Technik > Tech-Talk Amps

Biasspannung - Woher?

<< < (5/8) > >>

456Onno456:
Hallo Jörg,

ja, die Problematik des nicht vorhandenen Bias bei anleigender HV ist mir bewusst. Ein zusätzlicher Trafo soll aber umgangen werden.
Ich stütze mich bei der Schaltung der Endstufe auf die Daten des Herstellers [http://www.jj-electronic.com/pdf/6V6.pdf], Ug2_max=450V, Ua_max=500V und Ableitwiderstand maximal 100k bei fixed Bias.

Gruß

Max

Hardcorebastler:
Hi Max
das Teil heißt ja auch 6V6 S,

viel Erfolg
Jörg

456Onno456:
Hallo Jörg,

da habe ich ehrlich gesagt gar nicht drauf geachtet :-).

Danke,

Max

cca88:

--- Zitat von: 456Onno456 am 14.10.2010 12:26 ---Hallo Jörg,

"gemessen" habe ich Folgendes [Schaltung ist aufgebaut wie beschrieben]:
1) Ausgeschalteter Stby, Power einschalten: U_bias bis auf ca. -100V in schätzungsweise 5sec., U_HV auf ca. 370V in ca. 20sec. [U_C7 ist ja eine Exponentielle Fkt., der Strom zum Aufladen hier nur "parasitär" und sehr klein [über die Biasversorgung], also habe ich nie so lange gewartet, bis sich wirklich die gesamte Spannung aufbaut]
2) Eingeschalteter Stby, Power einschalten: U_bias bis auf ca. -90V in schätzungsweise 5sec., U_HV auf ca. 395V in ca. 0,5sec. [instantan, zu schnell für mein Messgerät [Fluke DVM]].

Fazit: Ohne Stby-Schalter habe ich beim Einschalten HV auf den 6V6 und noch kein Bias.

Gruß

PS: Dass die Biasspannung ein wenig in die Knie geht, wenn die HV generiert wird ist wahrscheinlich unkritisch, da dies alles nur Leerlaufmessungen sind und das ganze Netzteil unter Last sowieso noch ein wenig in die Knie geht.

Max


--- Ende Zitat ---

...Direkt nach dem Einschalten hast Du aber auch noch keine Emmissionsfähigkeit der Endröhren. Daher ist es eigentlich wurscht, ob die Gittervorspannung 5 sek länger braucht oder nicht. Wenn die Heizungen warm sind, sieht die Sache schon deutlich anders aus.

Grüße
Jochen

456Onno456:
Abend Jochen,

Darf ich das so verstehen, dass du Jörg beipflichtest, der Standby-Schalter ist prinzipiell überflüssig, selbst wenn im kalten Zustand die HV schneller da ist als die Biasspannung, ist die Emissionsfähigkeit auf Grund der kalten Heizung gering. Damit ist auch die Gefährdung eines Betriebs außerhalb der Spezifikationen (Stromspitze weit über Pges/Ua, hier sowas wie 14W/375V=37mA) gering, da der Strom gar nicht erzeugt werden kann.
Wie verhält sich das dann bei einem Aus- und schnellem/sofortigem Wiedereinschalten einer solchen Schaltung (z.B. kurzer Stromausfall). Du sagst es sieht deutlich anders aus, ich schätze das heißt nicht sehr gut (wenn ich mich in die Pentoden hineinversetze ;-)).

Aber mal anders rum gedacht. Was ist denn an der jetzigen Standbyschaltung auszusetzen, außer dass sich überraschenderweise der Ladeelko der HV auflädt. Gut die Argumentation, dass es so gebaut wurde [hat eigentlich jemand einen JCM900 und kann das nachmessen?] ist jetzt nicht "schlagend", aber es ist doch gewährleistet, dass die Biasversorgung vor der HV da ist, auch wenn die Heizung vorher schon läuft/warm ist. Ich würde es da jetzt mal auf einen Versuch ankommen lassen und das Netzteil bei Gelegenheit fertig basteln (muss noch ein paar Elkos nachbestellen) und die Endstufe nebst PI in den Betrieb nehmen. Dann kann ich auch was dazu schreiben, ob man im Standby durch das "parasitäre" Aufladen des HV-Elkos "Geräusche" hört, also die Mute-funktion beeinträchtigt ist.

Gruß

Max

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln