Technik > Tech-Talk Amps
Schaller KV50 Potis
Hannes:
Hallo zusammen,
ich bin gerade in der Vorbereitungsphase der Restauration meines Verstärkers, es handelt sich dabei um einen Schaller KV50. Nun habe ich mich schon durch die Schaltpläne vom KV40 und KV50 gearbeitet und alle Bauteilwerte raus geschrieben, den Verstärker zerlegt und fotografiert, aber es fehlen immer noch einige Angaben.
Im Anhang ist der Schaltplan zum KV40, der aber bis auf die Bezeichnung identisch ist - ich habe auch noch den KV50, aber der ist (noch) schlechter lesbar.
Mir fehlen noch die Kennlinien der Potis. Es gibt nur zwei Werte, die verbaut wurden, nämlich 100kΩ und 1MΩ. Die verbauten Potis (die nicht die originalen sein müssen, immerhin ist der Amp ca. Baujahr 1966) sind mit 1M+ 76, 100k lin (das ist mal einfach ;)) und sonst nicht beschriftet.
Nun bin ich unschlüssig, wie ich die restlichen Potikennlinien wählen sollte. Bisher möchte ich es so machen: Alle Lautstärke-Potis werden log, alle Höhen lin, alle Bass log, Tremolo-Tempo wird lin, Tremolo-Amplitude wieder log. Damit bleibt noch folgendes:
Das Echomodul hat für Ein- und Ausgang auch ein Poti, da nehme ich wieder log, da es auch die Lautstärke bzw. Intensität des Echos ist. Die Tonwaage am Mikro-Eingang, die wird über ein 1MΩ-Poti eingestellt wird. Was mache ich da?
Merkt man die Unterschiede im Klangsteller überhaupt? Bei Fender scheinen alle Potis log zu sein.
Kann mir noch jemand eine Bezugsquelle für einen Rundriemen fürs Echo nennen? Der Umfang beträgt 350mm und der Durchmesser ungefähr einen Millimeter.
Vielen Dank
Hannes
es345 (†):
Hallo Hannes,
ich vermute, Du hast die alten Potis noch?
Wenn ja, dann teste mal:
- miss den Wert des Potis - Anfang (Anschluss Linksanschlag) zu Ende (Anschluss Rechtsanschlag) -
- dreh den Schleifer genau auf die Hälfte und miss von Anfang zum Schleifer
Ist der Wert etwa 50% des Gesamtwertes >> lin
Ist der Wert deutlich kleiner als 50% des Gesamtwertes >> log
Ist der Wert deutlich grösser als 50% des Gesamtwertes >> negativ log
Zur Tonwaage: ich tendiere zu log.
Gruss Hans- Georg
Hannes:
Hi Hans-Georg,
ach, da hätte man auch selbst drauf kommen können... :-[
Ja, die alten Potis habe ich natürlich noch, ich spiele den Amp noch ab und zu, obwohl das Gebrumme die Freude stark dämpft.
Gut, dann würge ich das ganze Elend demnächst mal wieder auseinander und messe.
Da das Zerlegen beim letzten Mal aber locker zwei Stunden verschlungen hat: Gibt es noch Tipps, was übliche Kennlinien betrifft?
Viele Grüße
Hannes
bluesfreak:
Moin,
zu den Potis gibts nicht mehr zu sagen, da würd ich genau so verfahren wie oben aber der Brumm kommt garantiert aus verschlissenen Kondensatoren im PowerAmp. Ich hatte schon das Vergnügen mich durch 2x KV40 zu wühlen, GsD waren die Problem größtenteils auf die Endstufe bzw den Poweramp unten im Gehäuse und das Verbindungskabel (gebrochener Oktalstecker) beschränkt. Bei beiden waren die Siebelkos komplett platt, Ersatz mit Teilen von Jan (Dirk hat die Schraubelkos ja nicht) brachte schnelle Linderung.... Den Treibriemen für das Echo hab ich aus einem Satz Riemen von Pollin gefischt, da war zufälligerweise was dabei...
Gruß
blues
es345 (†):
Hallo Hannes,
ich hab mich nochmal durch verschiedene Schaltpläne gewühlt und und auch den Tonestack calculator angeworfen. Das ist meine Meinung.
1. alle Volume Potis log
2. der Klangregler ist ein passiver "James". Mit entsprechenden log Potis ("Log B has 10% of the full value at half-way position") bekommst Du bei Mittelstellung einen in etwa linearen Frequenzverlauf und kannst gut anheben und absenken. Ich tendiere daher zu log Potis für die Klangregelung.
Den Rest würde ich messen.
Gruss Hans- Georg
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln