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6G3 6G11 Hybrid (Brownface Deluxe und Vibrolux)

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roseblood11:
Hallo,

ich hab mich mal etwas intensiver mit den verschiedenen Brownface Amps befasst. Am besten gefällt mir der Vibrolux 6G11, vor allem cleane und angezerrte Sounds und das Tremolo, das wohl dichter und intensiver als beim 6G3 zu sein scheint. Allerdings ist der 6G11 für meine Zwecke zu laut und ich brauche nur einen Kanal.

Was haltet ihr von diesem Plan:

Den Bright-Kanal und das aufwändigere Tremolo des 6G11 kombinieren mit der 6V6-Endstufe, dem PI und der Bias-Schaltung des 6G3 (in der Variante "Weber Lenora", also mit Bias-Trimmpoti)
Gleichrichtung mit GZ34, als PT der TT-Trafo für den 5e3, als AÜ ein Heyboer/Allen TO22 (weil vorhanden). NFB mehrstufig schaltbar. Und das ganze wandert in das Gehäuse meines alten Carvin Vintage 33, vermutlich mit einem Red Fang  (CV-75 oder V-12 werden auch probiert...)

Einige Fragen dazu:
a) An der Tremoloschaltung des 6G11 muss dabei nichts angepasst werden, richtig?
b) Trafos sollten so passen? Weber nimmt für den 6G3 auch den gleichen PT, wie für den 5e3, das Original hatte einen 125P2A.
c) Wie könnte man dem 6G11 Bright-Kanal optional auch eher den Klang der 6G3-Vorstufe entlocken? Tonestack wegschalten? Geht das hier, indem man die Masseverbindung des 6k8 auftrennt (oder einen großen R in Reihe schaltet)?
d) Kann man einen Triode/Pentode Switch ergänzen oder verträgt sich das nicht mit dem Tremolo?

Hat jemand schon eine ähnliche Variante gebaut oder gibt es so einen Amp kommerziell?

Grüße, Immo

http://tubeamplifierparts.com/layouts/fender_vibrolux_6g11_layout.pdf
https://www.tedweber.com/media/kits/lenora_schem.jpg

roseblood11:
6G3 Schaltung mit Tremolo des 6G11 hat auch der "Hot Fudge with Nuts" von David Allen. Der baut aber auch deutlich dickere Trafos + Choke rein, so dass man auch 6L6/EL34 nutzen kann:
http://www.allenamps.com/hotfudge.php

silverface:
Die Tremoloschaltung kannst du prinzipiell übernehmen. Eventuell liefert sie eine zu hohe Spannung, was bei weit offenem Intensityregler zu Klopfen und/oder abenteuerlichen Auslenkungen der Lautsprechermembran führen kann. Außerdem erfordern unterschiedliche Biaseinstellungen u.U. eine Anpassung der Tremoloamplitude. Ich würde neben dem Biaspoti eines für die Tremolospannung einbauen, also einen Spannungsteiler vor dem "max"-Eingang des Intensitypotis. Damit kannst du das Tremolo bequem auf den optimalen Arbeitspunkt einstellen.
Sollte der Oszillator zu langsam hochlaufen, kannst du den 1M zwischen Pedal und Kathode durch einen 2M2 zwischen Pedal und der maximalen Biasspannung ersetzen. Siehe AB763 und Kollegen.

Gruß, Gernot

roseblood11:
Was hältst du von diesen Modifikationen des Tremolos aus dem AB763? Die Abweichung zum 6G11 am Ausgang könnten ja auf jeden Fall sinnvoll sein.

LöD:
Gudnabend,
hast du dir grundsätzlich überlegt welches Tremolo du verbauen möchtest? Das Brownface Tremolo mit 2,5 Röhren oder das mit zwei oder das Blackface Tremolo mit Optokoppler oder das Bias Tremolo vom Princeton?
Das ist nicht nur eine Frage der Schaltung sondern vor allem der klanglichen Wünsche. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass seit ich ein brownface Tremolo habe ich nichts anderes mehr spielen will. Das klingt so unglaublich gut in meinen Ohren...
Also welches soll's bei dir werden?
Grüße
LöD

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