Technik > Tech-Talk Fender
Tweed Super 5e4a
tele05:
Ich habe den 5e5a Pro jetzt auf den 5e4a Super umgebaut.
Allerdings bin ich mit der Reduzierung der Leistung wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen.
Er bringt jetzt nur noch rund 6 Watt.
Das ist dann doch etwas wenig und ich will Euch wegen möglicher Ursachen um Rat fragen.
Details zum Umbau
6L6 -> 6V6
Netztrafo: Hammond 372DX
Übertrager: Hammond 1760H
Der Trafo liefert 2x300V. Wenn ich ihn nur mit der Gleichrichterröhre betreibe, liegt die B+ bei 410V - das passt.
Wenn ich die Endröhren reinstecke, bricht die B+ auf 315V ein! Ist das normal? Kommt mir sehr wenig vor.
Das Bias ist dabei relativ heiß eingestellt auf -30V. Biasstrom ist dann 2x14mA.
Bei niedrigerem Bias -40V geht die B+ auf 355V hoch, aber das ist ein zu kalter unrealistischer Arbeitspunkt.
Biasstrom dann 5mA.
Das ganze ist unabhängig von der Gleichrichterröhre (5U4GA), ich habe parallel umschaltbar noch eine Gleichrichtung mit 2 Dioden.
Die Werte sind mit Halbleitergleichrichtung fast identisch.
Die Endstufenröhren sind 2 neue TungSol 6V6. Auch mit älteren JJ ist es identisch. Die Heizspannungen sind ok.
Wenn alle Röhren gesteckt sind und der Amp mit Input belastet wird, bricht die B+ auf ca. 260V ein (Bias: -30V).
Kommt mir auch zu wenig vor.
Ich könnte natürlich mit dem Trafo von meinem 5e3 (325V) tauschen.
Das wird damit bestimmt besser, aber erstmal will ich verstehen, ob hier ein Problem versteckt sein könnte.
Was meint Ihr?
Grüße
Oliver
cca88:
Hallo Oliver,
irgendwie paßt da etwas gar nicht...
ich hab jetzt nicht die Werte des Netztrafos nachgesehen, aber der ist eigentlich für nen 6L6-Verstärker ausreichend - oder?
versteh ich Dich richtig: ohne Endstufenröhren siehst Du "blitzsaubere" 410V - auch mit Halbleiterdioden...
Mit Endstufenröhren mit 28mA (Summe) Ruhestrom sackt alles auf 315V zusammen - auch mit Halbleiterdioden...
2x14mA Ruhestrom sind für so eine Endstufe eigentlich eiskalt...
Bricht die Wechselspannung an der Sekundärwicklung ebenfalls so stark ein?
Wie sieht es mit der Leistungsaufnahme auf der Primärseite aus?
Bleibt die Heizspannung konstant?
BTW - wie hoch ist dein Netz-Sicherungswert - vielleicht brauchst Du die Schutzwirkung im Moment....
Grüße
Jochen
tele05:
Hallo Jochen,
vielen Dank für Deinen Input.
> BTW - wie hoch ist dein Netz-Sicherungswert - vielleicht brauchst Du die Schutzwirkung im Moment....
au weia, da steckten 3.15A träge... vielen Dank für den Hinweis! Ich habe sie mit 800mA träge ersetzt.
Ist immer noch hoch, aber wenigstens halbwegs im sinnvollen Bereich.
Ich habe jetzt auch gleich die wenig sinnvolle "eine für alle" Sicherung in der Masseleitung durch 2 separate Sicherungen für die sekundären Hochspannungen ersetzt.
> aber der ist eigentlich für nen 6L6-Verstärker ausreichend - oder?
Ja. Er kann 300V mit 144mA.
> versteh ich Dich richtig: ohne Endstufenröhren siehst Du "blitzsaubere" 410V - auch mit Halbleiterdioden...
> Mit Endstufenröhren mit 28mA (Summe) Ruhestrom sackt alles auf 315V zusammen - auch mit Halbleiterdioden...
genau so.
Ich habe jetzt nochmal nur mit Dioden gemessen und die Gleichrichterröhre raus gelassen.
> Bricht die Wechselspannung an der Sekundärwicklung ebenfalls so stark ein?
nein, die bleibt nahezu konstant. Geht von 315V auf 311V runter (mit Endstufenröhren).
Und die gleichgerichtete B+ liegt dann nur 4V drüber (315V).
Ohne Endstufenröhren ist das Verhältnis 315V zu 410V.
Irgendwas zieht da mächtig Strom - habe aber noch keinen Verdächtigen gefunden.
> Wie sieht es mit der Leistungsaufnahme auf der Primärseite aus?
ohne 6V6: 6 Watt
mit beiden 6V6: 21 Watt
>Bleibt die Heizspannung konstant?
ja, beide bleiben unverändert (6,5V und 5,1V)
>irgendwie paßt da etwas gar nicht...
ja, genauso sehe ichs auch.
Ich werde morgen den Schaltplan aktualisieren und dann weitersuchen.
Falls Du weitere Ideen haben solltest - sehr gerne.
Viele Grüße
Oliver
cca88:
--- Zitat von: tele05 am 18.10.2015 21:38 ---Hallo Jochen,
vielen Dank für Deinen Input.
> BTW - wie hoch ist dein Netz-Sicherungswert - vielleicht brauchst Du die Schutzwirkung im Moment....
au weia, da steckten 3.15A träge... vielen Dank für den Hinweis! Ich habe sie mit 800mA träge ersetzt.
Ist immer noch hoch, aber wenigstens halbwegs im sinnvollen Bereich.
Ich habe jetzt auch gleich die wenig sinnvolle "eine für alle" Sicherung in der Masseleitung durch 2 separate Sicherungen für die sekundären Hochspannungen ersetzt.
> aber der ist eigentlich für nen 6L6-Verstärker ausreichend - oder?
Ja. Er kann 300V mit 144mA.
> versteh ich Dich richtig: ohne Endstufenröhren siehst Du "blitzsaubere" 410V - auch mit Halbleiterdioden...
> Mit Endstufenröhren mit 28mA (Summe) Ruhestrom sackt alles auf 315V zusammen - auch mit Halbleiterdioden...
genau so.
Ich habe jetzt nochmal nur mit Dioden gemessen und die Gleichrichterröhre raus gelassen.
> Bricht die Wechselspannung an der Sekundärwicklung ebenfalls so stark ein?
nein, die bleibt nahezu konstant. Geht von 315V auf 311V runter (mit Endstufenröhren).
Und die gleichgerichtete B+ liegt dann nur 4V drüber (315V).
Ohne Endstufenröhren ist das Verhältnis 315V zu 410V.
Irgendwas zieht da mächtig Strom - habe aber noch keinen Verdächtigen gefunden.
> Wie sieht es mit der Leistungsaufnahme auf der Primärseite aus?
ohne 6V6: 6 Watt
mit beiden 6V6: 21 Watt
>Bleibt die Heizspannung konstant?
ja, beide bleiben unverändert (6,5V und 5,1V)
>irgendwie paßt da etwas gar nicht...
ja, genauso sehe ichs auch.
Ich werde morgen den Schaltplan aktualisieren und dann weitersuchen.
Falls Du weitere Ideen haben solltest - sehr gerne.
Viele Grüße
Oliver
--- Ende Zitat ---
Hallo Oliver,
nachdem die Stromaufnahme nicht entsprechend deiner Meßwerte nach oben geht, habe ich irgendwie die Sieb- und Ladekette im Verdacht... Hast Du die Masse der ELkos angeschlossen?
Hast Du ein Oszi? Wie sieht der Sägezahn aus? Müsste auch mit einem True-RMS-Meter gehen, daß dir den Gleich- und Wechselspannungsanteil ausweisen kann....
Vom Gefühl her würde ich sagen, daß die 315V keine reine Gleichspannung sind, sondern irgendwas überlagertes
Grüße
Jochen
tele05:
Hallo Jochen,
> habe ich irgendwie die Sieb- und Ladekette im Verdacht.
sowas dachte ich mir auch.
>Hast Du die Masse der ELkos angeschlossen?
bin praktisch sicher, werde ich aber nochmal checken.
> Vom Gefühl her würde ich sagen, daß die 315V keine reine Gleichspannung sind, sondern irgendwas überlagertes
hmm, dann würde ich eigentlich erwarten, daß er nennenswert brummt - tut es aber fast gar nicht.
Egal, ich werde mal mit dem Oszi rangehen.
Ich bin jetzt leider die nächsten Tage auf Dienstreise und kann mich erst ab Mitwoch wieder drum kümmern.
Melde mich.
Grüße
Oliver
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