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Ruhestrom im AB- Betrieb

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SvR:
Salü,

--- Zitat von: Nils H. am 28.11.2010 21:00 ---Und wenn doch, sind alle unsere PP-Amps Class B ;D.

--- Ende Zitat ---
Ich würde behaupten, dass das bei den Amps mit Fix-Bias tatsächlich der Fall ist (z.B. JTM45), denn meinem Verständins nach müsste ein Verstärker im AB-Betrieb doch die Gittervorspannung über die Kathodenwiderstände erzeugen. Wie sollte sich sonst der AP bei Aussteuerung von A nach B verschieben, wenn das Gitter auf einer festen Vorspannung liegt. Nur mit einem Rk ist die Vorspannung Aussteuerungsabhängig.
Oder hab ich da nen richtig großen Denkfehler drin ???
mfg sven :gutenacht:

Nils H.:

--- Zitat von: SvR am 28.11.2010 21:48 ---Salü,Ich würde behaupten, dass das bei den Amps mit Fix-Bias tatsächlich der Fall ist (z.B. JTM45), denn meinem Verständins nach müsste ein Verstärker im AB-Betrieb doch die Gittervorspannung über die Kathodenwiderstände erzeugen. Wie sollte sich sonst der AP bei Aussteuerung von A nach B verschieben, wenn das Gitter auf einer festen Vorspannung liegt. Nur mit einem Rk ist die Vorspannung Aussteuerungsabhängig.
Oder hab ich da nen richtig großen Denkfehler drin ???
mfg sven :gutenacht:

--- Ende Zitat ---

Moin,

die Betriebsart hat meiner Meinung nach nichts mit der Vorspannungserzeugung zu tun. Auch verschiebt sich ja nicht wirklich der Arbeitspunkt, dieser beschreibt ja nur das Verhalten des Verstärkers ohne Eingangssignal. Vielmehr ändert sich das Übertragungsverhalten mit der Aussteuerung, und das verändert sich dann von A nach B, wenn das Eingangssignal so groß wird, dass die Röhre in den Sperrbereich gerät. Der Knick in der Arbeitsgerade entsteht ja durch die veränderte Lastimpedanz, die die Röhren sehen, wenn eine Hälfte sperrt.
 
[Klugscheißer an]Denn wir erinnern uns: Class A = beide Verstärkerhälften übertragen 360° des Eingangssignals, Class B = jede Hälfte überträgt nur 180°, Class A/B = Jede Hälfte überträgt mehr als 180° aber weniger als 360°. Das geht auch ohne Kathodenbias.

Nichtsdesdotrotz, man kann vermutlich schon postulieren, dass die klassische Röhrenendstufe ziemlich nah am B-Betrieb ist, weil der Ruhestrom gegenüber der Vollaussteuerung eher klein ist. Vermutlich ist der AC30 dichter am klassischen AB-Betrieb ;D

Gruß, Nils

Nils H.:
Moin,

zu dem Thema hab ich noch folgendes bei Randall Aiken gefunden:


--- Zitat von: http://www.aikenamps.com/TI_Aiken_Q&A.html ---Q: How far can the load line in a class AB amplifier go above the maximum dissipation limit?
A: You can allow excursions into the "no-man's land" above the max dissipation curve *if* (a) you don't stay there very long and (b) the average dissipation is less than the max plate dissipation. In the real world, a guitar signal generally runs up and down the load line all over the place and doesn't stay at any one dissipation for any particular amount of time, except at idle or full power if you are getting feedback. If the load line crosses over into the max dissipation area at idle, you're screwed. If the load line crosses over in the middle somewhere, there will be a period of time where the signal goes above the max dissipation, and a corresponding period of time where it goes below the max dissipation. In class AB, the time above the max dissipation curve will always be less than the time below the curve, because the tube is in cutoff for some portion of the cycle (the load line goes below the zero current axis at higher plate swings). This allows you to use a load line that goes above the max dissipation curve for some amount of time. Calculating the max distance you can go above the limit is not straightforward, because the voltage and current functions are no longer sinusoidal, they are clipped sinusoids, or clipped square waves.
--- Ende Zitat ---

Gruß, Nils

Hardcorebastler:
Hi,
ob A oder B Betrieb ist  erst mal egal, wir suchen doch die mittlere Leistung pro Röhre.
Da die Röhre ständig zwischen A und B Betrieb wechselt kann das Ergebnis nur ein Mittelwert sein.

Hält man sich an die Vorgaben der Datenblätter ist man immer im Grünen Bereich.

Gruß, Jörg

es345 (†):
Hi

hier noch einmal zum Begriffs- und Verständnisabgleich ein älteres Datasheet der EL34 mit einer schönen Zusammenfassung auf Seite 6 mit A,B und AB Beispielen.

Hilfreich auch die Darstellung des Verlustleistungsverlaufs einer Gegentakt B Endstufe in Bezug auf die abgegebene Leistung in Kennlinenfeld 11. Die maximale Verlustleistung ist hier bei ca 40% der maximal abgegebenen Leistung.
Dies ist ein guter Anhaltswert für alle Gegentakt - B Schaltungen.

Gruß Hans- Georg

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