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JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen

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Offline pgruber

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Hallo Zusammen,

um den Fragen und Antwort - Thread nicht noch mehr zuzumüllen fange ich hier mal einen neuen an.

Nochmal kurz zu meinem Problem in Stichpunkten:
- Neuen SLO-100-Clone nach Joachims Vorlage gebaut.
- Nach anfänglichen kleinen Problemchen geht das Ding.
- Leider habe ich nach kurzer Laufzeit ein Knacken aus den Lautsprechern.
- Es hört sich an wie ein Entladungsknacken

Max hat mir hier schon viel weitergeholfen, leider ist Problem nicht behoben.
Ich hatte die Endröhren im Verdacht - die waren es nicht.

Ich habe mich jetzt systematisch von hinten nach vorne gearbeitet mit dem Oszi um zu schauen ab welcher Stufe im Preamp die Sache beginnt.
Das Knacken kann ich sehr schön als Peak auf dem Oszi sehen.

- Begonnen hinten an der Endstufe an R40/41 und R42/43. - Peak vorhanden
- vor C17 am PI -> Peak vorhanden
- am Grid (Pin7) von V4b, quasi der FX return -> Peak vorhanden
- Anode von V3a, ist ja direkt B2 -> Peak vorhanden
- Anode von V3b, B2 hinter 220k -> Peak vorhanden
- Grid von V3b (Pin 7), Eingang FX Loop -> alles sauber!!

Ziehe ich V3 ist auch Ruhe, also muss hier irgendwo der Hund begraben sein.
Ich habe alle Pins nachgelötet und Widerstandswerte überprüft.
Auch mal an den Kathoden gemessen, ich meine da sieht man den Peak auch.

Ja, und jetzt weiss ich nicht mehr weiter. Kann das der 47µF/500V Elko sein, der auf der PSU sitzt (C36)?
Den habe ich nur als 450V-Typ gefunden, und der sieht ja ohne Röhren gern mal einiges mehr und hat er natürlich auch zum Spannungen prüfen bei der Inbetriebnahme.
Könnte das denn von B2 kommen? B3 und B4 hängen da zwar ja auch dran, sind ja aber durch eigene Elkos gepuffert.

Vielen Dank für Anregungen.

Grüße,
Patrick
Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone

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Offline pgruber

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #1 am: 27.05.2018 09:49 »
Ich werde noch wahnsinnig. Die Fehlersuche stellt sich als echt zermürbend heraus.
Man kann eigentlich erst nach vielen Minuten bis Stunden sagen, ob eine Massnahme etwas gebracht hat oder nicht.

Gestern habe ich mit gezogener V3 laufen lassen. Ewig. Der Sohnemann hat in seinem Zimmer fern gesehen und dann fängt das Ding trotzdem an zu knacken.
Ok. Das selbe mit V4. Nach einer halben Ewigkeit dann fängt es an im 3 Sek. Rhythmus.

Was ich sehr interessant finde: Liegt das Chassis auf dem Rücken um an die Platine zum Messen zu kommen dauert es viel länger bis es anfängt.
Und die Frequenz ist erheblich niedriger und auch nicht regelmässig.

Drehe ich die Kiste um fängt es dann im vollbestückten Normalbetrieb zuverlässig wieder an. Und ist regelmässiger.

Ich habe gestern dann übrigens das PSU-Board halb draussen gehabt und den 47µ/450V Elko für B2 ausgetauscht. Hat nichts gebracht.

Die G2-Widerstände an den Endröhren sind auch ok. Ich habe alles nachgelötet und überprüft.
Natürlich auch die Vorstufenröhren alle mal quergetauscht und V3 und V4 mit anderen ECC83 bestückt. Macht gar keinen Unterschied.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Geräusche aus der Stromversorgung kommen.

Ich wäre für Hilfe sehr dankbar!

Grüße,
Patrick
Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone

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haotschmi

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #2 am: 27.05.2018 10:10 »
Hallo,
hatte dieses Phänomen mal bei einem defekten Kathodenelko, der war beim durchmessen völlig i.O. Nur bei einem bestimmten Ladezustand wurde er durchlässig.
Gruß Otto

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Offline Striker52

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #3 am: 27.05.2018 10:18 »
Hi,
hatte mal unregelmäßige Knackgeräusche, mal heftig mal weniger heftig. Hab mir tagelang nen Wolf gesucht bis ich dann mal das Power-LAN deaktiviert habe. Dann waren die Geräusche weg.
Gruß Axel

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Offline pgruber

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #4 am: 27.05.2018 14:44 »
So, ich hab mal weiterdebuggt und bin mit dem Oszi im Preamp nach weiter vorne gegangen.
Und siehe da, ich sehe das Knacken auch an den Koppelkondensatoren C10 und C7 (22nF) an V2 und V1.
Ich habe beide ausgetauscht. Hat leider nichts geändert.

Das Knackgeräusch ist auch bei gezogener V1 und V2 vorhanden. Allerdings ist da ja dann noch B3 und B4 an den Koppelkondensatoren dran.
Ich dachte, wenn die lecken sollten, dann müssten es die sein. Waren es aber auch nicht. Verdammt.

Andere Steckdosen habe ich getestet. Powerlan-Schleudern habe ich nicht.

Jetzt weiß ich nicht mehr weiter.
Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone

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Offline pgruber

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #5 am: 27.05.2018 21:02 »
Ich denke ich habe den Übeltäter gefunden.
Nix an der Vorstufe, und im Grunde auch nix an der Endstufe.

Da ich die Belton-Sockel verwendet habe anstatt der Keramiksockel ist meine Leitungsführung zwischen den Sockeln ein wenig anders und leider auch ungünstiger.
Heizung läuft mitten durch die Sockel, etc.

Ich habe für die Masseschiene in den Endstufensockeln einen 1,3mm-Silberdraht verwendet.
Die Screen-Schiene (rote Leitung) läuft da direkt darunter. Da hängen dann über die 1k/5W Widerstände die g2 dran.
Ich hatte die Lötöse am Sockel von Pin 6 schon halbiert und Richtung Sockel gebogen, aber leider war sie an einer Stelle doch zu nah an der Masseschiene.

Nachdem ich alles weiter voneinander entfernt habe gab es kein Knacken mehr. Über mehrere Stunden.
Ich vermute durch den Funkenüberschlag hat sich eine Spannungspitze im gesamten HT-Teil ausgebreitet, darum war es auch an jeder Anode von vorn bis hinten sichtbar.

Falls ich falsch liege freue ich mich natürlich über Korrekturen ;-)

Ich hoffe, das war es.
Würde auch erklären, warum es mit umgedrehtem Chassis nicht so zuverlässig reproduzierbar war... Weniger Wärme - oder mehr von den Endstufenröhren drunter?
Ich meine Funkenstrecken sind auch abhängig von Dichte und natürlich Feuchtigkeit.

Grüße und einen schönen Rest-Sonntag,
Patrick

Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone

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Offline Striker52

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #6 am: 27.05.2018 22:06 »
Na dann Glückwunsch, und ich drück die Daumen, dass das der Fehler war. Viel Spaß mit dem Amp  :guitar: :guitar: :guitar:
Gruß Axel

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Offline pgruber

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #7 am: 29.05.2018 20:20 »
Guten Abend!

Gestern kamen die 5881, ein JJ-47µF/500V Kondensator und die restlichen Headshell-Teile.
Heute habe ich dann das Headshell voll fertig gemacht, den Nichicon-Kondensator ausgetauscht und die 5881er reingesteckt.
Der Lötkolben war heiß, da habe ich auch noch Schutzdioden an den Endröhren-Sockeln eingebaut.
Den Bias auf 30mA eingestellt.

Der Amp hört sich viel offener an! Und klingt insgesamt richtig gut.
Was mir allerdings nicht gefällt ist... das gottverdammte Knacken ist wieder da!  :-[

Nach dem Standby raus ist es sofort da. In schneller Folge. Nach einer Weile wird es unregelmässiger und langsamer. Aber es bleibt präsent.
Man hört es beim Spielen nicht, in Ruhe aber schon. Ich hänge mal ein Soundfile an, ich hoffe man kann es erkennen.
Zwischenrein hab ich den Normalmaster hochgedreht, da wird es dann lauter.

Ich hatte in der Zwischenzeit auch das 4x12 Laney-Cab im Verdacht. Das ist auch so eine Unbekannte, das habe ich erst gebraucht gekauft und noch nie mit einem anderen Amp gehört.
Leider hab ich kein anderes Cab da, das vom AC30 ist im Proberaum vom Sohnemann.
Könnte sowas vom Lautsprecher kommen? Der Amp steht da halt drauf.

Für Hilfe, Hinweise und Ideen wäre ich äußerst dankbar!

Viele Grüße,
Patrick


PS:
Hallo,
hatte dieses Phänomen mal bei einem defekten Kathodenelko, der war beim durchmessen völlig i.O. Nur bei einem bestimmten Ladezustand wurde er durchlässig.
Gruß Otto

Hab keine Elkos an den Kathoden, aber eben Folienkondensatoren. Sind so Panasonic-Dinger vom ----.
Allerdings müsste das Geräusch dann bei gezogener Röhre weg sein. Ist es aber nicht :-(
« Letzte Änderung: 29.05.2018 20:22 von pgruber »
Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone

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Offline Matt91

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #8 am: 29.05.2018 23:08 »
Huhu,

erstmal sieht er klasse aus ;) Mein Headshell ist nun auch endlich in Auftrag gegeben, nachdem ich 2 Wochen lang meinen SLO durchgemessen habe. Bei mir hat sich die V5 als Übeltäter rausgestellt, dass er mir anfangs nicht so ganz gefiel. Ich hatte da ne Electro Harmonix 12AX7 drinnen, die hat (hab ich im nachhinein gesehen) einen höheren Innenwiderstand als die JJ (ist jetzt drinnen) und hat anscheinen so irgendwie Zicken gemacht. Also zur JJ gewechselt, Amp probiert, gefreut weil er jetzt gefällt (sehr sehr gut wohlgemerkt) und sofort das Oszi in die Ecke geschmissen. Davon will ich die nächste Zeit nichts mehr wissen ;D
Und mich würd jetzt noch BRENNEND interessieren, wie du dieses Logo im Soldano-Stil gemacht hast?

Aber genug OT.

Ich hätte da ne Idee, wie du vlt das Knacken eingrenzen könntest. Du sagtest ja, dass du es am Oszi schön siehst. Vielleicht kann man ja die einzelnen Röhrenstages voneinander trennen (also z.B. am Koppelkondensator nach V1 etc., wär ja nicht mehr als den Signalweg zu unterbrechen, was ja nicht schaden kann) und so die einzelnen Stages unabhängig voneinander durchmessen? Das Geknacke wird ja anscheinend durch einen sich schnell ändernden Strom/Spannung erzeugt, welche natürlich von einem Kondensator nicht geblockt werden kann?!

Vielleicht hilft ja das?

Gruß
Matt
« Letzte Änderung: 29.05.2018 23:13 von Matt91 »

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Offline GeorgeB

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #9 am: 29.05.2018 23:46 »
Nach dem Standby raus ist es sofort da. In schneller Folge. Nach einer Weile wird es unregelmässiger und langsamer. Aber es bleibt präsent.
Koppelkondensator der Leckstrom-Pulse produziert, wäre da mein erster Gedanke...

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Offline corne

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #10 am: 30.05.2018 07:18 »
Hallo Patrick,

ein Freund berichtete über ein ähnliches Problem bei einem Peavey Valveking. Er hatte damals Angst, der Amp könnte so langsam den Geist aufgeben. Als er sich bereits einen Blackstar gekauft hatte spielte er noch ein letztes Mal zur Bandprobe auf dem King. Dabei fiel seinem Gitarristenkollegen auf: "André, schau mal, Dein Knacken hat diesselbe Frequenz wie mein Delay, hihi".
Delay aus und Ruhe war!  :facepalm:  ;D
(will damit sagen das sowas auch von außen und/oder die Spannungsversorgung kommen kann)
gruss, corne
Move your ass for rock 'n roll baby .... move!!

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Offline Striker52

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #11 am: 30.05.2018 12:28 »
Irgendwer hier im Forum hatte solche Geräusche, die durch das Begrenzungskabel eines Mähroboters verursacht wurden. Um dein Stromnetz als Ursache auszuschließen, solltest du mit dem Amp mal woanders hingehen.
Gruß Axel

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Offline pgruber

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #12 am: 30.05.2018 13:49 »
Huhu,

erstmal sieht er klasse aus ;) Mein Headshell ist nun auch endlich in Auftrag gegeben, nachdem ich 2 Wochen lang meinen SLO durchgemessen habe. Bei mir hat sich die V5 als Übeltäter rausgestellt, dass er mir anfangs nicht so ganz gefiel. Ich hatte da ne Electro Harmonix 12AX7 drinnen, die hat (hab ich im nachhinein gesehen) einen höheren Innenwiderstand als die JJ (ist jetzt drinnen) und hat anscheinen so irgendwie Zicken gemacht. Also zur JJ gewechselt, Amp probiert, gefreut weil er jetzt gefällt (sehr sehr gut wohlgemerkt) und sofort das Oszi in die Ecke geschmissen. Davon will ich die nächste Zeit nichts mehr wissen ;D
Und mich würd jetzt noch BRENNEND interessieren, wie du dieses Logo im Soldano-Stil gemacht hast?


Hi Matt!

Vielen Dank für die Blumen! Habe mich bemüht ;-)

Das Logo ist aus dem 3D-Drucker und dann die Schrift weiss angepinselt. Ich kann das nicht. Hat ein Kollege konstruiert und ein anderer ausgedruckt.



Ich hätte da ne Idee, wie du vlt das Knacken eingrenzen könntest. Du sagtest ja, dass du es am Oszi schön siehst. Vielleicht kann man ja die einzelnen Röhrenstages voneinander trennen (also z.B. am Koppelkondensator nach V1 etc., wär ja nicht mehr als den Signalweg zu unterbrechen, was ja nicht schaden kann) und so die einzelnen Stages unabhängig voneinander durchmessen? Das Geknacke wird ja anscheinend durch einen sich schnell ändernden Strom/Spannung erzeugt, welche natürlich von einem Kondensator nicht geblockt werden kann?!

Vielleicht hilft ja das?

Gruß
Matt

Das ist ein ganz guter Ansatz. Ich habe schon einzelne Röhren gezogen. Von V5 bis vor zu V1. Dadurch unterbreche ich ja auch den Signalfluss. Leider ändert das nicht sonderlich viel.
Ich sehe die Spitze immer auf den Anoden und dann halt entsprechend auch an den Gittern (sind ja meist mit der Anode der Vorgängerstufe verbunden).

Ich vermute das Problem noch immer in der Stromversorgung und wäre hier für Tips ganz dankbar.
Was ist denn wenn einer der 6 Elkos ganz vorne einen weg hat?
Geändert hat sich die Frequenz des Knackens ja mit dem Wechsel des 47µF-Elkos. Kann aber auch Zufall sein.
Komischerweise messe ich an B2 direkt nie irgendwelche Spitzen. Kann aber auch an meinem Mini-China-Oszi liegen.

Und was mich zusätzlich wahnsinnig macht: steht der Amp richtig rum knackts. Drehe ich ihn um um gescheit messen zu können ist er meist ganz ruhig.
Als ob er es ahnen würde :-D
Und warum war er kürzlich ewig lange ruhig? Richtig rum, wohlgemerkt.

@GeorgeB: Ist auch meiner. Wie kriege ich das raus ohne blind nacheinander alle Cs zu wechseln? Mal wenigstens die Stufe identifizieren zu können wäre super. Die Koppelkondensatoren C10 und C7 habe ich schon getauscht. Oder mal die Silver Micas auf Verdacht tauschen? Hab mal irgendwo gelesen, die würden ab und an mal DC-lecken.

@corne: War auch mal ein Gedanke von mir, deshalb war der Amp auch schon in verschiedenen Räumen in verschiedenen Stromkreisen eingesteckt. Alle 3 Phasen waren mal dran.
@Striker52: Das wird das nächste sein. Ganz andere Location...

Vielen Dank Euch allen fürs mitdenken!

Grüße,
Patrick


« Letzte Änderung: 30.05.2018 13:52 von pgruber »
Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone

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Offline GeorgeB

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #13 am: 30.05.2018 14:40 »
Ich habe schon einzelne Röhren gezogen. Von V5 bis vor zu V1. Dadurch unterbreche ich ja auch den Signalfluss. Leider ändert das nicht sonderlich viel.
Ich sehe die Spitze immer auf den Anoden und dann halt entsprechend auch an den Gittern (sind ja meist mit der Anode der Vorgängerstufe verbunden).
[...]
Wie kriege ich das raus ohne blind nacheinander alle Cs zu wechseln? Mal wenigstens die Stufe identifizieren zu können wäre super. Die Koppelkondensatoren C10 und C7 habe ich schon getauscht. Oder mal die Silver Micas auf Verdacht tauschen? Hab mal irgendwo gelesen, die würden ab und an mal DC-lecken.
Wenn du die Röhren ziehst sehen die anodenseitigen Koppelkondensatoren die volle Betriebsspannung, die auch noch wegen fehlender Belastung besonders hoch ist (~500V). Da würde es mich nicht wundern, wenn die Silver Micas anfangen zu spratzeln wenn das nicht mindestens 630Vdc-Typen sind, und eben lecken diese Cs eh gern mal (ich verwende sie nur wenn kein DC über ihnen anliegt). Relevant wäre in diesem Fall nur die letzte Stufe, also der PI, weil alles davor kann ja nicht mehr durchkommen wenn V4 fehlt. Also der Koppel-C zum PI und die beiden am PI-Ausgang.
Aber ein Elko kann es schon auch sein (evtl. auch im Biaskreis), oder auch, nicht zu vergessen, Kriechströme sonstwo duch Schmodder, auf Platinen, an Röhrensockeln, durch Kabelisolierungen, über Widerständen usw. Fast kalte Lötstellen können so sporadische Knackser auch produzieren (hatte ich mal und mir tagelang den Wolf gesucht bis es herausfand) ... es wird sich also fast nicht vermeiden lassen strategisch mehr oder weniger alles zu mal nachzubessern und zu tauschen... ein Jammer...

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Offline pgruber

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Re: JO-SLO Neuaufbau - Probleme mit Knackgeräuschen
« Antwort #14 am: 31.05.2018 18:33 »
Hallo Zusammen,

ich habe ein wenig Zeit gefunden und alle Cs im PI, die ich noch in meinem Fundus hatte ausgetauscht.
Als da wären die Koppel-Cs am Eingang C17 und C18 und die am Ausgang C21 und C22.
Einen Ersatz für den SIlver-Mica C20 (47pF) hatte ich nicht.
Leider gar keine Änderung.

Und es ist immer noch so: Einschalten, ruhig. Nach ein paar Minuten beginnt die Sache.
Liegt der Amp auf dem Rücken dauert es viel, viel länger - wenn überhaupt - bis es los geht.
Hört sich für mich irgendwie nach thermischen Problemen an.
Ich baue dann mal die Pre-Amp-Platine aus und löte alles nach. Wobei ich mir eigentlich recht sicher bin, dass es daran eher nicht liegt. Ich habe echt richtig sauber gelötet ;-)

Wenn ich V4 ziehe ändert das nix. Normal und Overdrive-Master auf 0 drehen. Ändert nix.
Ich kann es aber lauter machen mit den Master-Volumes. Allerdings nie so richtig laut. Schwer zu erklären.
Ich hätte gesagt, wenn es aus der Vorstufe käme müsste es ja einen Heidenlärm machen, wenn man Master aufdreht. Tut es nicht.

Zum Test habe ich den NFB abgehängt vom Depth-Poti. Keine Änderung.

Oszi habe ich an den BIAS-out auf der PSU gehängt. Da sieht man nix von Spitzen.

Es fängt ein wenig an zu nerven  ::)

Any ideas? Was könnte ich noch checken, bevor ich die Preamp-Platine ausbaue?

Grüße,
Patrick
Madamp A15MK2 / VOX AC30 Clone (Delayar) / SLO100 Clone