Technik > Tech-Talk Fender

Netztrafo Twin 135

<< < (5/6) > >>

Stefan M:
Hallo,

ich habe leider auch keinen Trafo, dafür aber eine kurze Frage :

Der 100 Watt Twin braucht einen Trafo mit gut 500 mA, im Hochspannungsausgang, der UL Twin mit nur 35 Watt mehr hat einen Trafo mit 1000 mA, ich verstehe nicht warum der 135watter so extrem viel mehr Strom zieht ?!?

Kann mir jemand sagen warum das so ist ?

Schönen Gruß vom Neuling Stefan  (ich stell mich die Tage vor, ein paar Bilder von meinem momentanen Guyatone GA 1050 Projekt kommen bestimmt auch...) :guitar:

Olaf:
Hallo Stefan,

Dein 100 Watt Twin arbeitet mit Zweiweg-Gleichrichtung, der 135 Watt mit Brückengleichrichtung. Damit sind die Ströme effektiv gleich.
Beim 135 Watter ist nur die Versorgungsspannung nach der Gleichrichtung höher.

Gruß Olaf E.

Stefan M:
Hallo Olaf,

jetzt hab ichs begriffen, ich musste noch etwas mein Wissen auffrischen,  mit Mittelpuktgleichrichtung hab ich noch nie was gebaut, immer nur Graetzschaltung, von daher ist mir diese Vorkriegstechnologie nie ganz bekannt gewesen...

                                                                        Danke, Gruß,  Stefan

Olaf:
Hi Stefan, ich weiß jetzt nicht, welchen Krieg Du meinst, aber es gibt immer noch technische Gründe einen Verstärker mit Röhrengleichrichtung aufzubauen. Dies wird man immer mit der Einweggleichrichtung tun, da man sonst eine Röhre mehr bräuchte welche geheizt werden will. Röhrengleichrichtung haben einen deutlich größeren Innenwiderstand, darum gehen damit gebaute Verstärker früher in die Sättigung erzeugen also den gewünschten Sound früher. Darum gibt es Verstärker deren Gleichrichter umschaltbar gemacht wurde. Stichwort Dual Rectivier.
Gruß Olaf E

Stefan M:
Moin Olaf,

ich meine den 2. Weltkrieg, denn einige Jahre nach dem Ende des Krieges spielten Mittelpunktgleichrichtung mit Dioden oder sogar Gleichrichterröhren kaum noch eine Rolle (ausser bei den Instrumentenverstärkern...) Ein Trafo der für Graetzgleichrichtung ausgelegt ist (bei gleicher Baugrösse !)ist einem Trafo mit Mittelpunktgleichrichtung leistungsmässig deutlich überlegen, dazu kommt noch das der Trafo mit Mpg. Sekundärseitig einen ungefähr doppelt so hohen Kupferwiderstand hat wie der Graetz, diese Leistung wird in simple Wärme umgewandelt, ich hätte die Energie aber lieber im Lautsprecher. Eigentlich müsste man diese Oldtimertrafos wie sie noch in Gitarrenverstärkern vorhanden sind deutlich größer auslegen, sowohl vom Eisen als auch vom Kupfer, macht aber meines bescheidenen Wissens nach kaum ein Hersteller, lieber spart man an der Leistung, wird schon keiner merken. Und so kommt es dann wie bei meinem Guyatone Verstärker auch das der Trafo ohne defekt des Verstärkers selbst einfach durchschmort. Auch dieses Phänomen kenne ich eigentlich nur von Instrumentenverstärker, bei anderen Geräten gibt es das so gut wie nie....(ausser bei Schäden wie Kurzschlüssen, etc.
Ein 2 mal 6L6 Verstärker mit 50 Watt Leistung wo das Netzteil nur 55 Watt AC(!) liefert, da kann man schon ins grübeln kommen......

Lange Rede, kurzer Sinn : Der Guyatone ist ja ein Fender Pro/super Reverb clone (AB763) die Teile sind meines sehr bescheidenen wissens nach für ihren Clean Sound berühmt und nicht für ihren Zerrsound, (berichtige mich wenn ich was falsches sage) also mache ich das Netzteil Bretthart. Der neue Trafo hat 160 Watt nur für die Hochspannung der 2 6L6 PP, dazu wird noch die Kapazität der Elkos vergrössert und eine Drossel eingebaut die den Namen Drossel auch verdient. 4 Henry find ich persönlich etwas dürftig, auch wenns nur Gegentakt ist...Wenn der Zerrsound in den Vorstufen erzeugt wird wie bei diesem Teil dann brauch das Netzteil nicht schwammig sein, ist jedenfalls meine Meinung. Ich hab aber auch gar nichts dagegen wenn andere das ganz anders sehen, hauptsache jeder ist zufrieden mit dem Kram den er sich zusammenbastelt...

                                               Gruß,   Stefan :topjob:

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln