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Fender 300 PS
willie1968:
Hi,
ich hab hier einen Fender 300 PS von einem guten Bekannten auf der Werkbank stehen und bräuchte mal eure Hilfe.
Folgendes Problem hat mein Bekannter mit dem Amp. Er rauscht und knistert mit voller Lautstärke, Master ist aus.
Ich hab ihn offen gemacht und direkt schlug mir der Geruch nach verbrannter Kohlenbahn in die Nase. Und richtig, das Biaspoti ist abgeraucht. (Im wahrsten Sinne des Wortes) Von den 4 Endröhren (ein lustiges Gemisch aus GE, GT, und 2 Fender 6550'er) ist eine hin. (Gitter oder ein Blech lose)
Also müssen schon mal 4 neue Röhren her. Ich dachte da an EH 6550, weger der 700V Anodenspannung.
http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p7_EH-6550.html
Aber wo bitte krieg ich ein neues Biaspoti her. Das sind die speziellen Fender 400 Ohm mit Mittelanzapfung.
OK, ich könnte das Distortionpoti nehmen, da das baugleich ist, aber nur wie ein normaler Trimmer beschaltet.
Aber zur Sicherheit hätt ich gerne da 2 oder besser 3 als Ersatz von.
Und weiterhin frag ich mich natürlich, wie kann das abrauchen? Da liegen doch normalerweise nur knapp 50V an. Beim drehen fühlt es sich so an, als ob es genau oder kurz hinter der Mittelanzapfung defekt ist. Aber der Mittelanschluss geht doch über einen 1k5 Widerstand an Masse. Und die Enden gehen auf den PI-Trafo. Oder könnte ein Schluss in einer Röhre das verursachen?
Ich war frech und hab mit gezogenen Röhren einen wirklich kurzen Test gemacht. Und prompt fing es im Biaspoti an zu rauchen.
Könnte auch einer der Röhrensockel was abgekriegt haben?
Messtechnisch waren die i.O.
Hat wer vielleicht eine Idee?
cca88:
--- Zitat von: willie1968 am 3.04.2010 18:22 ---Hi,
ich hab hier einen Fender 300 PS von einem guten Bekannten auf der Werkbank stehen und bräuchte mal eure Hilfe.
Folgendes Problem hat mein Bekannter mit dem Amp. Er rauscht und knistert mit voller Lautstärke, Master ist aus.
Ich hab ihn offen gemacht und direkt schlug mir der Geruch nach verbrannter Kohlenbahn in die Nase. Und richtig, das Biaspoti ist abgeraucht. (Im wahrsten Sinne des Wortes) Von den 4 Endröhren (ein lustiges Gemisch aus GE, GT, und 2 Fender 6550'er) ist eine hin. (Gitter oder ein Blech lose)
Also müssen schon mal 4 neue Röhren her. Ich dachte da an EH 6550, weger der 700V Anodenspannung.
http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p7_EH-6550.html
Aber wo bitte krieg ich ein neues Biaspoti her. Das sind die speziellen Fender 400 Ohm mit Mittelanzapfung.
OK, ich könnte das Distortionpoti nehmen, da das baugleich ist, aber nur wie ein normaler Trimmer beschaltet.
Aber zur Sicherheit hätt ich gerne da 2 oder besser 3 als Ersatz von.
Und weiterhin frag ich mich natürlich, wie kann das abrauchen? Da liegen doch normalerweise nur knapp 50V an. Beim drehen fühlt es sich so an, als ob es genau oder kurz hinter der Mittelanzapfung defekt ist. Aber der Mittelanschluss geht doch über einen 1k5 Widerstand an Masse. Und die Enden gehen auf den PI-Trafo. Oder könnte ein Schluss in einer Röhre das verursachen?
Ich war frech und hab mit gezogenen Röhren einen wirklich kurzen Test gemacht. Und prompt fing es im Biaspoti an zu rauchen.
Könnte auch einer der Röhrensockel was abgekriegt haben?
Messtechnisch waren die i.O.
Hat wer vielleicht eine Idee?
--- Ende Zitat ---
Hallo Willie,
kannst Du Bilder machen
Nahaufnahmen von
der Biasbalance-Ecke insbesondere des 1500ohm Rs vom Poti auf Masse,
den Röhrenfassungen (innen wie aussen);
den Zustand der Lötstellen der Anoden, Kathoden und Gitterzuleitungen, von dem gesamten Kabelgerödel darum und von den Hochvolt-Cs (1800pF/3KV).
An der Biasgeschichte hängt bei dem Amp ja auch noch diese komische Distortioneinheit...
Hast Du ein Variac?
Grüße
Jochen
willie1968:
Klar,
gesamt
Endstufenecke:
Aussen V5-V6
Aussen V7-V8
Aussen V8-V4
Innen V5-V6
Innen V7-V8-V4
Biasecke:
Hochauflösend im Zip hier:
http://klaas.homeip.net/wb/media/images/Fender%20300%20PS/Fender%20300%20PS.zip
Ich vergaß, Biaspot hab ich gemessen, ist hin. Der 1K5 vom Biaspot an Masse ist i.O. Masseverbindung auch.
Die 150'er 2W sind auch alle OK. Die 47 Ohmse sind auch OK.
Was ich nicht verstehe ist, bei Standby off liegen knappe 50V an. Logisch der Standby geht ja nur auf die Hauptanodenspannung. Alle sist aber i.O. Sobald ich jedoch den Standby einschalte, trotz gezogener Rörhen, fängt das Biaspoti an zu rauchen...
Ich glaub, ich löt mal das Pot aus und mess an den Leitungen direkt...
Hat wer eine Bezugsadresse für die Poties?
cca88:
Hi Willie,
auf den Fotos kann man eigentlich nichts großartiges shen, ausser, daß am Schleifer des Balance Potis ordentlich Hitze war.
Die beiden 400er die ich auf dem Tisch hatte, haben da schon ganz anders ausgesehen.
Das mit den 50V im Standby ist übrigens normal und wurde von Fender ganz bewußt als Gegenmaßnahme gegen "Kathodenvergiftung" angepriesen.
Das das Poti ohne Röhren aber erst bei Standby auf "operate" qualmt kommt mir komisch vor; ich muß mir die Schaltung nochmal anschauen.
Bitte miss - nachdem Du sichergestellt hast, daß keine Restspannung mehr im Amp ist, die Werte von den beiden großen "Sandblock-Widerständen" nach. Die waren bei den beiden 400ern offen.
Ansonsten sieh Dich mal auf der Homepage von Rich Koerner um. Da geht es zwar hauptsächlich um den 400PS, aber die Spannungen und das Basisprinzip der beiden Amps ist sehr ähnlich. Rich ist bei diesen Amps der anerkannte Guru.
http://www.timeelect.com/400-PS-IDX.htm
Es gelten v.a. auch die gleichen Sicherheitshinweise. Sorry, ich weiß nicht wie fit Du bist.
G
willie1968:
;D :danke:
Der 2. Zementi ist hin. Wär ich so schnell nicht drauf gekommen.
Erklärt aber immer noch nicht das brennende Poti bei Standby on ohne Röhren. Da muss noch was anderes faul sein.
Ja, ich bin einigermassen fit...
Die Seite kannte ich schon, wie auch die Seite von mhuss (http://mhuss.com/PS300/index.html)
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