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Fender 75 Phasenumkehr und Mods

<< < (18/24) > >>

Nigel:
Moin zusammen!

Habe mich die Tage mal wieder mit dem Fender 75 beschäftigt. Ich habe einen BIAS-Regler eingebaut und vor allem den Overdrive bearbeitet. V4A ist jetzt ein Anodenfolger. Die Klangformung habe ich auch verändert. Ferner habe ich den Treble und den Bassboost entfernt und statt dessen Katodenkondensatoren von V2B (1µF) und V4A (47µF) schaltbar gemacht.
Dann verspürte ich Lust einen Varistor am Netzschalter einzubauen und Schutzdiioden an den Anodenleitungen anzubringen. Ansonsten habe ich mal wieder fleißig Teile getauscht, weil der Amp nach unserem Sommerfest im August nur noch üble Pupsgeräusche von sich gab: Schalter, Sockel, Kondensatoren, Widerstände...sind jetzt kaum noch Originalteile drin, bis auf Trafos, einige Potis und ein paar Sockel. Jedenfalls hatte ich gestern Nacht ein richtiges Aha-erlebnis, dass ich euch nicht vorenthalten möchte. Seht selbst.

Ein kleines Problem ist aufgetaucht: Wenn ich den im Lead-Modus durch ziehen des Trebleboosts den Katodenkondensator von 1µF an V2B aktiviere klingt es ab eines betimmten Zerrgrades fürchterlich. Wer schon einmal eine Zikade gefangen hat, weiß welches Geräusch ich meine. Ein gequältes, überdrehtes Sirren. Was kann ich tun? ein Widerstand mit dem 1µF in Reihe vielleicht?

Verzeiht den "spontan gezeichneten " Schaltplan. Es wird hoffentlich deutlich worum es mir geht.

Danke für Hilfe!

Lieben Gruß,

Nigel

Laurent:
Moin Nigel,

Wahrscheinlich hat es mit deinem Problem nichts zu tun aber hast vor deinem "Lead-Gain"-Poti kein Koppel-C? Wenn da keiner dran ist, liegen ja dein Poti und dein Fußschalter auf eine schöne DC-Spannung.

Zu deinem Problem würde ich erst alle Lötstellen erneut prüfen, insbesondere am "Treble-Boost" Schalter und an der Fußschalterbuchse. Ggf. schadet ein Widerstand nicht. Somit hast du auch kein Knacken beim Einschalten.

Gruß,
Laurent

Nigel:
Moin Laurent!

Du hättest wahrscheinlich recht, wenn der Koppel-C vor dem Lead-Poti fehlen würde, habe nur vergessen ihn einzuzeichnen, ebenso wie die Schirmgitterwiderstände. Ich hänge einen alternativen, richtigeren dran. Ich glaube, ich versuche mal einen großen Widerstand in Reihe mit dem Lead-Poti. Im original war da schließlich ein 1,2M. Vlt kommt jetzt einfach zuviel Gain aus den beiden Stufen im Lead-Modus.

Danke Dir für die Mühe, dass du meinen Plan gelesen hast. Ich guck heute Abend nach. Lockere Lötstellen habe ich bereits mehrere gefunden - meißt selbst verschuldet. Antiknackwiderstände sind auch eine sehr gute Idee.

Ferner habe ich ein kleines Problem mit dem Bassboost-Schalter. Es ist ein zweipoliger Ein/Aus-Schalter im Bass-Poti. Es ist ein original Fender-Poti. Nun ist er aber in gezogenenm Zustand aus und im gedrückten ein, also genau umgekehrt zu seiner Bestimmung. Ist nicht schlimm, aber kann man den irgendwie schnell umbauen/umdrehen oderso?





Lieben Gruß,

Nigel

Nigel:

--- Zitat von: Bendyhaa am 22.06.2015 15:22 ---Schöne Ideen Nigel,
Ich hab grad erst angefangen mit diese verstärker zu beschaftigen als ich neulich einer gekauft habe. Ich hab mein ganzen energie im ein Super Champ vom 1982 gestecht, worauf ich interesse an diese Ed Jahns design fand, so zu sagen der große bruder vom S.C.
Sehr ähnliche ideen hat ich mit der V3B. Ich fand die schematic so was von verwirrend, das ich entschloß das nach zu zeichnen. So find ich es einfacher der signal lauf zu folgen.

--- Ende Zitat ---

Danke Dir Ben, für den schönen Plan.  :topjob: Saubere Arbeit. Das hat mich dazu inspiriert meinen eigenen zu Zeichnen irgendwann wird es unübersichtlich, wenn man in dem originalen Plan zuviel herumkritzelt. Jetzt, wo der Overdrive anständig klingt, hörbeispiele sollen folgen, finde ich das Ed Jahns Design auch richtig gut, bzw jetzt habe ich das verstanden. Der zuschaltbare Katodenfolger selbst belibt clean und wenn man den Lead aufdreht, kommt eine schöne, dick klingende Zerre. Störend in der Konstruktion ist der Effektweg, der ursprünglich nicht nur klangformend sein sollte. Genug Röhren sind da um viel herauszuholen und dass die Klangregelung vor der Zerre ist, ist nicht so ausschlaggebend, wie ich anfangs dachte. Wenn ich mich recht erinnere haben einige sehr schöne Amps wie Trainwreck die Klangregelung ebenfalls vor der Zerrstufe.


Wieder was gelernt.

Lieben Gruß,

Nigel

Nigel:
Moin zusammen!

Ein echtes Problem ist aufgetaucht: Der Hall fängt an zu pfeiffen wenn der Pegel im verzerrten Modus zu groß ist, sprich wenn die Katodenkondensatoren in der Zerrsektion aktiviert sind. Es ist sogar noch schlimmer: der Hall geht im Lead-Modus nicht wirklich auszuschalten. es liegt wohl daran, dass nun zuviel Pegel in den Hallteil gelangt, der ein Abschalten via Vactrol unmöglich macht - so die Vermutung. Wenn ich nun den Hall zugunsten des Lead-Modus abstimme, also den Gitterableitwiderstand der Treiberstufe verkleinere, habe ich kaum noch Hall im Clean-Modus.

Meine Idee dazu ist, den Hallabgriff direkt vor der Phasenumkehr, hinter den beiden Volumereglern zu machen, da hier ein gleichmäßigerer Pegel anliegt. Das funktioniert bestimmt besser. Dafür muss ich mit den Werten noch ein wenig experimentieren. Kennt jemand einen Amp bei dem der Hallabgriff genau vor der Phasenumkehr ist? Gibt es etwas, das dagegen spricht? Der Reverbregler bildet ja auch gleichzeitig eine Last für das Tonsignal, ist das zu verschmerzen? Hat jemand vielleicht eine bessere Idee dazu?

Mein Dank sei Euch gewiss!

Lieben Gruß,

Nigel

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