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Gegenkopplung selbsttätig zur Mitkopplung mutiert?
The stooge:
Mojn,
Bei der Restaurierung meines Dynacord Twen habe ich die Gegenkopplung schaltbar gemacht allerdings mit 22k etwas länger ausgelegt als die originale mit 68 k, das Teil sollte durch Zuschalten ja schließlich leiser werden. Nun passiert dasGegneteil - es wird lauter, und rotziger und bei Vollgas pfeift's. Also Anschlüsse vom AT vertauscht und das ganze andersrum angeschlossen, funzteerstmal. Nach einger Zeit derselbe Befund. ???? Können sich die Phasen selbsttätig vertauschen? Und was tut man dagegen?
Danke schon mal für Tipps und schönes WE noch,
ne schöne Jrooß, Mathias
Kramusha:
Könnte sein, dass die Gegenkopplung zu stark ist und dadurch mitkoppelt!
lg :)
es345 (†):
Hi,
Also die Kabel werden sich nicht vor alleine umlöten ;)...
Du sprichst von Restaurieren. Vom Grundsatz her gebe ich Kramusha völlig recht: eine zu starke Gegenkopplung kann zu Eigenschwingungen führen, insbesondere wenn wie hier über mehrere Stufen gegengekoppelt werde. Dies wird dann am ehesten eine hochfrequente Schwingung sein.
Er hat aber nach Deiner Beschreibung zunächst funktioniert. Es könnte ein anderes Bauteil seinen Geist aufgegeben haben.
Ein mögliches Szenario könnte sein, das der Schleifer Klangregelpotis Probleme macht. Wenn die Masse fehlt, gibts undefinierte Verhältnisse in Richtung -edit - Gitter (pin 2) von Röhre 1 -edit -, zunehmend, je weiter Du das Volumenpoti aufdrehst- was zu Deiner Beschreibung passt.
Ich würde versuchsweise am Poti 2 Anschluß E auf Masse klemmen und schauen, ob sich etwas ändert.
Gruß Hans- Georg
chipsatz:
Hallo Mathias,
ich hätte erstmal den 68k wieder eingesetzt. Der 22k als Gegenkopplungswiderstand ist ja doch schon eine größere Änderung, und nicht nur "etwas" länger ausgelegt (was meinst du eigentlich mit "länger"?). Da das Klang-Poti auch an gleicher Stelle ansetzt wie die Gegenkopplung, ist die Dimensionieung nicht ganz unkritisch. Pot2, C3, R9, R10 z.B. beeinflussen auch die Phasenlage der Gegenkopplung, somit hast du irgendwann, wenn die Werte aus einem gewissen Rahmen fallen, wieder eine Mittkopplung und es pfeift.
Gruß
mike
The stooge:
Nabend,
Danke für Eure Antworten. Der theoretischen Klärung des Befundes bin immer noch nicht richtig auf den letzten Grund nähergekommen. Dafür habe ich das praktische Ärgernis beseitigt und den Verstärker ent-gegengekoppelt. Der Leisermachereffekt von meinem Attenuator (Weber Minimass) ist nämlich wesentlich überzeugender.
Aber zur Theorie: das Klangpoti hatte ich bei meiner Restauration weggelassen, weil es ein reiner Dumpfregler war. Stattdessen hatte ich R4 und R9 jeweils mit einem schaltbaren Kathodenkondensator (22µ) gebrückt für mehr Zerr. Und merkwürdiger Weise trat die Mitkopplung nur auf, wenn der Kathodenwiderstand an R9 abgeschaltet war; also spielte die Kathode doch eine Rolle in dem Gegenkopplungsnetzwerk.
ne schöne Jrooß, Mathias
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