehe auf das LXP 1 von Lexicon. Ohne Einschleifweg wäre das aber nichts! Schließlich will man den Sound ja nicht völlig digital kastrieren!  Verzerrer kann man ja bei Bedarf sowieso vorschalten. Wenn der Cleansound sehr überzeugend rüberkommt, wäre es für mich kein Problem, dass der Amp keine Zerrstufe hat.
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erol

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #3 am: 16.12.2003 13:32 »

verrückterweise klingt der Amp, trotz völlig identischem Aufbau auch etwas brillianter.
Ich stelle also die These auf, dass abgesehen davon, welche Lautsprecherkabel man verwendet, die Gehäusefarbe einen entscheidenden Anteil am Klang hat  ;D

Wir haben auch mal ein GX700 von einem Freund eingescheift, auch das ging einwandfrei, aber eben nur für Reverbanwendungen.

Bei Effekten, wo der ganze Sound beeinflusst werden soll, klappt das nicht, weil der Signalanteil des veränderten Signals viel zu gering ist.

Dadurch bleibt aber immer 100% der Grundsound erhalten, das finde ich viel wichtiger. Bodentreter packt man ja eh davor ...

Das LXP 1 wäre mein Traum - das Picoverb ist aber auch nicht so schlecht, imho besser als das vorrangegangene Nanoverb.

Erst seit wenigen Tagen habe ich einen Verzerrer gekauft und mal damit rumgespielt, so einen Toadworks Mr. Ed. Der hat nicht die Ultrazerre, klingt aber schön kratzig und packt noch etwas Obertöne dazu.

Allerdings habe ich keine Strat oder ein Instrument mit Singlecoils, muss ich mal schauen, wie das damit klingt.

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erol
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Marcello

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #4 am: 16.12.2003 23:27 »

Hallo Erol,

wegen der LXP-1 ! Ich würde mal bei eBay die Augen offen halten. Da geht es so für um die 150 € weg. Wird ja leider nicht mehr gebaut, das "alte" Ding. Wenn man sich die Spezifikationen anschaut haut´s einen auch nicht gerade um, aber wenn man´s hört...! Irgendetwas haben die Ingenieure da sehr gut gemacht. Für Gitarrenanwendungen jedenfalls der absolute Geheimtip!
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erol

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was aufgenommen ... hm.
« Antwort #5 am: 18.12.2003 00:29 »

hier ein "Soundbeispiel", weiss nicht, wie das mit streamen geht, weil doch ziemlich gross. Von recording habe ich wenig Ahnung, einfach ein Mikro vor den Amp, angeschaltet und der Rest ist rein improvisiert, bis eben kannte ich das Stück noch nicht  ::)

http://www.puretone.gmxhome.de/sounds/twinbay.mp3

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Marcello

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #6 am: 18.12.2003 08:25 »

 ;D

Was ist mit der Dominate und der #11?

"There is no greater love.."? Ich hab´s erkannt!

Der Klang hat mit gut gefallen! Differenziert und klar, jedoch mit der nötigen wärme!Die hohen Frequenzen klangen rund und nicht aggressiv. Die tiefen Frequenzen waren sehr tight, hätten aber meiner Meinung nach runder und voller sein können. Aber das lässt sich schwer beurteilen. Du könntest sie etwas rausgedreht haben, der Speaker ist noch relativ neu, oder es kam durch das Micro nicht so rüber.
Übrigens:Ich bilde mir ein, dass so Massivholzgehäuse zu einem schönen kompakten Sound beitragen. Bei dir hört sich´s zumindest so an.

Grüße

Marcello
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erol

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Oh, vielen Dank :-)
« Antwort #7 am: 18.12.2003 11:15 »

... ein Kenner - aber knapp dran vorbei, es war "There will never be another you", Seite 426, oder wir haben so falsch gespielt, dass man es für ein anderes Stück halten musste...  ;)

Mit der Dominante und #11, das wird wohl sehr offtopic  ::)

Ich muss gestehen, dass ich erst seit wenigen Tagen ernsthaft versuche, Dominanten richtig zu interpretieren, bzw. einfach Spannung da reinzubringen und diese wieder aufzulösen, benutze aber meistens, wie im Mollturnaround die b9 und b13. Das ist manchmal noch so ungewohnt, dass man den Faden verliert, was man eigentlich "sagen" wollte.

Der Verstärker war schon eine Ecke über Zimmertemperatur aufgedreht, wunderte mich schon , dass keiner klopfte.
Nur ein ganz klein wenig Hall mit dem eingeschleiften Picoverb.

Das Micro NT3 habe ich etwa mit einer Handbreit Abstand auf die Mitte des Speaker gerichtet, die Höhen leicht zurückgenommen und auch mit dem Filterschalter auch 1,5n zwischen die Gitter der Endstufe geschaltet.
An der Ibanez waren die Höhen weit zurückgedreht, an der 175 voll aufgedreht, die Ibanez ist so eine kleine 335'er.

Freut mich, wenn's auch nur ein klein wenig gefallen hat  :)

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Marcello

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Re:Oh, vielen Dank :-)
« Antwort #8 am: 18.12.2003 15:20 »

... ein Kenner - aber knapp dran vorbei, es war "There will never be another you", Seite 426, oder wir haben so falsch gespielt, dass man es für ein anderes Stück halten musste...  ;)



Schitte...stimmt! :D
Hatte noch nie ein gutes Gedächtnis für Titel.
Aber die Stücke liegen ja auch im Buch nicht so weit auseinander!

Tip: Über Dominant #11 (oder b5) die lydian b7 skala spielen. 4 Mode von Melodisch Moll. Ergo würde auch die melodisch Molll Skala der zughörigen Tonika passen. Wie auch immer..keine Regeln, ist sowieso alles "close enough for Jazz" :D

Grüße

Marcello
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erol

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#11, b13, oder the chromatic approach
« Antwort #9 am: 18.12.2003 16:39 »

ist dieses lydian b7 Konzept von Russel?
Momentan arbeite ich mich wacker durch Frank Sikora's Harmonielehre, ein Buch, das jeden Cent wert ist, wie ich finde.
Wenn doch nur der Tag mehr als 24 Stunden hätte  :-\

ich denke, die schönsten Momente sind, wenn man eine kleine Melodei ... eine kurze Phrase über die Harmonien shiftet, so dass ein kleiner Moment am Ende übrigbleibt, an den man sich erinnern kann.

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Dirk

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #10 am: 18.12.2003 22:23 »

Hallo,

für die Rockfraktion hier sei der Hinweis gegeben, dass Erol mehr in Jazz macht und dort ist sowas gaaaanz normal - auch wenn es jetzt nicht so aussieht  ;D

@Erol: konnte nicht mehr auf Deine letzte Mail antworten, weil ich diese gelöscht habe - hatte aber nichts mit dem Inhalt zu tun.
Ich stelle Dir gerne mal eine kleine Sequenz als MIDI zusammen und schick Dir diese rüber, allerdings komme ich da vor Weihnachten mit Sicherheit nicht mehr dazu. Falls Du zwischen den Tagen bei mir in der Nähe sein solltest, kannst Du auch mal vorbei kommen und mir beim Aufräumen helfen  :P

Gruß, Dirk
« Letzte Änderung: 18.12.2003 22:24 von Dirk »
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Marcello

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Re:#11, b13, oder the chromatic approach
« Antwort #11 am: 19.12.2003 09:45 »


ich denke, die schönsten Momente sind, wenn man eine kleine Melodei ... eine kurze Phrase über die Harmonien shiftet, so dass ein kleiner Moment am Ende übrigbleibt, an den man sich erinnern kann.

salute
erol


Sehr schöner musik-philosophischer Ansatz! Den werde ich mir mal merken!


Zu der Frage mit den Konzepten: Nee, hat nichts mit Russel zu tun, sondern entsteht einfach nur durch Harmonisation der Mel-Moll Tonleiter. Mit Konzepten beschäftige ich mich nicht mehr. Ich habe mal Pat Martino gemacht. Der sieht alles in Moll. Sehr angenehm da, wie ich finde, Moll irgendwie besser auf der Gitarre liegt.Dann habe ich noch Roidingers "Jazz Improvisation & Pentatonic" gemacht.Ach ja, und ein bisschen Bill Frisell. Als ich schließlich Dave Liebmans "Chromatic Approach to Jazz Improvisation" in einem Fall von geistiger Ohnmachtung machen wollte, da habe ich mir gedacht:" Ich glaub´es hakt!". Ab dem Punkt habe ich mir dann vorgestellt, dass das einzig wahre Konzept "Fantasie mit Spucke" ist. Ich denke nicht mehr in Konzepten. Die hindern mich persönlich zu sehr.

Momentan mache ein bisschen mit Peter O´Maras " A chordal concept for Jazz guitar" und Sagmeisters "Arpeggien für Jazzgitarre". Damit bin ich erstmal auf Jahre versorgt.


Grüße

Marcello

P.S. Tja, ist´n typisches Musiker Off-Topic geworden, aber was müsst ihr am Ende der Aufnahme auch noch theoretisch "rumfaseln".  :D
« Letzte Änderung: 19.12.2003 09:49 von Marcello »
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erol

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #12 am: 19.12.2003 12:19 »

Das Buch von Pat Martino habe ich rasch wieder an die Seite gelegt, habe sein Konzept nicht verstanden, bzw. eine Stunde über den Mandalas meditiert. Das wollte ich mir für den Herbst des Lebens aufheben ...
Das Buch von Roidinger kenne ich nicht, Pentatoniken, klar, das Buch würde mich interessieren. Bei Scofield hört man, das er viel mit Pentatoniken arbeitet, aber ich glaube nicht, dass er nur "outside" spielt, dafür ist er zu nah dran an den Harmonien.
Von Peter O'Mara habe ich mit dem "modal concept" gearbeitet, das liess mir aber auch noch Fragen offen, ich möchte unbedingt mal einen Workshop mit ihm mitmachen.

Beim Improvisieren versuche ich, möglichst eine Melodie zu erfinden, oder zumindest das zu spielen, was ich mir vorstellen kann - das sind vielleicht 5..10%, der Rest ist Gedudel, da laufen eher die Finger.

Verrückt dabei ist, dass man sich eine Melodie über Skalen, die man zwar theoretisch begriffen hat und vielleicht auch auf dem Griffbrett parat hat, nicht einfach ausdenken kann, wenn man sie nicht innerlich singen kann.

Also üben, sich zuhören, vergessen ... und spielen.

Kannst Du mir was über das Buch von Roidinger erzählen?

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Marcello

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Re:Glückwunsch an Erol
« Antwort #13 am: 23.12.2003 03:25 »

Hi Erol,

Also im Buch von Roidinger geht es tatsächliches nur um Pentatonik und deren "intelligente" Anwendung. Sie sind im Prinzip wie diatonische Skalen zu betrachten, die um diverse Töne reduziert wurden. ( die unwichtigen halt :D )
Klingt irgendwie einfach, ist aber ´ne Welt für sich. Die Anwedung der diversen Pentatoniken kann , vor allem im Jazz, wirklich komplex sein.

Roidinger führt in dem Buch halt das musikalisch Material ein und bietet Übungen dazu. Den kreativen Part muss man selbst übernehmen. Wie so oft bei den Büchern von Advance Music. Ich weiss nicht, ob die das Buch überhaupt noch verlegen. Eventuell kann ich da was drehen, wenn du an dem Buch Interesse hast. Sollten wir aber per Mail besprechen.  ;)

Grüße

Marcello
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