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Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau

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Offline roseblood11

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #45 am: 8.10.2017 02:39 »
Hat jemand den Schaltplan zum Runt 20?

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Offline Fireballix

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #46 am: 8.10.2017 21:20 »
Hi Leute,

ich habe am Wochenende den Celestion Cream AlNiCo bekommen und habe ihn ausgiebig mit dem Small Box getestet,

ich mag den Sound, allerdings fällt mir auf, dass mein 1987 Lead 50 Clone wesentlich schöner klingt (mit dem AlNiCo), als der Small Box im Plexi Kanal,

mit dem Bright Schalter komm ich gar nicht klar, der macht den Clean Kanal irgendwie viel zu Brazzelig (mehr Verzerrung, lauter, harsch)

Ich denke, es wird wohl nicht an den KT66 vs El34 liegen, dass der 1987 so viel wärmer und klarer klingt, als der Small Box im Plexi Kanal.

Beim 1987 brücke ich die Kanäle, drehe den Normal Channel etwas auf, und füge mit dem bright Channel die Höhen quasi hinzu, das ist mein Clean Fundament für Pedale - das hätte ich so gerne auch im Small Box,

wie kann ich denn da den Plexi Kanal wieder umbauen, dass ich eher in die 1987 Richtung komme?

Ich habe den Small Box auch mit einem WGS ET65 getestet, damit war der Amp präsenter und runde - allerdings würde ich schon gerne mal auf die AlNiCo Schiene wechseln um den Reiz heraus zu finden - im moment finde ich den Cream Alnico stark Mitten betont, Out of the Box, vielleicht legt sich dies auch noch nach einiger Spielzeit - so bin ich aber im Moment nicht zu 100% zufrieden, auch den Bright Switch hätte ich gerne etwas nutzvoller.

Grüße,

Felix


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Offline roseblood11

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #47 am: 8.10.2017 21:34 »
Ich mag Blue und Cream Alnico sehr, aber für so einen Amp würde ich die nicht nehmen - je mehr Zerre, desto kackbratziger wird es. Wenn das Ziel “wärmer, klarer und nicht so stark mittenbetont“ ist, würde ich eher zu einem G12H (75Hz) tendieren.

Grüße, Immo

PS: Kennt niemand den Runt 20? Ich möchte was kleines für einen Einsteiger bauen, da wäre der gut geeignet, weil er mit dem Cleankanal recht flexibel ist. Ich vermute, dass er dem Pink Taco ähnelt und dass für clean nur die erste Stufe benutzt wird. Wüsste ich bloß gerne genauer...
Hätte man dann eine Röhre mehr, könnte man einen Vox Top-Boost-Kanal bauen...

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Offline roseblood11

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #48 am: 9.10.2017 22:12 »
Hier gibt es eine modifizierte Variante des Pink Taco:
https://www.youtube.com/watch?v=GCP1doPPRFI
Der mit zusätzlichem Cleankanal wäre perfekt. Vielleicht kriegen wir einen "gut geratenen" Schaltplan hin?

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Offline Fireballix

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #49 am: 12.10.2017 09:36 »
So gibt mal wieder Neuigkeiten.

Ich habe etwas mit dem Alnico Cream Experimentiert, ich finde ihn nicht kratzbürstig im Overdrive Kanal.

Im Plexi Kanal habe ich jetzt den 0,68uf Kondensator parallel zu einem weiteren 0,68uf geschalten, damit bringt der Amp unten rum etwas mehr Fundament, was sich in voll aufgerissenem Gain natürlich negativ auf den Overdrive Sound auswirkt, mir es aber eher wichtig ist, dass der Amp Clean gespielt im Wohnzimmer ausgewogen klingt, ich fande ihn vorher zu dünn - jetzt passts.

Den 250pf bright Cap habe ich gegen einen 100pf getauscht, der macht das Ganze nicht gleich so ultra harsch, gut für Humbucker Gitarren, ohne bright Cap funktioniert die Strat ganz gut. Ich spiele mit dem Gedanken den 500pf gegen einen 47pf zu ersetzen.


Der "BE" Kanal klingt noch verhalten, für meinen Geschmack mit dem Alnico viel zu viel Mitten, selbst leise gespielt schreit der Amp einen an, wo Anfangen? 2,7k etwas niedriger setzen oder 0,68uf erhöhen? Im OD Kanal werkelt noch der Fat Switch, der einen 0,022uf Koppel Kondensator dazu schaltet - der hilft mir aber mit den Mitten nicht weiter, ich würde mir hier etwas Dynamik wünschen, mehr Bass mehr Präsenz.

Vielleicht kann mir jemand noch helfen :)

Im Moment entsteht ein Combo Gehäuse für den SM50 ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße,

Felix

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Offline dimashek

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #50 am: 13.10.2017 09:43 »
Ich habe gestern den Pink taco aufgebaut und getestet. An einer V30 Box.
Einige Unterschiede: 1u statt 0,68 an den ersten beiden Kathoden, 22u an der 3. Kathode.
47k slope 

Und der PI etwas kälter eingestellt: 750 Ohm bias-R und 33k tail.
EL84 mit 350V Anode, 330 Screens. 130Ohm kathoden-R.

Und ich habe jeweils 22uF Elkos für Screen und PI Betriebspannung (Original hat 47u)

Es kling schon ziemlich Fat. Gute Dynamik, reagiert super auf Anschlagstärke. Allerdings habe ich eine weniger schöne Sache beobachtet.

Dreht man den Preamp Gain auf, ist die tonale Ballance Ok, aber mit Gain zu und Master auf wirds schnell sehr schrill.
Und da bringt es auch nichts mehr am Treble-pot zu drehen, sobald die Endstufe übersteuert, klingt es zu höhenlastig.
Der Charakter der Verzerrung ist Top! Klingt viel besser, als mit übersteuertem Preamp. Aber die Höhen sind zu dominant.
Der CF-bypass C ist "nur" 3n3 gewesen, hatte grade keinen 4n7 da. aber das sollte nicht so viel Unterschied ausmachen, oder?

Habe den C zwischen den Anoden des PI auf 470p erhöht - Ist besser geworden. Aber immer noch zu viel.

Ich frage mich, ob dies von der geänderten PI-Schaltung kommen kann?
Oder von der weniger steifen Betriebspannung an Screens und PI (weniger Kapazität) oder von dem zu linearen AÜ (>30k Grenzfrequenz).

P.S. Der erste Koppel-C ist laut Plan 22nF. Aber sonst wird da deutlich mehr abgeschnitten mit 2n2-4n7.  Was nimmt ihr an der Stelle?
« Letzte Änderung: 13.10.2017 09:52 von dimashek »

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Offline GeorgeB

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #51 am: 13.10.2017 10:36 »
Echte Endstufenzerre ist ja immer prinzipbedingt extrem höhenlastig, und je besser (im Sinne von Bandbreite) der AÜ und der Speaker umso schlimmer. Evtl. hilft eine kapazitive Belastung (besser eher mit etwas Serien-R, also ein Snubber) auf der Sekundärseite, oder auch eine aufwändigere Passivbeschaltung des Speakers um die Höhen zu dämpfen -- solage der Verlust im Normalbetrieb (ohne Endstufen/PI-Zerre) durch Höhenpoti/Presence ausgleichbar ist... wodurch die Höhen aber natürlich auch wieder früher zerren, also ein bischen ein hin&her-Spielchen bis das passt.

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Offline dimashek

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #52 am: 13.10.2017 11:30 »
Hi George.

10 Ohm + 1u Snubber ist schon auf der Sekundärseite.  :)
Vielleicht sollte ich da noch etwas tiefer gehen, 2u2

Ist der PI evtl auch zuständig für zu viele Höhen... Anders ausgedrückt: Wenn der PI (wie bei mir) früher zerrt, dafür aber weniger Pegel raus bringt?

Andererseits, auch mit 750 Ohm/33k klippt der deutlich nach den El84. Mit 470/27k vom Pink Taco werden die Endröhren noch stärker überfahren, als bei mir.

Ich werde die AC30 "tone"-Schaltung einbauen, C+Poti in Reihe zw. den Endröhren-Eingängen. Damit könnte es passen

P.S. An den Vintage30 kann es nicht zufällig liegen? Haben über eine ENGL 4x12 getestet (Stilbruch :devil:)

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Offline bluesfreak

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #53 am: 13.10.2017 11:36 »
P.S. An den Vintage30 kann es nicht zufällig liegen? Haben über eine ENGL 4x12 getestet (Stilbruch :devil:)

Ich wage zu behaupten, ja...der V30 ist für mich die schlimmste Höhenschleuder die Celestion je konstruiert hat und insbesondere in geschlossenen Boxen beamt der wie Sau. Ich finde so ein Amp wie ein Pink Taco schreit eher nach einem Green- oder Creamback bzw deren Derivate von WGS. Mein 18W klingt zB am besten an einer Dumble Style 2x12 mit WGS Reaper Mix 75/55Hz...

Gruß
blues

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Offline Christoph

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #54 am: 13.10.2017 13:34 »
in #44 Schaltplan + Layout hängt die NFB am Impedanz- Schalter und nicht am Trafo!

Is dat orichinal so???



 ??? ??? ???

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Offline darkbluemurder

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #55 am: 13.10.2017 14:16 »
Hallo Christoph,

meines Wissens hängt der FB-Zweig im Original am positiven Ausgang der Lautsprecherbuchse. Das hat zur Folge, dass die Stärke der Gegenkopplung von der Stellung des Impedanzwahlschalters abhängt - Dave Friedman wollte das offenbar so.

Viele Grüße
Stephan
Bauten
Chieftain, HoSo56, Cleartone, Sibly 6V6, Dirty Shirley, CJ 11, Hyette 40 Blues

Conversions
Marshall 1959 SLP RI zu Minimalist HRM, Fender Bassman zu Mark Overdrive Special, Marshall 100W JMP zu Fat BE100, Marshall JTM 45 Reissue zu Daisycutter; Guyatone Bassman zu Basstonemaster

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Offline darkbluemurder

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #56 am: 13.10.2017 14:28 »
Ich habe gestern den Pink taco aufgebaut und getestet. An einer V30 Box.
Einige Unterschiede: 1u statt 0,68 an den ersten beiden Kathoden, 22u an der 3. Kathode.
47k slope 

Probier mal 33k oder 39k als Slope-R, das verschiebt die tonale Balance etwas zugunsten der Bässe und Mitten.

Und der PI etwas kälter eingestellt: 750 Ohm bias-R und 33k tail.

750R ist eine gute Wahl. Mit dem 33k könnte man etwas höher gehen, z.B. 47k, dann zerrt zwar der PI früher, fährt aber die EL84 nicht so stark an.

EL84 mit 350V Anode, 330 Screens. 130Ohm kathoden-R.

Leider hast Du nicht geschrieben, was Deine Schirmgitterspannung ist oder ob zwischen den beiden Elkos eine Drossel oder ein Widerling und ggf. welcher Wert verbaut ist. Intuitiv würde ich die Screens auf je 1k erhöhen - das nimmt auch etwas von den fieseren Höhen weg.

Und ich habe jeweils 22uF Elkos für Screen und PI Betriebspannung (Original hat 47u)

Es kling schon ziemlich Fat. Gute Dynamik, reagiert super auf Anschlagstärke. Allerdings habe ich eine weniger schöne Sache beobachtet.

Dreht man den Preamp Gain auf, ist die tonale Ballance Ok, aber mit Gain zu und Master auf wirds schnell sehr schrill.
Und da bringt es auch nichts mehr am Treble-pot zu drehen, sobald die Endstufe übersteuert, klingt es zu höhenlastig.
Der Charakter der Verzerrung ist Top! Klingt viel besser, als mit übersteuertem Preamp. Aber die Höhen sind zu dominant.
Der CF-bypass C ist "nur" 3n3 gewesen, hatte grade keinen 4n7 da. aber das sollte nicht so viel Unterschied ausmachen, oder?

Das macht schon etwas aus, weil der Frequenzabfall früher einsetzt. Für eine EL84 Endstufe auf jeden Fall eine gute Idee.

Habe den C zwischen den Anoden des PI auf 470p erhöht - Ist besser geworden. Aber immer noch zu viel.

Ich frage mich, ob dies von der geänderten PI-Schaltung kommen kann?
Oder von der weniger steifen Betriebspannung an Screens und PI (weniger Kapazität) oder von dem zu linearen AÜ (>30k Grenzfrequenz).

P.S. Der erste Koppel-C ist laut Plan 22nF. Aber sonst wird da deutlich mehr abgeschnitten mit 2n2-4n7.  Was nimmt ihr an der Stelle?

Das kommt m.E. hauptsächlich von der EL84 Endstufe. Die EL84 klingt nunmal nicht so dick untenherum wie eine EL34, oder auch eine 6V6. Ich habe inzwischen alle meine Selbstbauten, die EL84 hatten, auf 6V6 umgerüstet und war danach immer zufriedener als vorher. Ich glaube nicht, dass die Kapazität der Elkos die Ursache ist.

Zur letzten Frage: in meinem auf BE-Preamp umgebauten Marshall habe ich einen 22nf. Den würde ich an Deiner Stelle so lassen. 

Viele Grüße
Stephan
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Offline dimashek

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #57 am: 13.10.2017 15:30 »
Hi Stephan
Danke für deinen ausführlichen Beitrag :topjob:
Zitat
Probier mal 33k oder 39k als Slope-R, das verschiebt die tonale Balance etwas zugunsten der Bässe und Mitten. 
Werde ich tun. Hatte halt noch ein 47k Kohlepress-R übrig.
Zitat
750R ist eine gute Wahl. Mit dem 33k könnte man etwas höher gehen, z.B. 47k
Ja, 47k ist schon drin. Habe das gleiche gedacht  :)
Zitat
Leider hast Du nicht geschrieben, was Deine Schirmgitterspannung ist oder ob zwischen den beiden Elkos eine Drossel oder ein Widerling und ggf. welcher Wert verbaut ist. Intuitiv würde ich die Screens auf je 1k erhöhen - das nimmt auch etwas von den fieseren Höhen weg.
Stimmt. Da ist noch ein 1k5 R dazwischen, so dass die Spannung auf ca. 325 abfällt.
1k auf Schirmgitter ist leider nicht drin. Der erste Kanal (clean) klingt damit zu brav. Ich muss mit 330 als Kompromiss leben. (mache wahrscheinlich sogar 270 rein, Bilde mir ein, dass Clean damit besser klingt)
Zitat
Das macht schon etwas aus, weil der Frequenzabfall früher einsetzt. Für eine EL84 Endstufe auf jeden Fall eine gute Idee
Löte noch nen 1n || . Mal sehen, obs daran lag ;)
Zitat
Das kommt m.E. hauptsächlich von der EL84 Endstufe. Die EL84 klingt nunmal nicht so dick untenherum wie eine EL34, oder auch eine 6V6.
Ich habe mich nie mit 6v6 anfreunden können. Hat für mich kein "Scharm"
So ist es, dem einen tun die Ohren weh, der andere findet es gut
Zitat
einen 22nf. Den würde ich an Deiner Stelle so lassen
Ok. Da ist zur Zeit 2n2... Aber ich versuchs auf jeden Fall mit den 22n

« Letzte Änderung: 13.10.2017 15:32 von dimashek »

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Offline Christoph

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #58 am: 15.10.2017 11:33 »
.... - Dave Friedman wollte das offenbar so.

Viele Grüße
Stephan

Danke für den Hinweis!


Krasser Typ, der Dave.........
 ;D

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Offline Fireballix

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Re: Friedmänner und der Gedanke zum Selbstbau
« Antwort #59 am: 27.10.2017 15:30 »
Für eure Hilfe gibts dann extra noch das Endresultat, nach einem erfolgreichen Tolex Job :)




nochmal vielen Dank! Morgen kommt der Erste Gig, Lautsprecher ist jetzt vorläufig der Jensen Tornado, passt sehr gut :)