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5E8A mit Selbstoszillation

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AmpGuru:
Hallo Stephan,

ausschließen kann ich nix. Allerdings sind da zwei Jensen P12Q drin, mit je 40W. Die Geräusche kommen auch schon bei etwa 50% Volumeregler. Besonders wenn der Ton ausklingt. Ich habe auch mal eine andere Box dran gehangen und es war besser...aber nicht viel (war ein bisschen fehlangepasst / 8Ohm Box an 4Ohm Tab).
Ich habe auch einen kräfitgen Gridstopper ala Valve Vizzard an den Split-Load Pi installiert. Besser - aber nicht weg.

Bei single note Spiel auf den 4 oberen Saiten merkt man fast nix. Nur auf den tiefen Seiten. Blocking distortion würde ich auch fast ausschließen - vielleicht aber auch nicht.

Viele Grüße!
AmpGuru

Meikel:
Moin Ampguru, moin Freunde des 5E8A,


--- Zitat von: AmpGuru am  2.12.2010 13:03 ---
Falls Dein Geheimwissen dann irgendwann auf Wiki-Leaks veröffentlicht werden sollte, wäre ich auch sehr daran interessiert.


--- Ende Zitat ---

wäre ich jetzt eine Mimose, so müsste ich jetzt eigentlich scho 'pleidigt reagieren.  ;)

Gestern habe ich wider Erwarten mehr Zeit zur Verfügung gehabt, als geplant, so dass ich meine Tests machen konnte, dessen Ergebnisse ich nachher dem Stephan vom TAD zur Verfügung stelle, so dass er sich das alles anschauen kann. Ich habe die Wirkung der GGK durchgemessen, zum einen nach Schaltplan und Layout und zum anderen mit geänderter Verdrahtung.

Den von Dir beschriebenen Effekt kenne ich so nicht, das kann aber u.U. einfach an Deiner Beschreibung liegen. Jedoch: dieses Furzige bei bestimmten Anschlägen, also bei hoher Anschlagdynamik, resultierte daraus, dass der Amp fehlerhaft lief, ok, ich greife vor: falsch verdrahtet war.

Der Amp hat jetzt einen astreinen, sehr weichen und angenehmen Sound. Gefällt mir persönlich viel besser, als der eines BF. Geht es in höhere Lautstärken, so kommen sicherlich die Eigenheiten der beiden Jensen ins Spiel, dies jedoch nie störend oder irgendwie unangenehm auffallend. Bei vollem Bass UND hohem Volume kommen dann sinnigerweise Röhrenrasseln oder irgendwelche anderweitigen mechanischen Nebengeräusche ins Spiel, einfach, weil das ganze System dann doch recht erschüttert wird - hundsordinäre Physik halt.

Bis demnächst und viele Grüße
Michael

jacob:
Moin Michael,

ich bin jetzt aber wirklich mal gespannt, was Du uns dann diesbezüglich "Demnächst in diesem Theater" berichten wirst  ;)

Gruß

Jacob

Meikel:
Hallo Freunde,

bin schon da.  :)

Stephan / TAD hat reagiert, hier der Test der GGK und die Ergebnisse. Ich wollte mir sicher sein, was die abgeklemmte GGK macht.

Die "Versuchsanordnung":

- GGK schaltbar eingebaut
- alle Regler auf Mittelstellung
- An "Normal 1" Sinus eingespeist von 100 Hz bis 10 kHz
- Am Speakerausgang Oszilloskop und NF-Röhrenvoltmeter angeschlossen zum Überprüfen der Amplitude und Messen der Spannung
- Spannungen so eingestellt, dass ich mit GGK eine NF-Spannung von 250 mV am Speakerausgang als Referenz habe
- Verdrahtung Platine exakt nach Layout
- Verdrahtung AÜ Sekundärseitig lt. Schaltplan und Layout: brown an Tip und GGK, black an Masse.

1. Verdrahtung AÜ primärseitig nicht nach Schaltplan und Layout, sondern vertauscht. Blue an V5 und brown an V6:

Wertetabelle vollständig:

            mit GGK     ohne GGK

100 Hz   250 mV      290 mV
500 Hz   250 mV      290 mV
  1 kHz   250 mV      290 mV
  2 kHz   250 mV      300 mV
  3 kHz   250 mV      310 mV
  4 kHz   250 mV      320 mV
  5 kHz   250 mV      328 mV
  6 kHz   250 mV      340 mV
  7 kHz   250 mV      348 mV
  8 kHz   250 mV      350 mV
  9 kHz   250 mV      360 mV
10 kHz   250 mV      370 mV

Mit abgeschalteter GGK nimmt die Ausgangsspannung zu. Eine Änderung der Phasenlage ist nicht zu erkennen.


2. Gegenprobe:

Verdrahtung AÜ primärseitig nach Schaltplan und Layout. Blue an V6 und brown an V5. Amp schwingt bei entsprechender Reglerstellung.

Wertetabelle (Auszug):

            mit GGK     ohne GGK

100 Hz   250 mV      200 mV
    *      
  1 kHz   250 mV      206 mV
    *
    *
    *
10 kHz   250 mV      132 mV

Mit abgeschalteter GGK nimmt die Ausgangsspannung ab. Eine Änderung der Phasenlage ist nicht zu erkennen.

Der Amp war verdrahtet nach Schaltplan und Layout. Dadurch arbeitete die GGK als Mitkopplung. Es liesse sich also vermuten, dass entweder Schaltplan und Layout falsch sind, oder aber TAD zwischenzeitlich unwissentlich einen Ausgangsübertrager bekommen und zum Kit ausgeliefert hat, der einen falschen Wicklungssinn hat.

Stephan hierzu: "...offensichtlich hast Du eine andere Version des 2818 bekommen. Daher die falsche Phasenlage, Sorry. Die damals gültige Verdrahtung ist Layout 1.2, hierbei hat der AÜ als Sekundär Grün/Gelb. Version 1.3A ebenfalls mit dem 2818 hat sekundär braun. Mittlerweile verwenden wir den 018343...Version 1.3B. Sorry für den Huddel."

Anhand der Fotos, die ich dazumal zufällig gemacht habe und auch Stephan vorgelegt habe, sieht man a) sehr schön die Unterlagen, die zur fehlerhaften Verdrahtung geführt haben. Daraus resultierten nun meine Folgefehler (!), die ich b) und c) gemacht habe. Das Schwingen muss also von Anfang an dagewesen sein, nur ist es bei der "falschen" Reglereinstellung" nicht als hoher Ton zu hören, sondern eher als ein tiefer "Hum" schreibe ich jetzt mal. Hätte ich von Anfang an diesen "Hum" oszillografiert, hätte ich das Schwingen bemerkt bzw. hätte ich einen 8-Ohm-Speaker spassenshalber drangehängt, wäre ein deutliches Fiepen zu hören gewesen - aber nur dann. Das habe ich alles nicht getan, da mit MEINER gitarrenüblichen eher mittigen Einstellung der Regler wiederum kein Schwingen auftrat und somit für mich scheinbar alles OK war. Dummerweise habe ich die Inbetriebnahme auch noch mit einem anderen 4-Ohm-Speaker gemacht. Bei diesem trat und tritt selbst bei Mitkopplung KEIN Schwingen auf!

TAD hat also eine nicht zum Kit passende Unterlage ausgeliefert und ich habe die daraus resultierende Folge nicht bemerkt.

- - - - - -

Die korrekten Unterlagen habe ich eben zugesandt bekommen.

=> Tipp:

Bei Unklarheiten mit diesem Amp und korrektem Layout / Bauelemente-Werte im Soll-Bereich als Voraussetzung unbedingt oszilligraphieren auf Schwingneigung oder mal spassenshalber einen 8-Ohm-Speaker dranhängen und bei auftretender Selbstoszillation - wie längst von Bluesfreak und Jacob beschrieben - die Anschlüsse tauschen und ggf. die Unterlagen vom TAD kontrollieren und neue anfordern.

Meinen Dank an TAD und nochmals meinen Dank an Eure Hilfe hier im Forum.

Gruß Michael

dknia:
Hallo,

habe ich irgendwas nicht mitgekriegt oder ging dieser Betrag wirklich darum, das man bei Pfeifen einfach mal die AÜ Kabel tauscht?

bis denn

Herbert

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