Hi Mobster,
mir gehts aehnlich, hab mit dem Ketarrespuelen auch erst mit weit ueber die dreissig angefangen und manchmal koennte ich das sch#$@#$ Ding durchs Fenster... :-) Ok, lassen wir das. Weil man hat ja gestiegene Ansprueche. Ich versuche gerade Eric und BB auf ihrer CD "Riding With the King" zu begleiten und merke wie lausig ich nach ein paar Jahren spiele. Die beiden und alle anderen, die Du nennst sind Profis, die ihr ganzes Leben lang nichts anderes tun als auf den sechs Draehten rumzuziehen.
Ihnen ist wohl auch eine Menge Talent mitgegeben, das unsereinem evtl. etwas abgeht. Ausserdem hoerst Du auf der CD nur die perfekte Aufnahme, alle Fehler, Ausrutscher, Probierer, Haenger usw. sind latuernicherweise nicht aufer CD drauf.
Nuja, lange Rede mit etwas Sinn. Wenn Du nun schon im biblischen Alter bist, kannst Du Dir wahrscheinlich einen Gitarrenlehrer leisten. Ich denke, das bringts, gerade weil er Fehler korrigieren kann, die sich zwangslaeufig einstellen, wenn man alleine rumuebt.
DasVorurteil mit der klassischen Gitarre habe ich als Jugendlicher auch schon gehoert. Ich denke aber dass die beiden Gitarren zwei voellig unterschiedliche Instrumente mit eigenen Spielweisen sind und es keinen Grund gibt, nicht sofort mit einer Stromgitarre loszulegen.
Ok, erst als ich mir im Spanienurlaub eine Konzertgitarre zugelegt hatte wusste ich was breite Haelse und eine echt hohe Saitenlage sind....
Ich finde, der akustische Klang einer Konzertgitarre ist nicht zu verachten. Er spuelt ab und an die Ohren durch. Ich meine, wenn man immer ueber einen Amp spielt, dann ist ein akustisches Instrument zwischendurch eine echte Wohltat.
Ueber das Thema musikalische Frueherziehung hatte ich mit meinem Lehrer auch am Anfang gesprochen. Er meinte, das wichtigste, das man den Kids beibringen muss ist ein gewisses Rhythmusgefuehl, das in unseren Gefilden leider viel zu kurz kommt. Das spielerisch als Erwachsener aufzuholen wird ziemlich schwer. Aber dafuer haben Erwachsene andere Faehigkeiten wie Disziplin & Fleiss um das wieder wett zu machen.
Wegen Deinen Anspruechen: Ich kenne Dich ja nicht, aber um Dire Straits ordentlich hinzubekommen, denke ich braucht man schon eine gewisse laenger Uebung. Vielleicht hilfts ja, wenn Du das Gitarrespielen als Reise ohne festes Ziel siehst und Du Dich ueber die klitzekleinen Erfolge dann schon freust und sie dich motivieren weiterzumachen.
Irgendwann mal sind dann die Finger so willig, dass sie Dir ohne grosses Ueberlegen gehorchen. Dann gehts an die naechsten Schritte:-)
Viel Spass beim Musikmachen,
Hans