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Vorstellung & Fragen zum Princeton 6G2
ChrisB:
Moin Volka,
das Poti habe ich bisher nur mit den Messspitzen meines Multimeters beruehrt und auch, wenn da kein Potential aussen anliegt: ich fasse das Teil nicht an! Das wird demnaechst ersetzt, aber ich will die Bastelei erstmal planen, damit ich nicht jeden Widerstand einzeln bestellen muss (+ 6,90€ Porto).
Im Verstaerker, gleich ueber dem Poti zu sehen, steht wieder dieser ominoese "AE 1864"-Stempel, der auch auf dem Gehaeuseboden und auf dem Speaker zu finden ist. Hat noch jemand solche Stempel? Ist der herstellerseitig drin, oder hat den jemand bei einer Umruestung/Reparatur draufgestempelt? Hier noch zwei Bilder dazu:
Die originalen Gewindestangen, die den Speaker mal gehalten haben, sind in den Loechern noch zu sehen (gleich neben dem o.g. Stempel). Die scheinen aber zu kurz gewesen zu sein, als zwischen Schallwand und Speaker eine Daempfung gelegt wurde. Ich habe den Amp 1985 so "geerbt" und weiss nicht, was daran original ist und was nachtraeglich geaendert wurde. Die Schallwand ist uebrigens auch mit dem Rahmen der Frontbespannung fest verbunden - ist das normal? Beides zusammen traegt so dick auf, dass es vorne fast buendig mit den Seitenwaenden abschliesst.
Es gibt uebrigens noch eine Stelle, an der die Schaltung leicht veraendert ist: Die Eingaenge wurden so geschaltet, dass sie "gleichwertig" sind, also beide "high" sind. Dafuer ist an der 7025 noch den 1MOhm Widerstand vom Eingang an Masse dazugekommen. Auch die Aenderung werde ich wieder zurueck nehmen, sodass wieder ein High- und ein Low-Input da ist. Weitere Aenderungen konnte ich bisher nicht entdecken, wobei ich schon 1986 einiges korrigiert hatte.
Gruss
Chris
Volka:
Hi Chris,
kann sein, dass ich mit deinem Speaker voll daneben lag :facepalm: ::) ;D : soviel ich (jetzt) weiss gab es nur in den 50er und 60er Jahren die dreistelligen Jahres-Codes (mit den dreistelligen Hersteller-Codes davor). Daher wäre 137(CTS) 351 entweder 1951 oder 1961. Ab den 70ern würde da z.B. 137-3571 stehen.
Was mich verwirrt (hat) ist der rechteckige Keramik-Magnet... sowas hab ich immer mit den 70ern in Verbindung gebracht (z.B. bei Peavey-Amps).
Die identischen Stempel auf Speaker UND Gehäuse deuten auch darauf hin, dass die Pappe "okinol" ist, also der Speaker der 1964 eingebaut wurde.
Ich spiele meinen 6G2 ab und zu mit einer 2X12 8 Ohm Box (ohne den onboard-speaker): da wird der Prinz zum König :guitar:
Grüße,
Volka
ChrisB:
Hi Volka,
danke! Jetzt hab ich die Speaker-Identifikation auch begriffen und konnte auch bei meinem 1980er Princeton den Speaker als CTS aus KW38/1979 bestimmen. Bei dem "neuen" Princeton war ich nie sicher, von wann der ist! Jetzt habe ich ihn schonmal auf Anfang 1980 datieren koennen (Fender-Roehren KW52/1979).
Nochmal zu dem abenteuerlichen Poti: Eigentlich soll an der Stelle ja ein 1K/1W sein. Welchen Grund koennte es geben, da einen Poti einzuloeten, bzw. den Widerstand auf ~6,4K anzuheben? Ich frage mich, ob ich nicht wieder auf den original 1KOhm zurueck gehen sollte, oder einen 5,6K nehme...
Gruss
Chris
Volka:
:gutenmorgen:
Gründe für den 6K4-Widerstand kann es einige geben... da ja nicht einmal Schirmgitter-Rs vorhanden sind, hat man auf diese Weise die Spannung an den SGs niedriger als an den Anoden gehalten. Vielleicht hatte sich der originale 1-Watt/1K R auch verabschiedet und es war grad nix anderes da (z.B. kurz vorm Gig)...
Ich würde es einfach mal ausmessen (Spannung Anode /Schirmgitter) und dann einen 2-Watt R mit dem benötigten Wert einlöten.
brauch noch'n Kaffee...
Volka
jacob:
Hi Volka,
die Spannungen an den Schirmgittern sind mit dem regulären 1K ja auch niedriger als an den Anoden. Zudem ist die Betriebsspannung relativ niedrig, und da gehts auch ohne Schirmgitterwiderstände (früher waren allerdings auch die Röhren wesentlich robuster).
Sicherheitshalber sollte Chris natürlich trotzdem den Schirmgittern zwei 470 Öhmer gönnen.
Falls er mal eine dieser älteren russischen 5Y3 Gleichrichterröhren verwendet, die wahrscheinlich eher eine GZ34 sind.
Oder wenn er mal eine Diodengleichrichtung testen will.
Gruß
Jacob
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