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NOS Mullard vs. TAD Mustards Koppelkondensatoren lohnt sich das Investment

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cca88:

--- Zitat von: guitarthunder am 15.02.2015 18:12 ---Hi
Auf vielen Apothekencaps steht aber Made in Germany. Wer macht die dann?
Gruß Michael

--- Ende Zitat ---

... auf denen die ich hier hab steht da nichts davon drauf

Grüße

Jochen

Nigel:
Moin!

Ich würde das mal positiv formulieren: Wenn man den Effekt haben möchte, der erzeugt wird, wenn Kondensatoren in einem
bestimmten Bereich driften, dann kann man nur alte oder handgemachte nehmen. Wüsste nicht wie man das anders machen sollte. Ich denke da an Hammond Tongeneratoren. Dort sind Wachskondensatoren für einen wesentlichen Bestandteil des Klangs verantwortlich. Ich kenne eine Model A, die mit NOS-Wachskondensatoren restauriert wurde. Würde das niemals ändern. Die Dinger waren aber nicht teuer, trotz original USA usw...auch Orange Drops müssen nicht teuer sein.

Den erhöhten Innenwiderstand von alten Kondensatoren kann man nachbilden. Anders sieht es mit unregelmäßigen Schichtabständen aus. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass da klangtechnisch was besonderes passiert.

Ich habe mal ganz simpel einen Kondensator selbst gewickelt. Aus Alufolie und Papier. Er hatte zufällig, ziemlich genau 22nF, hab ihn in einer Gitarre getestet und hat toll funktioniert. Beim Spannungsfestigkeitstest isser mir bei etwa 360 Volt unter milder Rauchentwicklung verdampft. Ich glaube nicht, dass selbstproduzierte Kondensatoren teuer sein müssen. Das meisste Geld verschlingt sicher Marketing und Vertrieb und diese Leute haben natürlich kein Interesse an der Wahrheit.

Unterschiede nehmen natürlich nur Experten wie wir wahr und das heisst auch nicht, dass es schlecht ist, neue WIMAs zu benutzen.

Gruß,

Nigel

dukesupersurf:
Hallo,
haben wir jetzt wieder jemand ( den Kondensator-Investmenttypen vergrault ) ?
Ich muß  gestehen , ich habe einen ganz schlimmen Fehler gemacht , es tut mir soooooooooooooo leid :'(
Und zwar  habe ich auf Facebook eine tech. Antwort gegeben und hier Stußgeredet und nicht umgekehrt ! ( und kein Dankeschön bekommen )
Deshalb nochmal zusammengefasst ( is jetzt ernst Leute ) :

-sollte man statt nach Voodookondensatoren , nicht einfach gezielt nach Typen suchen , wie Polyester , Polypropylen , Keramik , Glimmer , Ölpapapier ( wißt Ihr noch mehr Typen ?) ?

-da wir alle schon mal mit Drehschalter&Krokoklemmen rumprobiert haben , sollte nicht besser erstmaldie Relation  abgewogen werden , also
  bis wieviel kHz hör ich überhaupt , hat die Aufnahmetechnik/Speaker überhaupt genug Auflösung/Tranparenz , oder interessiert das im Publikum überhaupt jemand ?

-muß der richtige Zusammenhang speziel angepasst sein : ALLE Cs im amp , statt nur einer , und wenn schon an welcher Position ( Treiber,Endstufe , Mastervol , Trebleregelr ) , Ampkonfiguration ?

Zusammengefasst: ich habe nur einmal im Leben einen Unterschied gehört : an einem cleanen fenderamp mit JBLs , Treibereingang Keramik gegen Orangedrop.

Keramiks wird in der Physik ja eine Hysteres nachgesagt ( hört man angeblich als schmissige,rotzige Höhen ). Die FKPs ( Polypropylen  ?) haben die besten Werte/wenigsten Verluste - also neutral . Sind in den Marshalls dann die Polyester drinne ? Kann es sein das die die Hochmitten irgendwie so schmierig machen , wobei der typische Marshallsound dann wohl erst einrastet , wenn 1. alle Cs so sind , 2. der Treiberordentlich mit zerrt und so den Endstufeneingangspegel limitiert und 3. rauh , böse & grummelig klingen Celestionspeaker , die da ne Mittennase haben , wo die Jensen ein Loch haben.KLingen deshalb die schaltungtechnisch sehr ähnlichen Bassman und JTM so verschieden ?
tschüß , Thomas

Nigel:
Moin!

Vor einiger Zeit fand ich hier im Forum diesen aufschlussreichen Artikel.

http://www.audio-consequent.de/info/inf_baue.htm

Ich weiss nicht mehr wer ihn hier im Forum bereits gepostet hat. Jedenfalls vielen Dank!
Man muss sicher nicht alle Ansichten teilen, die dort vertreten werden, vielleicht bringt es aber den ein oder anderen weiter.

Lieben Gruß,

Nigel

Athlord:
Moin Nigel,
den Link habe ich vor kurzem gepostet.
Die Seite selber ist nicht neu, und die Diskussion über Kondensatoren kommt immer mal wieder hoch.
Ich habe selber auch schon Mustards verwendet.
Ob das einen Unterschied macht?  I don´t know! Denn ich habe keinen Quervergleich gemacht.
Ich habe die Mustards verwendet, weil ich diese mal sehr günstig bei xxxx ersteigert habe.  :o
Generell haben diese CAPs den Nachteil, das sie nominal bis 400V Spannung geeignet sind.
Laney hat diese im Supergroup trotzdem mit bis zu 600V betrieben!
Das sieht man dann irgendwann an den Verfärbungen auf der Außenseite (siehe Bild).
Heute gibt es bessere CAPs die genauso klingen, technisch besser sind und weniger Geld kosten.
Cheers
Jürgen

PS.:
Bilder:
- Koppelkondensatoren Laney Soupergroup
- Marshall AFD Clone
- Marshall 1959 SLP Clone

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