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Fender Princeton/Deluxe Nachbau schwingt und klingt "defekt" - bitte um Hilfe
fiestared:
Hallo Jo.
Ein paar Ideen:
1. Höhen reduzieren, mildern: Die Kombi 3M3 || 10pF ist zwar klassisch Fender aber ein wenig "bright" -> Mal einen 1M Widerstand in Reihe zu den 10pF probieren. Dann sieht die Impedanzkurve schont etwas gemütlicher aus.
2. Mehr Headroom:
a.) Ich denke V3B (nur 1,2V Bias (stimmt dieser Wert eigentlich? Da V3A 1,3V und direkt miteinander verbunden) wird je nach Gitarre schon früh ins clipping gehen. Unter 1. geschriebenes bringt hier übrigens auch schon was, aber
ruhig mal den 220k vor der V3B auf 180k runternehmen. Scheint mir dann ein glücklicherer Spannungteiler vor V3B zu sein.
b.) Den gemeinsamen Kathoden RC der V3 aufgeben und der V3B einen eigenen 1k5 oder 1k8 verpassen (meine Empfehlung ohne Bypass Cap -> das macht den Sound etwas geschmeidiger + der PI nicht so schnell in die Enge getrieben)
Dieser Punkt ist auch wichtig für 3.) c.)
3. Reverb (Weniger 'Dröhn', und insgesamt dezenter):
a.) Die Versorgung des Halltreibers mit +B (ist für die Screens) auf jedenfall auf +C wechseln (vielleicht gibt's hier sogar Kopplungsprobleme)!
b.) 500pF durch 390pF ersetzen + ca. mit 10K Gridstopper direkt am Sockel auf die V3a
c.) den 22µF an der V3a durch 1µF ersetzen (Das reicht + der tieffrequentige Matsch aus der Hallspirale wird um ca. 5db gedämpft (ach so, den Rk von 820 dann natürlich auf 1k5 oder 1k8 erhöhen !!!)
...hm, so könnte es gehen....
Grüß Axel
don_sebbo:
hi leute,
habe da auf anhieb auch noch ein par ideen:
habe auch einmal einen princeton nachgebaut und anstatt dem originalen kathodyn phasentreiber einen long-tail-pair verbaut. du darfst nicht vergessen, dass dein pi dadurch auch gefühlt den doppelten gain hat und somit sicherlich sehr viel schweinereien kommen werden. das nur mal vorab.
was das rauschen anbelangt, hast du natürlich mit den carbon-comp widerständen einen unglücklichen griff gemacht. ist natürlich alles auch eine soundfrage, allerdings empfiehlt es sich doch, carbon comp nur in bereichen anzuwenden, bei denen auch hohe spannungen abfallen, d.h. vor allem anodenwiderstände sowie kathodenwiderstände von cf's oder deinem verbauten long-tail-pair phasendrehers. um auch hier das rauschen zu minimieren, nimm ausschliesslich 1W widerstände. den rest kannst du getrost mit metalfilm machen, ohne große soundeinbüßen zu haben, da die carbon comps wie gesagt ihre vorteile in oben genannten bereichen haben und auf allen anderen positionen eigentlich nur ihre nachteile zum besten tragen.
auch die gain- und volumepotis, die mit 1M immer sehr hochohmig sind, kannst du mal durch kleinere werte austauschen (250k). das bringt ebenfalls deutlich mehr ruhe in den amp. allerdings ist dies immer mit einer gewissen einbuße an bass verbunden.
ein weiterer oft angesprochener punkt bzgl. rauschen ist der erste gitterwiderstand mit 68k. das ganze ist bei fender zwar teil der inputverschaltung mit lo und hi input, allerdings rauschen amps mit solch einem gitterwiderstand an der ersten röhre immer kräftig. eine verkleinerung dieses widerstands(paares) z.b. auf 2 x 33k oder einfach nur einen input ohne jeden gitter-r bringt erstaunlich viel ruhe in den amp.
hier ist allerdings zu beachten, dass eine verkleinerung dieses widerstandes die höhen weniger dämpft und in verbindung mit den 250k pots, die auch noch bässe nehmen, das ganze wahrscheinlich noch schlimmer wird.
das letzte glied in meiner kette bildet jetzt noch ein gewöhnlicher cut-regler (500k / 4n7) hinterm pi. der bügelt dir die ganzen fisseligen höhen schön glatt und linearisiert dir auch schon schön bis in die mitten rein. durch die leiseren bässe ergibt sich somit ein sehr schöner linearisierterer und sehr breitbandiger frequenzgang, der meiner meinung nach jedem fender nur gut tun kann, da die bässe twangiger kommen und die mitten kräftiger werden.
die rauschminimierung ist tatsache, allerdings soundmäßig dann doch eher geschmackssache. hört sich dann doch anders an als vorher...
habe allerdings das selbe projekt mit den selben problemen gehabt und die oben genannten vorschläge haben bei mir einen wunderbaren amp gemacht.
gruß
sebbo
Motörkopf:
Hi!
vielen, vielen Dank für die hochwertigen Antworten!!! Werde mich demnächst an dem Amp machen und die verschiedenen Dingen versuchen...
Grüße,
Jo
fiestared:
Hallo Jo,
lange nichts von dieser Baustelle gehört...
ging es da irgendwie weiter ?
gruß
Axel
Motörkopf:
Hi Zusammen!
war lange ruhig um diesen Thread - hatte, um ehrlich zu sein, einige Zeit einfach keine Zeit/Motivation mehr.
Habe nun den Amp mal wieder gesichtet um nochmals Änderungen auszuprobieren.
Folgendes Problem:
- Ohne Reverb alles tip-top --> sobald der Hall nur leicht reingedreht wurde, wurde die Kiste "noisy" und sehr mikrofonisch. Ab und zu oszillierte der Hall sogar.
Dies habe ich gestern versucht:
Grid Stopper V2 = 150k
Grid Stopper V3 2,7 je 10k
2n2 über 220k bei Reverb Ausgang
Ck V3 auf 10µ
Hall Übertrager auf C+, statt B+
Die Problematik ist schon viel besser geworden, aber was könnte ich tun, um die Reverb Stufe noch "unempfindlicher" zumachen? Wenn der Reverb Regler voll aufgedreht wird, rauscht die Kiste immer noch ganz schön...
Danke und Grüße,
Jo
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