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Fender 75 Phasenumkehr und Mods

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Nigel:
Moin zusammen!

Soo, mal wieder meinen Uraltfred herausgekramt.

Ich nutze schon seit einiger Zeit einen Schaltplan, den ich mir mit abgezeichnet habe. Ich denke er ist einigermaßen fehlerfrei und würdig ihn hier reinzustellen. Toll finde ich, dass man alles auf einmal sieht und sogar den Fußschalter mit auf dem Blatt hat.


Im gleichen Stil habe ich auch meine Modifikationen festgehalten, die muss ich mir aber nochmal prüfen, folgen aber bald an dieser Stelle.


Vielen Dank nochmals für euren Beistand in dieser Sache.

Lieben Gruß,

Nigel

darkbluemurder:
Hallo Nigel,

vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Der Originalplan ist ja wirklich schwierig zu entziffern.

Viele Grüße
Stephan

darkbluemurder:
So - jetzt habe ich mir meinen auch einmal vorgenommen, nachdem er nun nach langer Zeit wieder bei mir steht. An und für sich gefiel mir der Amp schon im Originalzustand ganz gut. Stärken sind auf jeden Fall, dass er lange clean bleibt. Er klingt auch für Bass gut. Gestört haben mich folgende Dinge:

- Treble Boost und Midboost wirken viel zu heftig
- insgesamt fühlt sich der Amp beim Spielen etwas steif an
- Clean und Lead sind nicht gut aufeinander abgestimmt, d.h. Lead ist zu bissig

Also flugs folgende Änderungen vorgenommen:
- der Treble Boost besteht aus einem 470k, dem für den Boost ein 330pf C parallel geschaltet wird. Das habe ich gegen 220k II 500pf ersetzt. Beide Varianten klingen besser als die vorherigen. Vermutlich werde ich aber diese Kombi fest einlöten und den Schalter dazu verwenden, einen 500pf zum vorhandenen Treble C von 250pf parallel zu schalten ("Treble Shift" wie Mesa Mark II).
- zum 100k beim Midboost habe ich einen 47k parallel gelötet. Das ergibt einen Gesamt-R von ca. 33k, d.h. der Boost ist jetzt 33k II 4700pf (ebenfalls wie Mesa Mark II). Das klingt für meine Ohren viel viel besser als vorher.
- Bei der Gelegenheit habe ich festgestellt, dass der Bright-C bei mir 500pf (!) betragen hat. Scheint ein Fehler ab Werk gewesen zu sein, denn die Lötstelle sah original aus. Kein Wunder, dass das viel zu grell war. Den habe ich durch einen 120pf wie im Schaltplan angegeben ersetzt.
- Die 500pf Snubber Caps an V1 und V2 habe ich entfernt. Die kann man an anderer Stelle besser verwenden.

Die große Herausforderung bei diesem Amp ist das Tuning des Leadkanals, weil die Designer im Grunde nur die Aufhebung der Signalvernichtung aus der Parallelschaltung mit dem Hall für den Overdrive genutzt haben, plus eine Kathodenfolgerstufe. Es gibt also wenig Ansatzpunkte für Veränderungen, ohne gleichzeitig den Clean zu verändern. Parallel zum 68k Widerstand am Kathodenfolger habe einen 1000pf gelötet (das ist Friedman-inspiriert), was nach meiner Berechnung einen Tiefpass ab ca. 2,2 khz bewirkt. Vermutlich löte ich aber noch einen 500pf dazu, dann würde der Tiefpass bei 1,5khz ansetzen. Aber schon der 1000pf leistet viel für die bessere Abstimmung zum Clean. 

Mich stört noch, dass der Ton bei aufgedrehtem Lead dünn und krätzig wird. Ich werde hier vermutlich einen 220pf vom Ausgang des Leadpotis zur Masse einbauen. Das hat sowohl beim CJ 11 als auch beim Hiwatt Brilliant Ch hervorragende Ergebnisse gebracht.

Viele Grüße
Stephan

Nigel:
Moin Stephan!

Auch ein guter Ansatz, wie ich finde. Ich habe mir die Zähne daran ausgebissen eine einigermaßen vernünftige Abstimmung von dem Teil der Schaltung nach V1 und vor dem Effektweg zu finden.

 :topjob:


Lieben Gruß,

Nigel

darkbluemurder:
Hallo,

was mir gestern beim Spielen aufgefallen ist: das Zisseln im Lead verschwindet, sobald man die beiden Master Volumes weiter aufdreht. Das liegt an dem 3300pf C, der vom Ausgang des Lead Master an Masse geht. Da der Master Volume im Lead parallel zum Lead Master liegt, hat der C bei niedrigen Einstellungen kaum einen Effekt. Offenbar gingen die Entwickler davon aus, dass der Amp nur laut gespielt werden wird :guitar:. M. E. nicht besonders sinnvoll - ein Master Volume soll nach Möglichkeit nur leiser oder lauter machen, aber nicht aus Prinzip den Klang verändern. Vielleicht nehme ich den 3300pf und löte ihn parallel zur 68k an der Kathode - mal sehen.

Was mich an dem Amp aber wirklich nervt, ist das Brummen selbst im Clean. Es streut schon in die erste Stufe ein, denn wenn ich den Volume zurückdrehe, ist es weg. Also werde ich dem Amp ein abgeschirmtes Kabel von der Eingangsbuchse zu V1a spendieren. Wahrscheinlich muss ich auch die Lautsprecherbuchsen durch isolierte ersetzen. Gibt es die eigentlich auch im Fender-Stil?

Viele Grüße
Stephan

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