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Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht

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Offline Basti

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Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« am: 18.05.2018 08:03 »
Moin,
ein wenig komisch meine Frage: Ich bin jetzt 38 und erfreute mich mein Leben lang bester Sehkraft, habe aber zunehmend Schwierigkeiten beim kleinteiligen Arbeiten in Amps. Vor allem fehlt irgendwie die dritte Dimension, wenn mehrere Ebenen von Bauteilen zu durchschauen sind. Die Lichtverhältnisse auf dem Arbeitstisch sind seit 10 Jahren gleich und recht gut.
Benutzt ihr (älteren) einfach Lesebrillen oder besser gleich ne Lupenbrille?

Beste Grüße
Sebastian

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Offline funkalicious

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #1 am: 18.05.2018 08:15 »
willkommen im klub :)
ich verwende einfach eine stärkere lesebrille...

lg diz

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Offline smid

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #2 am: 18.05.2018 08:35 »
Hi,

ich benutze beides. Eine Lampenlupe hat leider keine Tiefe/Dreidimensionalität, weil ja monoskopisch, und die modernen LED-Lupenlampen haben oft ein etwas anderes Lichtspektrum. Wenns darum geht, etwas räumlich zu erfassen nehme ich die Lampenlupe nur als Beleuchtung, um dann Fummelkram zu löten nutze ich auch die Lupenfunktion. Ohne Lesebrille geht eh bei mir nichts mehr.

VG
Andreas

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Offline bea

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #3 am: 18.05.2018 09:48 »
Die billigen China-Lupenbrillen sind optisch hinreichend tauglich, aber mechanisch fragil. Leider kann man keine Korrekturgläser anbringen - eigentlich müsste nämlich eine Lesebrille hinter die Lupen. Meistens nehme ich daher die gleiche Optik als Clip auf der Brille (bifokal, also mit recht großem Lesefeld, größer als Gleitsicht).

Die Preisgestaltung der professionellen Lupen zielt ja leider auf Ärzte und deren Einkommen.
Liebe Grüße

Beate

Velvet Beyond

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Offline GeorgeB

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #4 am: 18.05.2018 10:20 »
Qualität zahlt sich aus. Die (maximal) knapp 200.- für eine Eschenbach RidoMed 16362 (2.5x, und bis zu 350mm Arbeitsabstand) lohnen sich (danach will man nie wieder ohne, etwas Eingewöhnung ist aber dabei damit man sich nicht in der Entfernung "verzielt"... Arbeiten am laufenden Amp sind dadurch noch gefährlicher als eh schon), es passen Kompensationseinsätze und mit Brille geht es auch gut. Die 16364 (4x, bis 250mm) ist für spezielle Aufgaben noch besser, aber eben entsprechend unruhig mit 4x und erlaubt nicht ganz so entspanntes nackenschonendes Arbeiten durch "nur" 250mm Maximalentfernung.
Das Sichtfeld ist natürlich nicht so riesig, da quasi ein kleines Nahfeld-Fernglas, auch ist die 3D-Wirkung durch den (möglichen) großen Abstand nicht so groß. Manchmal nehme ich dann doch lieber eine (kleine) billige 3 Dioptr. Lesebrille über der normalen. Nachteil ist dann halt der nur geringe mögliche Abstand (Nase quasi im Amp).
« Letzte Änderung: 18.05.2018 10:35 von GeorgeB »

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Offline earnst

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #5 am: 18.05.2018 14:37 »
Aaah,

zu der "Zielgruppe" gehöre ich schon länger. Meine Erfahrungen als eh schon Brillenträger:

# Ringleuchtenlupe: Ordentliche Vergrößerung mit passendem Licht - aaber Arbeitshöhe unterhalb der Lupe für Lötkolben und Bleilutsche zu beschränkt. Auch ist ein Kompromiß zwischen leichtgängiger Positionierung und Halten derselben problematisch.

# Aufsteckdioptrien (Eschenbach und andere): Funktioniert gut - aber ich fand es auf Dauer zu lästig.

# Kopflupe mit Beleuchtung (Modell "Diamantendealer"): Erschreckt beim Tragen Katzen und kleine Kinder, zieht an der Rübe und führte zu Schweißausbrüchen ("Kopfklemme").

# Bevorzugte Lösung (schon einige Jahren): Ich habe 3 Brillen (wer sagte da gerade Angeber?!):
1. Einstärkenbrille für den PC (u. a. CAD - tagelang)
2. Bifokale (keine Gleitsicht!) Brille für Alltag: Autofahren, Einkaufen, Wohnung verwüsten etc. Nahbereich scharf: 80 cm, Fernbereich scharf: unendlich.
3. Bifokale Brille für den Laborbereich. Nahbereich scharf: ~ 40 cm, Fernbereich scharf: bis zur Bauteilmagazinwand.  Zusätzlich sind die Nahlinsenbereiche etwas größer als bei Modell 2 und auch etwas höher zur Sehachse versetzt.
Stammt vom gleichen Brillen"discounter" wie die anderen, war auch nicht teurer (< 200 €).
Dadurch ist sowohl der scharfe Blick auf dem Labortisch wie auch in einen Geräteaufbau gegeben.
Das Lesen von schwachkontrastigen Halbleiteraufrucken (silbergraue Schrift auf hellem Anthrazit) erfolgt mit zusätzlich kleiner (Billig-) LED-Handlupe.
Die Konrastverbesserung hängt stark von LED-Farbe und -position in der Lupe ab.

doch was länger geworden, verd..., wo ist denn jetzt meine Brille schon wieder?!

mfg ernst

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Offline Basti

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #6 am: 18.05.2018 17:57 »
Yay, danke für den Input!
Eine Lampenlupe war für mich schon ausgeschieden, weil mit dem vorhandenen Lampenarm und der Lötrauchabsaugung der Platz knapp zu werden droht. Ich batsche so schon immer mit irgendeinem Körperteil gegen die mobile Lampe. Hatte schon versucht, mehr Licht zu machen, aber dann blenden die Reflexionen mehr als das zusätzliche Licht etwas nutzen würde.

Ich probiere es erstmal mit ner Lesebrille. Wenn damit mein Nahpunkt wieder 10 cm näher kommt, dann bin ich schon zufrieden. Dann reichen mir zwei seitlich angebrachte Lichtquellen und ich bin wieder orientiert. Jetzt könnte man die Dioptrien ausrechnen, die für 10 cm näheren Brennpunkt nötig sind. Da die Lesehilfen bei dm aber nur 2,99 kosten bin ich jetzt mal faul und probiere die einfach aus.

Dafür höre ich aber noch sehr gut!

Schöne Pfingsten!
Sebastian

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Offline Basti

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #7 am: 19.05.2018 12:45 »
So, ich hab jetzt eine +2,5 dpt Lesebrille genommen. Die vergrößert schon tüchtig und ich kann mir grad beim schreiben das Tab fast auf die Nase halten. Die Kratzer auf dem Display sind auch beängstigend plastisch jetzt. Und das Gefühl, dass alles zu dunkel ist, ist auch weg. Ich kann jetzt die Laufrichtung von Netzkabeln sehen und ich erkenne auf Anhieb die äußere Folie an vergossenen Kondensatoren. Bei meiner Frau geh ich lieber nicht so nah ran  :o

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Offline bea

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #8 am: 21.05.2018 01:48 »

# Bevorzugte Lösung (schon einige Jahren): Ich habe 3 Brillen (wer sagte da gerade Angeber?!):

Nix Angeber. Ich besitze drei Bifokalbrillen. Ähnlich ausgelegt wie bei Dir.

Zitat
Dadurch ist sowohl der scharfe Blick auf dem Labortisch wie auch in einen Geräteaufbau gegeben.

Mir reichen die 40 cm Entfernung nicht aus. Deshalb hat eine meiner Brillen eine Leseentfernung von 30cm. Reicht meistens aus, und falls nicht, nehme ich den Aufsatz oder einen Eschenbachclip. Irgendwo muss ich übrigens noch einen Sonnenbrillenklappaufsatz rumliegen haben, dessen Gläser ich durch +1 ersetzt habe....

Bei der Arbeit benötige ich übrigens eine voll (mit Bifokalgläsern) korrigierte medizinische Lupe mit 6X Prismen und LED-Beleuchtung und 340mm Arbeitsabstand.
Für die Lötereien ungeeignet - mit dem Ding erinnern Haarwurzeln an Baumstämme.
Liebe Grüße

Beate

Velvet Beyond

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Offline GeorgeB

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #9 am: 21.05.2018 10:02 »
Och, 6x auf 340mm sind nicht zu stark wenn man 0201-SMDs löten will, und Chips im DFN-Gehäuse etc, ganz im Gegenteil. Ich nehm dazu ein 5x Uhrmacherglas, also Nahstfeld, muss man aufpassen sich nicht am Lötkolben den Riechkolben zu verbratzeln....

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Offline bea

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #10 am: 21.05.2018 10:31 »
Aber 2500 Euronen für ne medizinische Lupe dürften fürs Hobbylöten wohl doch ein wenig viel sein...
Liebe Grüße

Beate

Velvet Beyond

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Offline earlgrey36

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  • The Narcotic Nurses
Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #11 am: 21.05.2018 12:37 »
Hallo,

wenn Du mit 38 Jahren schon Probleme in der Nähe hast, bist Du wahrscheinlich in der Ferne schon etwas weitsichtig und/ oder hast eine "Hornhautverkrümmung".
Mit eine Lesehilfe von  +2,50 Dpt. werden Deine Augen wahrscheinlich über kurz oder lang deutlich schlechter werden;  es sei den Du bist zufällig in der Ferne schon 2,00 Dpt, weitsichtig und Deine Augen gleichen das noch ohne Brille aus.

Gehe zu einem Augenoptiker und lasse eine Augenglasbestimmung durchführen
weil:

-man hat fast immer rechts und links unterschiedliche Werte
-fast jeder hat eine Hornhautverkrümmung
-die Augenabstände müssen in der Brille berücksichtigt werden, sonst kann es Kopfschmerzen geben
-eine entspiegelte Brille ist deutlich klarer als eine fertige Lesehilfe ohne Entspiegelung
-eine richtige Brille ist deutlich stabiler als eine Lesehilfe

Lieben Gruß,

El  :guitar:
"Zu laut gibt es nicht, es gibt nur zu leise"

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Offline Basti

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Re: Empfehlung Lupenbrille mit/ohne Licht
« Antwort #12 am: 21.05.2018 14:03 »
@earlgrey36: Keine Sorge, war kürzlich erst zur Vorsorge beim AA (Glaukom in der Familie), da wurde alles vermessen, der Visus ist bds 100% und kein wesentlicher Refraktionsfehler. Und doch sieht man bei engen Verhältnissen im dichten Nahbereich nicht mehr so gut wie vor 10 Jahren.
Die +2,5 dpt bringen meinen Nahpunkt kurz vor die Nasenspitze und scharf sehe ich damit nur bis 30 cm. Wie eine Lupe. Perfekt für gelegentliches Frickeln und Friemeln. Dauerhaft kann ich die nicht tragen!

Viele Grüße
Sebastian