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Tweed Champ 5F1 - Sicherung fliegt

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Bumblebee:
Hallo liebe Gemeinde,

ich spiele schon fast 30 Jahre lang Röhrenverstärker, aber heute ist mir zum ersten Mal eine Sicherung während des Spielens durchgebrannt, weswegen ich etwas irritiert bin. Zum Glück ist mir das nur zuhause passiert.

Um jetzt nicht blind Sicherungen zu verschwenden und unnötigerweise Röhren zu tauschen frage ich nach Euren Erfahrungen.

Es handelt sich um einen Tweed Champ 5F1 Clone und die Sicherung hat 0,63 A (ohne Sandfüllung).
Die Röhren sind genauso wie der Verstärker seit 2006 regelmäßig und oft im Einsatz, es handelt sich um meinen Übungsverstärker, mit dem ich auch einige Gigs spiele. Eine Sichtprüfung brachte keine Ergebnisse.
Die Woche vor dem Sicherungsfall gab der Champ nach dem Ausschalten ein abnehmendes Rauschen von sich.
Könnte das ein Hinweis auf die Endröhre sein?

Freue mich über Tips aus Eurem Erfahrungsschatz.

Gruß
Bumble

Bierschinken:
Hallo,

das kann alles und nichts sein…

Ohne Messgeräte keine Chance. Da beschränkt es sich auf "Try & Error- Bauteiltauschen"

Grüße,
Swen

Beano:
Hi,

ich würde folgendermaßen vorgehen:
Röhren raus, neue Sicherung rein (träge!), anschalten - wenn sie heil bleibt würde ich die Röhren nacheinander einstecken - wenn nicht ab zum Techniker!
Vor dem Einstecken natürlich ausschalten! Erst die Gleichrichterröhre, dann die Endröhre, dann die Vorstufenröhre.
Sollte die Sicherung irgendwo rausfliegen, diese Röhre tauschen.
Falls sie trotz Tausch immer noch rausfliegt - ab zum Techniker!
Mehr kann man ohne Messgeräte und dem entsprechenden Wissen nicht machen.

Es ist auch möglich, dass die Sicherung ohne Grund rausfliegt (Altersschwäche...). Dann läuft der Amp mit einer neuen Sicherung wieder einwandfrei.
Wenn die Röhren allerdings seit 2006 drin sind, kann die Endröhre durchaus hinüber sein...

Grüße
Mathias

Bumblebee:
Hallo Swen und Mathias:
Messgeräte und Fachwissen sind durchaus vorhanden. (Allerdings keine Ersatzröhren)
Wie würdet Ihr denn Messtechnisch vorgehen?






Bierschinken:
Hallo,

wenn Messgeräte vorhanden, dann check erstmal alle Widerstände.
Insbesondere: Kathodenwiderstand/G2-Widerstand an der Endröhre, Widerstände im Netzteil, Testmessung Widerstand Ub gegen Masse.
Messen ohne Röhren.

Wenn das in Ordnung ist, mal nach Mathias's Prozedere vorgehen und jedesmal die Ub mit dem Multimeter beobachten, am besten das DMM fest dranklemmen.

Grüße,
Swen

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