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65er Bandmaster schaltbarer Rectifier
cca88:
--- Zitat von: Deerbridge am 20.10.2014 11:48 ---Hallo,
jetzt hat's zeitlich endlich mal mit dem Umbau geklappt... der Hammond 290DEX tut hervorragend, Spannungen stimmen, zweites BIAS-Poti und der Schalter sitzt zwischen NT und AÜ. Ich hab' allerdings nicht mit dem Standby-Switch kombiniert. Die alten Gleichrichterdioden hab' ich auch gleich gegen UF5408 getauscht.
Soundmässig ist das Ergebnis phantastisch, in der Solid-State-Stellung ist der Amp purer Rock'n Roll...
In der Tube-Stellung unglaublich sweet, bluesig, weicher mit etwas mehr Sustain, etwas weniger deep end. Tränentreibend schön !
Soweit, so gut, jetzt macht mir eins Gedanken, die Cracks können sicher helfen:
Der Bandmaster hat als Siebelkos 70/70/20/20/20 Mief drin - sollte die GZ34 laut Datenblatt "eigentlich" gar nicht vertragen. Die tube-rectified Blackfaces (Deluxe, Vibrolux etc.) haben 16/16/16/16/16 Mief.
Ich mag aber die Werte im Hinblick auf die Solid-State-Gleichrichtung eigentlich nicht ändern.
Frage nun: Was kann passieren ? Lebt die Röhre kürzer, schlägt was durch ? Hab' leider noch nicht so viel Erfahrung mit der GZ34.
Danke für Aufklärung im Voraus,
Martin
--- Ende Zitat ---
Hallo Martin,
die GZ34 hält die Kondensatorwerte sehr wohl aus. Deine 70/70 sind (hoffentlich) in Serie und ergeben dadurch 35µF. Die GZ34 kann 50µF ab. Schau dir mal die Pläne vom 65er Super Reverb, Pro Reverb an...
Was eigentlich mindestens genauso schwerwiegend ist - der "Vorwiderstand" - den gibt es dezidiert in kaum einem Verstärker... Schau mal ins Datenblatt der GZ34 und such mal im Forum. Da sind in ljüngster Vergangenheit etliche Threads bzgl. der Lebensdauer von Gleichrichterröhren gelaufen
Grüße
Jochen
Deerbridge:
Herzlichen Dank, das beruhigt schonmal ! :)
Die Schematics von Super und Pro hatte ich mir nicht angesehen. Meine Beschaltung entspricht 1:1 dem Super.
Welchen Vorwiderstand meinst du ? Bei der Super-Schaltung finde ich nichts, wäre da eine Änderung empfehlenswert ?
Gruss, Martin
cca88:
--- Zitat von: Deerbridge am 20.10.2014 12:19 ---Herzlichen Dank, das beruhigt schonmal ! :)
Die Schematics von Super und Pro hatte ich mir nicht angesehen. Meine Beschaltung entspricht 1:1 dem Super.
Welchen Vorwiderstand meinst du ? Bei der Super-Schaltung finde ich nichts, wäre da eine Änderung empfehlenswert ?
Gruss, Martin
--- Ende Zitat ---
Hallo Martin,
Du wirst die Vorwiderstände - als Bauteile - in keinem mir bekannten Amp finden. In den alten Datenblättern der Gleichrichterröhren sehr wohl. Es geht um den Längswiderstand der Zweige des Gleichrichters. Sprich Innenwiderstand des Trafos & ggf. zusätzlich eingefügte Bauteile.
Die alten (Mullard, Sylvania, GE) GZ34 waren wohl ziemlich immun gegenüber "Nichtbeachtung" - sprich sie hielten zum Teil ewig. Aktuelle Typen reagieren teilweise empfindlicher und quittieren das möglicherweise durch Ausfall.
Die "Schuld" liegt wohl eher bei den Verstärkerherstellern, die die Tuben weit ausserhalb ihrer Spezifikationen betrieben haben - Symptom ist daß wir heute eher zur einen oder der anderen Röhrenmarke greifen wollen, bzw. Vorurteile aufbauen.
Nochmal die Bitte: Forums-Suche bemühen - Datenblatt anschauen
Grüße
Jochen
Such mal hier mi
Deerbridge:
Hallo,
der Umbau ist nun durch, eigentlich arbeitet alles wie gedacht, nur hat der Amp (in beiden Gleichrichter-Modi) nun einen zwar leichten, aber vernehmbaren Brumm, den er vorher nicht hatte. Ich hab' daraufhin auch den Kabelverlauf versucht zu optimieren, auch Verdrillung etc.), hat aber wenig bis nichts geändert.
Nun mein Gedanke: Es landet ja bei dieser Schaltung jeweils eine gleichgerichtete Spannung (die weggeschaltete) ungesiebt im Leeren am Schalter - zwangsläufig dicht beim Verlauf der "aktiven" Spannung. Kann es sein dass diese ungesiebte Spannung da "hineinschmutzt" ?
Gruss, Martin
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