Technik > Tech-Talk Fender
BF Pro Reverb lautes Brummen. Bitte Hilfe
Mesa:
Hallo Stephan,
Danke für die ausführliche Anleitung. Werde mich danach auf Fehlersuche begehen.
--- Zitat ---Was hast Du da genau gemessen? Ich messe immer so, dass ich die COM-Verbindung (das ist bei mir das schwarze Kabel) per Krokodilklemme an das Ampgehäuse befestige, dann kann ich nämlich mit einer Hand arbeiten. Ich berühre dann mit dem roten Meßkabel die Punkte, deren Spannungen ich messen will. Wenn während des Betriebs keine oder nur wenig Anodenspannung da war, dann ist es kein Wunder, dass kein Ton herauskommt.
--- Ende Zitat ---
Ich mache das genauso.
Was ich trotzdem nicht verstehe, wieso kann es brummen, wenn keine Röhre (außer GZ34) gesteckt ist? Kann man dann nicht einen Fehler in der Vorstufe ausschliessen?
Weil es im Netztrafo kurz geblitzt hat, traue ich mich nicht mehr, Standby auszuschalten. Will auf keinen Fall den Netztrafo zerstören. Das Blitzen sagt doch, dass irgendwo ein Kurzschluss sein muss. Die Siebelkos unter der Metallabdeckung hatte ich folgendermaßen geprüft: Ein Ende abgelötet und dann Widerstand gemessen. War imer im Megaohmbereich. Die anderen Elkos auf der Platine habe ich noch nicht geprüft. Die sehen optisch aber alle gut aus.
Hallo Jochen
--- Zitat ---Was für eine Sicherung hast Du drin??
--- Ende Zitat ---
Auf der Sicherung steht: 2A 125V
Danke für die Unterstützung :).
Michael
Showitevent:
Kurz aufblitzen sehen? Im Trafo? Oder kann auch die Gleichrichterröhre geblitzt haben? Diese neigen dazu wenn etwas mit den Kapazitäten bzw. Lasten nach ihnen nicht stimmt.
Es ist auch nicht unbedingt ratsam, die Gleichrichterröhre ohne Endstufenröhren zu betreiben! Mag sein, dass ich hier gegen die Erfahrung anderer spreche aber es hat auch seine Gründe, warum bei solchen amps MEISTENS (nicht immer) der Stand By schalter am Com des Netztrafos gegen masse hängt.
Nun habe ich mit Fender keine Erfahrung aber ich habe so einige GZ34 und 5AR4 Gleichrichter auf dem gewissen.
Und wenns im Netztrafo geblitzt hat, scheint dort ja irgendwas nicht tacko zu sein.
Grüße Joe
EDIT:
Bei deinem Amp liegt der Netzschalter allerdings in der Betriebsspannung nach den Ladeelkos.
Wenn du dich jetzt nicht traust, den Amp einzuschalten ( was ich sehr gut finde wenn dir die erfahrung felt ) dann lass den Amp mal aus und verfolge mal folgende schritte!
Wenns Im Netztafo Blitzt, finger weg. Ab zum Arzt damit.
Ansonsten:
NETZSTECKER ZIEHEN!
Stand By in position on stellen
5 Minuten warten
Nun sollten die Spannungen der Ladeelos weg sein.
Bitte kontrollieren!
Schritt 1:
Du sagtest der Amp Brummt ohne Vorröhren.
Tut er das auch ohne dass der Stand By auf OFF ist Sprich der Amp quasi aus?
Wenn ja, dann Tippe ich auf eine Defekte Heizung in einer Endröhre.
Miss mal Ohmisch zwischen Pin 2 und 3 der Endröhren. Wenn die Heizungen Okay sind, und hier kein Kurzschluss vorliegt, dann kann es theoretisch nicht Brummen wenn der Amp im stand by ist.
Wenns dann auch Brummt, endtufenröhren ziehen, wieder einschalten: Brummen weg, Endstufenröhren tauschen. Klingt bescheuert, Hab ich aber gerade neulich mit einer neuen Endröhre gehabt.
Du kannst die Röhren auch mal ziehen und leicht schüttlen. Wenn dadrin was klingelt wech damit.
Schritt 2: Bias
Gleichrichterröhre Ziehen!
Amp einschalten und an Pin 5 der Endröhren gegen masse die s.g. Biasspannung messen. Diese muss bei diesen Röhren bei ca -45 bis -50 Volt liegen. Kleiner als -35 sollte schon ungeil für die Endstufe ansich sein. Es kann bis zu 2 minuten dauern, bis sich die Biasspannung komplett aufgebaut hat.
Bias Spannung zu klein, fehler suchen im Spannungsteiler bzw. Siebelko für die Biasspannung. Es gibt einen Vorwiderstand an der Diode zum gleichrichten der Bias spannung. Laut schaltplan 1,8 K. Diesen Messen, die diode checken, den Elko checken (Alt oder Ausgelaufen = tauschen)
Showitevent:
Brummton auch bei entfernten Endröhren ... Hab grad nochmal entwas intensiver gelesen :
Sitzt bei dem Amp der Netztafo sehr nahe beim AT, dann ist es möglich, dass der Amp ohne Primärimpedanz (Endröhren) Brummt.
Thema (JTM45 - Brummen im Stand By)
Allerdings sprechen wir hier von einem leichten hintergrundbrummen aus den Lautsprechern. Bedingt durch Einstreuung des NT auf den AT.
Beim JTM verschwindet das Brummen wenn er aus dem Stand By geholt wird. Allerdings verhält sich dieses bei deinem AMP etwas anders. Wenn alle Spannungen korrekt sind und die Röhren geheizt sind, stellen sie eine Primärlast für den AT dar. Somit ist der Trafo weit weniger anfällig für einstreuungen.
Praktisch gehe ich aber davon aus, dass wir nicht über einsstreuung reden sondern über einen defekt.
Du kannst mal messen, wieder bei ausgeschaltetem Gerät wie der widerstand der Mittelanzapfung (primär AT) gegen masse ist.
Vorher wieder die Prozedur mit 5 minuten warten und Stand By auf spielbereit bei gezogenem Netzstecker!!!
Wenn der widerstand sehr gering ist, kommst du nicht umher mal die Tabs des Trafos alle abzulöten (bitte anschlussfolge aufmalen weil die direction des signalflusses unheimlich wichtig ist) Bedeutet, dass du die anodenwickelungen nicht vertauschen sollst genau wie die ausgänge des Trafos.
Ich schliesse mich zwar grundsätzlich an, dass du mit einem gleichstromwiderstandsmessgerät hier nicht viel messen kannst aber fakt ist, dass wischen primär und sekundär der widerstand unendlich sein muß!
Bei verschachtelten Trafos nicht abwegig, dass hier mal was kaputt geht.
Andererseits ist 90 zu 190 Ohm schon sehr ungewöhnlich. Sicher dass du bei 190 Ohm nicht Anode gegen Anode gemessen hast?
Wenn du die Primärwicklungen messen willst, ist es ratsam, den ausgang des trafos (16 Ohm gegen Com) Kurz zu schliessen. Einige digitalmessgeräte haben mit offenen Impedanzen ihre Probleme. Durch kurzschliessen schaffst du eine Last für das Messgerät (Funktioniert Hervorragend ;D )
Der "Gleichstromohmische" Widerstandsunterschied liegt bei den Trafos meist bei ca 10 Ohm DC. Aber nicht 100....
cca88:
--- Zitat von: Mesa am 1.02.2011 09:28 ---Hallo Stephan,
Danke für die ausführliche Anleitung. Werde mich danach auf Fehlersuche begehen.
Ich mache das genauso.
Was ich trotzdem nicht verstehe, wieso kann es brummen, wenn keine Röhre (außer GZ34) gesteckt ist? Kann man dann nicht einen Fehler in der Vorstufe ausschliessen?
Weil es im Netztrafo kurz geblitzt hat, traue ich mich nicht mehr, Standby auszuschalten. Will auf keinen Fall den Netztrafo zerstören. Das Blitzen sagt doch, dass irgendwo ein Kurzschluss sein muss. Die Siebelkos unter der Metallabdeckung hatte ich folgendermaßen geprüft: Ein Ende abgelötet und dann Widerstand gemessen. War imer im Megaohmbereich. Die anderen Elkos auf der Platine habe ich noch nicht geprüft. Die sehen optisch aber alle gut aus.
Hallo Jochen
Auf der Sicherung steht: 2A 125V
Danke für die Unterstützung :).
Michael
--- Ende Zitat ---
Hallo Michael,
ist das ein Export Modell oder ein 110V Modell mit Vorschalttrafo?
Grüße
Jochen
Mesa:
Hallo Leute,
Joe:
--- Zitat ---Du kannst mal messen, wieder bei ausgeschaltetem Gerät wie der widerstand der Mittelanzapfung (primär AT) gegen masse ist.
--- Ende Zitat ---
Hallo Joe. Danke für Deine Hinweise. Habe die Mittelanzapfung vom AÜ abgelötet und gegen Masse einen Widerstand von 58Ohm gemessen :o. Bei meinem Vibrolux ist der Wert unendlich. Sekundär ist laut Schaltplan ein Leiter an Masse. AÜ im Eimer?
Hier der Schaltplan: http://www.ampwares.com/schematics/pro_reverb_aa165.pdf
--- Zitat ---Andererseits ist 90 zu 190 Ohm schon sehr ungewöhnlich. Sicher dass du bei 190 Ohm nicht Anode gegen Anode gemessen hast?
--- Ende Zitat ---
Nee, habe richtig gemessen.
Jochen:
--- Zitat ---ist das ein Export Modell oder ein 110V Modell mit Vorschalttrafo?
--- Ende Zitat ---
Hallo Jochen. Das ist ein Exportmodell. Sollte ich doch besser eine 1A Sicherung nehmen?
Grüße
Michael
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln