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Neues Projekt
iorr:
Hallo Leute,
So, nachdem ich nun in etlichen Foren unterwegs gewesen bin, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen habe, kommt nun der Beschluss ;D.
BF und Tweed in einer Kombo. Die Idee hatte ich schonmal, diskret aufgebaut und hinten raus die bewährte 5Watt SE Schaltung des Champs.
Nur...die ganzen Knöppe passen leider nicht in den Komboausschnitt (30cm). Ist mir beim Aufzeichnen der Frontplatte aufgefallen.
Nun habe ich mir gedacht - und jetzt kommt ihr ins Spiel ;D ;D ;D - baue ich den 764 also bekanntes Tonstack, schaltbar auf Tweed.
Der Schalter müsste 4DP sein und folgendes schalten:
1. TS an Masse liften
2. Koppel C hinter V1a tauschen auf .022
3. NFB Widerstand auf 22k tauschen
4. Bypass C 10/25V an V1b liften
Normalerweise müsste noch der 47R an V1b gejumpert werden, aber 5-fach Umschalter kenne ich nicht.
Ist natürlich eine Menge die geschaltet werden muß, wobei sich dann die Frage stellt ob man dies mit eine Relaisplatine nicht eleganter bewerkstelligen kann.
Für Tips und Hinweise wäre ich euch wirklich dankbar.
Gruß Karsten
El Martin:
Hi Karsten!
Reglerlayout wie beim Diezel VH-4 (diagonal, mehrreihig) mal aufmalen? 16mm Potis&Knebelknöpfe verwenden. Es sieht ANDERS aus.
Zweikanalig hätte auch was.
Bei so wenig Gain kann man Schalter und längere(?) Kabelwege hinbekommen. Relais scheint mir sinnvoller. Oder du baust das mal experimentell mit vier (5) Einzelschaltern auf. Wahrscheinlich kommt raus, dass du nicht alle Schalter umlegen musst, um klangliche Unterschiede zu erreichen.
Ich würde wahrscheinlich bei einem Blackface mit nem 2-fach S. die Klangregler von Masse "trennen". Intern einstellbar mit z.B: Trimpoti 100k oder 1M.
Die zweite Schalterebene für ne Umschaltung der NFB. Evtl. zwei total unterschiedliche Kreise wählen.
In der Hoffnung verbleibend, dich nicht noch mehr verwirrt zu haben ->
Martin
Bierschinken:
Hallo,
ich würde soetwas mit Relais schalten. Dann reicht ein einfacher On-On SPDT um alles auf einmal zu schalten.
1./2.) Das TS muss nicht geliftet werden, es muss lediglich gebypassed werden.
D.h. aus der Anode von V1a entkoppeln mit 22n, dann den Schalter und von da aus wählbar TS oder Bypass.
Hinter dem TS sollte dann auch nocheinmal geschaltet werden, sodass es völlig aus dem Signalweg verschwindet.
3./4.) Das NF ist bei beiden Varianten zu unterschiedlich. Am besten legt man den R direkt an die Kathode, das ist technisch gesehen gleichwertig zur BF-Variante, da ja dort der Kathodenwiderstand mit einem Kondensator, der das Feedback-signal durchlässt, gebrückt ist.
Dann geht man hin und macht den Kathodenkondensator schaltbar. Damit sind die Varianten BF/Tweed hinreichend abgedeckt.
Die Größe des Widerstandes ist nicht so kritisch meiner Meinung. Den müsste man nicht umschalten. Man könnte einfach einen 22k nehmen und dazu parallel nen 3k3 legen um den Originalen nahe zu kommen, aber das wird nicht nötig sein.
Den 47 Ohm der BF-Variante kann man für den Tweedmode übrigens vernachlässigen. Die 47 Ohm machen etwa 3% des Kathodenwiderstandes und gehen damit in den Toleranzen der Bauteile verloren.
Ich bastel zur Zeit selber an sowas und habe die letzten 3 Monate nur mit Vergleichen Tweed/BF verbracht und Tweaks ausprobiert.
Meiner Erfahrung kann die Art des Feedback vernachlässigt werden. Ob BF oder Tweed-style....den Unterschied hört man nicht.
Das Gleiche gilt für die Kathodenkondensatoren. Solange man 22µ Typen hat, ist der klangliche Einfluss = 0, man bekommt lediglich mehr Pegel, sodass man hiermit das Gain tunen kann.
An V1a ist der 22µ für BF absolute Pflicht, da das TS zuviel Pegel frisst, auch für den Tweed ist der Kondensator nicht verkehrt, aber an V1b muss man ihn nicht haben. Im Tweed ist es des guten zuviel und führt zu furziger Verzerrung, im BF kann man den Pegel brauchen, aber er muss nicht sein.
Ausserdem sollte man ein Augenmerk auf das Netzteil legen. Meiner Meinung ist ein zusätzliches Siebglied absolut empfehlenswert um den SE-Brumm zu eliminieren. Ruhig die Ladeelkos für die Endstufe üppig auslegen und vorne für die ECC83 kleine Kondensatoren verwenden, wenn man den Sound mag.
Grüße,
Swen
iorr:
Danke für die schnellen Antworten.
Die Diezel Lösung ist mir optisch gesehen doch etwas zu heftig - obwohl es hat was :guitar: Rectifier im Champ Gehäuse :headphone:
Das Bypassen des BF-TS habe ich mir auch überlegt. Der BF Modus arbeitet dann aber mit C's hintereinander. Zum Einen den 22n Koppel C und dann im TS nochmal der 250pF.
Ich weiß nicht ob dies eine tonale Vergewaltigung im BF darstellt???? Würde das Umschalten aber erheblich vereinfachen.
Ich will im Netzteil als Mainfilter 2 mal 220 in Serie löten, 220K über jeden C löten und direkt dahinter, also heiß den Standbyschalter versehen.
Also wie das totem pole stack im Super Reverb.
Am sonsten ist die Relais Geschichte wohl die eleganteste Lösung.
Ich werde es mal Splannen,
Karsten
Bierschinken:
Hi Karsten,
220µ in Reihe sind super!
100µF solltest du ganz vorne haben, wenn nicht ein zusätzliches Siebglied verwendet wird, damits nicht brummt. Das passt schon :)
Das heisst, du wirst mittels Dioden gleichrichten?
Den 22n vor dem Tonestack hörst du ganz sicher nicht.
Wenn du alleine die Reihenschaltung aus 22n+250p betrachtest, kommst du auf 247pF. - Da sind die Bauteiltoleranzen schon deutlich größer!
Da würde ich mir keine Sorgen machen.
Grüße,
Swen
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