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Fender 75 Phasenumkehr und Mods
darkbluemurder:
--- Zitat von: Nigel am 18.11.2017 16:04 ---Ich hatte mit Rauschen zu kämpfen und und habe deshalb eine Gegenkopplung eingebaut.
Naja....es ist vielleicht eine Diskussionsgrundlage und wenigstens kritikwürdig.
Jedenfalls kann ich jetzt Overdrive und clean besser abstimmen. Der Overdrive klingt jetzt viel, viel besser. Der Amp verhält sich nicht mehr so steif. Der Reverb klingt mehr nach Fender. Die Endröhren können heißer betrieben werden. Immerhin bin ich auf einem guten Weg. Mein Ziel war es, mit dem Konzept des Amps zu arbeiten.
--- Ende Zitat ---
Sehr interessante Idee - damit wird der Overdrive natürlich weniger.
Das Auskoppeln nach dem KF mit 22nf und 1MA wäre mir zu heftig - da geht ja das ganze Frequenzband durch. Ich finde die Originalkombination 1nf Ck und dann 1M2 II 1n gar nicht schlecht. Der 1n bewirkt mit dem 1M2 und dem 1M Poti einen Hochpass von ca 72hZ, das Filter einen Hochpass von ca. 160hz. Das nimmt gerade den Matsch aus den Bässen, was mir gefällt - Fender/Mesa-Sound, aber mit tightem Bass.
Ich überlege noch, was ich anstelle des Bass-Boosts einbauen könnte. Der ist bei mir fast immer aus. Wenn ich den Treble Shift einbaue, habe ich schon zwei Midboosts. D.h. in Frage kommt entweder ein Preamp Boost a la Dumble oder der Dumble Deep Switch. Wahrscheinlich wird es der Deep.
Viele Grüße
Stephan
Nigel:
--- Zitat von: darkbluemurder am 18.11.2017 17:21 ---Sehr interessante Idee - damit wird der Overdrive natürlich weniger.
--- Ende Zitat ---
Ja, stimmt. Aber jetzt habe ich die Möglichkeit mit dem ersten Volume-Regler die Verzerrung der hinteren Röhren zu regeln und mit dem Lead-Regler einen anderen Overdrive-Sound hinzuzuregeln....blöd ausgedrückt, aber das ist der Eindruck, den man als Gitarrist hat.
--- Zitat von: darkbluemurder am 18.11.2017 17:21 ---Das Auskoppeln nach dem KF mit 22nf und 1MA wäre mir zu heftig - da geht ja das ganze Frequenzband durch. Ich finde die Originalkombination 1nf Ck und dann 1M2 II 1n gar nicht schlecht. Der 1n bewirkt mit dem 1M2 und dem 1M Poti einen Hochpass von ca 72hZ, das Filter einen Hochpass von ca. 160hz. Das nimmt gerade den Matsch aus den Bässen, was mir gefällt - Fender/Mesa-Sound, aber mit tightem Bass.
--- Ende Zitat ---
Hast recht, ja. Ich habe die Bässe durch kleinere Katodenkondensatoren in den vorherigen Stufen abgemildert. Das fand ich die bessere Idee, weil so die Bässe nicht mitverzerrt werden und für Matsch sorgen können. Bässe kann man hinterher wieder aufholen.
--- Zitat von: darkbluemurder am 18.11.2017 17:21 ---Ich überlege noch, was ich anstelle des Bass-Boosts einbauen könnte. Der ist bei mir fast immer aus. Wenn ich den Treble Shift einbaue, habe ich schon zwei Midboosts. D.h. in Frage kommt entweder ein Preamp Boost a la Dumble oder der Dumble Deep Switch. Wahrscheinlich wird es der Deep.
--- Ende Zitat ---
Oder ein Dumble Jazz/Rock-switch?
Das blöde ist, dass der Schalter ein Öffner ist. Er ist offen, wenn man ihn zieht. Ich habe damit einen Katodenkondensator geschaltet. Er ist jetzt ein Bass-Cut.
Lieben Gruß,
Nigel
darkbluemurder:
Hallo,
gestern habe ich wie schon angekündigt den Treble Boost durch einen Treble Shift (schaltet einen 500pf zum vorhandenen 250pf dazu) ersetzt, dabei die beiden Kabel besser verdrillt und etwas gekürzt. Diese Maßnahme kann ich jedem F-75-Besitzer empfehlen. Die Idee, den Treble-Boost zur Schaltung wieder an die Klangregelung zu führen, ist layout-technisch ein Fehler, weil die Signale phasengleich sind und deshalb für Oszillationen sorgen. Diese haben das Harsche und Kratzige im Leadsound bewirkt. Das ist jetzt völlig weg, auch ohne zugeschalteten Treble-Shift-C. Mit zugeschaltetem Treble-Shift-C kommt das jetzt richtig fett daher - weiche, sustainreiche Sounds sind jetzt locker möglich. Diese Boostschaltung ist auch vom Layout her unproblematisch.
Ich habe gestern Abend nicht mehr probiert, auf die ECC81 zurück zu wechseln, werde das aber noch versuchen. Verzerrung hat er nämlich genug.
Jetzt geht es aber als nächstes an die Verringerung des Brummens.
Viele Grüße
Stephan
darkbluemurder:
--- Zitat von: Nigel am 18.11.2017 17:41 ---Ich habe damit einen Katodenkondensator geschaltet. Er ist jetzt ein Bass-Cut.
--- Ende Zitat ---
Sehr coole Idee! Vom Layout bietet es sich an, das mit der Kathode der zweiten Stufe zu machen.
Gestern habe ich das Kabel vom Eingang zur ersten Stufe durch ein abgeschirmtes Kabel ersetzt - hat aber nicht viel Brumm vermindert. Also weitersuchen.
Viele Grüße
Stephan
darkbluemurder:
Ich bin inzwischen wieder bei V3 zur 12AT7 zurückgekehrt, weil ich nicht so viel Gain brauche. Ich habe aber das Leadpoti als variablen Widerstand geschaltet und den nachfolgenden 68k durch einen 470k ersetzt. Außerdem habe ich den 1n Koppel-C nach dem Kathodenfolger durch einen 2n2 ersetzt (durch den, den ich im Reverb-Schaltkreis entfernt habe). Schließlich habe ich den 500pf Snubber an V4 entfernt.
Der Leadsound klingt immer besser. Am Clean muss ich noch etwas machen, aber erst muss ich das Brummen in den Griff bekommen. Ich habe inzwischen alle Elkos (das waren noch die originalen) durch neue ersetzt - keine Besserung. Das abgeschirmte Kabel zu V1a hat auch (fast) nichts gebracht. Ich habe jetzt angefangen, die Potimassen zu den zugehörigen Kathodenfußpunkten zu legen (von dort aus führen Kabel zur Messingplatte, die aber nach meinem Messgerät guten Kontakt hat). Auch keine Besserung, vielleicht sogar eine Verschlechterung. Das kann aber daran liegen, dass ich die Reverb-Poti-Masse noch nicht verlegt habe und es besser wird, wenn ich die auch verlege.
Die Kathoden der Endröhren sind Fender-typisch direkt an das Chassis gelötet. Die Speakerbuchsen sind original und nicht vom Chassis isoliert. Ich denke, ich werde das ändern und diese Leitungen an einen gemeinsamen Massepunkt führen. Schließlich überlege ich auch, statt der Messingplatte eine Masseschiene zu verwenden und diese an der Inputbuchse zum Chassis zu führen. Zielführende Ideen?
So ein Brummen habe ich noch nie erlebt - nicht mal meine auf High Gain modifizierten Marshalls brummen so.
Viele Grüße
Stephan
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