Technik > Tech-Talk Fender
SF Bandmaster Reverb Mod
LöD:
Oh ja, mit Sicherheit!
Ich finde die Halltanks machen nen großen Unterschied, könnte aber auch an der leicht unterschiedlichen Schaltung liegen. Im Stand alone 6G15 wird der Hall ja von eine 6K6 angefeuert. Mit unter ist da einfach mehr "Kraft" dahinter und damit wird der Einfluß der Wanne größer?
Wie auch immer, in meinem Outboard Reverb ist der Unterschied: alte USA Accutronics, aktuelle Korea Accutronics, T.A.D., MOD, und eine alten Acutronics mit kurzer Decay Zeit sehr stark hörbar. Aktuell ist die kurz nachklingende Accutronics drin, man kann fetten Reverb fahren mit viel Drip, aber ohne den ganzen Matsch beim ausklingen! Astronauts lassen grüßen!
Und ja Anschlagposition, Anschalgwinkel, Anschlagstärke und Plektrummaterial verändern den Drip auch nochmal gewaltig!
Man könnte Bücher drüber füllen!
LöD
smid:
Ja, das mit dem kurz ausklingenden Accutonics hab ich aus den selben Gründen auch auf der Ausprobier-Agenda. Welchen Typ genau verwendest Du? Wir haben einen Reissue-Tank in der Band (inkl. zugehörigem Gitarristen...), bei dem klang z.B. die Pan mit 2 Federn deutlich drippiger als die mit 3.
Das mit dem Anschlag hab ich versucht in dem kurzen Sample anzuspielen. Die 6g15-Schaltung reagiert deutlich dynamischer als die normale AB763-style Schaltung im Hall auf Veränderungen im Anschlag.
Das mit der "Kraft" der Treiberröhre hab ich mir mal näher angesehen, auch in Spice. Die 6K6 liefert clean in Spice ca. 30mAdiff bei 6Vppin, die "parallele" 12AT7 ca. 23mAdiff bei 9Vppin. Das sind natürlich nur Werte "auf dem Papier", aber so viel mehr Wumms hat die 6K6 in meiner Simulation nicht. Allerdings bleibt bei diesen Werten der gesamte übersteuerte Bereich aussen vor. Grundsätzlich halte ich aber einen größeren Vppin Bereich für vorteilhaft, einfach weil man nicht so viel Signal vorher wegschmeissen muss, was ja in der 6g15 Schaltung eh schon zur Genüge passiert.
Ich hab ja tendenziell immer eher mit zuviel Signal zu kämpfen, da ich meine Strat meist im Neck-Bridge-seriell Modus benutze, mind. 011er Saiten und medium-Pleks mit sehr viel Druck spiele (eines pro Sunde...). Interessanterweise ist mir aber noch nie in meinem ganzen Leben eine Saite beim Spielen gerissen.
Soweit ich das mit dem Strom und dem Tank richtig verstanden habe, betreiben die Fender-Schaltungen den Eingansübertrager des Tanks eh deutlich im Bereich der Sättigung, und die Nummer mit dem OT davor ist eigentlich suboptimal, da der Tank selber eine induktive Last darstellt, deren Impedanz mit steigender Frequenz zunimmt. Demnach wäre ein direkter Betrieb ohne OT mit einer quasi Konstanstromquelle der bessere Weg. Damit befassen sich etliche Websites, wenn es Dich interessiert, ich habe einige Links gesammelt. Da noch mehr in die Tiefe zu gehen, habe ich mir aber für später aufgehoben. Erstmal wollte ich einen Amp mit Plitsch-Platsch.
Nunja, welcher Typ genau war das nun, mit dem kürzer ausklingenden Reverb, den Du benutzt?
Schönen Abend,
Andreas
LöD:
So tief bin ich in die Materie noch nicht eingestiegen, hab mir halt den 6G15 nachgebaut ohne zu hinterfragen.
Mir gefällt er sehr sehr gut. Die aktuelle Spirale ist eine ältere Accutronics 4AB1C3C.
Wichtig ist die "1", kurze Decay Zeit.
Grüße
LöD
Nigel:
Moin!
The Surfmaster Mod rulez! :bier: :guitar: :bier:
Danke fürs entwickeln etc.!
:topjob:
Lieben Gruß,
Nigel
smid:
Hi,
Danke für die Blumen, der Dank gebührt aber in erster Linie all denen, die mir hier und im Spice-Thread weitergeholfen haben (Sonst wäre ich als blutiger Anfänger nicht sehr weit gekommen. Wenn ich mir die erste Schaltplanidee im Nachhinein anschaue...oh weh...da wusste ich noch nicht mal, wo man einen Koppel-C braucht und wo nicht). Und natürlich der besten aller Ehefrauen, die mich zwei Monate in Rechner und Amp starrend und lesend/schreibend/spicend/messend/lötend ertragen hat :)
Wie ich erst jetzt gelernt habe, ist die Nummer, einen Bandmaster mit einem (15er) Speaker als Combo umzubauen, ein beliebter Mod, der sich "Vibroclone" nennt. Und die Idee mit dem 6G15 vor der Vorstufe kommt aus dem Vibroking (Tip von Löd). Die einzige "Neuerung", statt der 6K6 was mit Novalsockel zu nehmen und den vorhandenen Übertrager, stammt direkt von hier aus dem TT-Reverb. Also eigentlich alles nichts neues unter der Sonne...
Der SF-Bandmaster Reverb TFL5005D ist in meinen Augen eine gute Ausgangsbasis (40W, nicht zu schwer, Röhrengleichrichtung, rel. übersichtlich, 60cm breit (max. für einteiliges TT-Laser Frontpanel)). Ich habe mit Modding-Absichten mal in meinen SF PP-MV Pro Reverb reingeschaut und das Rattennest sofort wieder zugeschraubt. Das ist was für einen langen Winter....
Viele Grüße,
Andreas
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