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6G2 style amp Projekt, Fragen und Tipps bitte

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tele05:
> Habe auch bisschen crossover distortion am Oszi beobachtet, besonders bei niedrigen Leistungen.

du kannst ja mal ein bischen mit dem Bias spielen und gucken, ob du es weg bekommst.
Wenn du die Endstufe kälter betreibst (Bias negativer), gehen die Übernahmeverzerrungen wahrscheinlich weg.
Klingt aber nicht unbedingt besser. Der Arbeitspunkt ist halt immer ein Kompromiss
aus Anodenspannung, Verlustleistung, Verzerrungen und Klang.

>> Geraten 15 Watt ;-)
> Das macht wiederum mit P = (11.3 V)^2 / 8.26 Ohm = ca. 15.5 W.

 ;D

iefes:
Ich melde mich mal wieder zurück nachdem ich den Amp mittlerweile ausgiebig gespielt habe und nach wie vor sehr begeistert bin. Da bei hohen Pegeln ein paar unschöne Kathodyn-Verzerrungen aufgetreten sind (Frequenzverdopplung und sowas) habe ich gestern Abend mal auf fixed Bias Kathodyn (aka Paul C mod, aber mit 1M / 4M7) umgelötet. Ein Test bei ausreichender Lautstärke kommt dann heute. Mal schauen, wie sich das bemerkbar macht. Die Beiträge im Netz sind leider nicht so ganz eindeutig darüber, ob das Abhilfe bei den unschönen Verzerrungen schaffen soll, aber ich wollte es sowieso mal testen. Außerdem habe ich noch zwei sicherheitsrelevante Details eingefügt: Sicherungen der Sekundärspannung (je 125mA) und außerdem je eine 1N4007 Diode in Reihe vor der Gleichrichterröhre. Das sollte auch noch zusätzliche Sicherheit bringen, falls die Röhre mal den Geist aufgibt und einen Kurzen bekommt. Durch die Dioden sollte dann keine Wechselspannung bis zu den Filter-Elkos durchkommen. Das habe ich von der RobRobinette-Seite und fand es eine sehr einfache sinnvolle Ergänzung.

Der aktuelle Schaltplan ist angehängt. Ich bin mittlerweile doch etwas weiter vom ursprünglichen 6G2 abgerückt, auch wenn er immer noch die Basis bietet. Der Verstärker gefällt mir echt richtig gut im Moment. Über Kommentare oder Hinweise freue ich mich aber nach wie vor.

Eine konkrete Frage hätte ich noch: Ich würde gerne einen ganz einfachen passiven FX-Loop integrieren, in erster Linie um das Signal von der Vorstufe abgreifen zu können und mit Boxensimulation zum leise über Kopfhörer spielen zu nutzen. Aber auch für meinen Tube-Reverb fänd ich das eine interessante Variante. Am liebsten würde ich den vor dem Kathodyn einsetzen. Wie würdet ihr das realisieren? Meine Idee wäre gewesen, von C4 auf eine Buchse mit Schaltkontakten zu gehen und falls ein Kabel im Return eingesteckt ist, einen C in den Signal-Weg zu schalten, damit die Gittervorspannung des Kathodyn nicht an der Buchse anliegt. Oder würdet ihr generell noch einen Koppel-C einfügen, der auch im Signalweg ist, wenn der FX-Loop nicht verwendet wird und das Potenzial des Signals an den Buchsen generell auf Masse beziehen? Ich hoffe, das war halbwegs verständlich ausgedrückt  ::)
Freue mich über Ideen und Hinweise.

Viele Grüße

iefes:
Mir ist gerade aufgefallen, dass mein Vorhaben mit dem passiven FX-Loop so nicht gehen wird, da das Signal erstmal stark abgeschwächt werden muss, damit es in nachfolgenden Geräten nicht zu Übersteuerungen kommt und dann vom Return wieder verstärkt werden muss, um genug Pegel in den PI zu liefern. Da komme ich dann vermutlich um eine Lösung á la LDN FX-Loop nicht drum herum. Mal schauen, ob ich dafür noch ausreichend Platz im Gehäuse schaffen kann.

iefes:
Test des neuen PI hat soeben stattgefunden. Einen Tick mehr clean Headroom und etwas angenehmere Zerre bilde ich mir ein, aber dieses "Geraspel" im Hintergrund hört man teilweise immer noch durch  :-\ . Also werde ich wohl noch einen Gridstopper direkt an den Sockel einfügen. Ist ja laut valvewizard das Mittel der Wahl. Ich versuchs mal mit 220k. Mit der alten Konfiguration hatte ich noch 100k drin und das hat offensichtlich nicht gereicht.
Grüße!

iefes:
Und weiter im Monolog: Bevor ich gerade den Gridstopper einbauen wollte, habe ich fix mit dem Oszi gemessen und wie es aussieht habe ich garkeinen Frequenz-Verdopplungs-Effekt wie beim valvewizard beschrieben. Man sieht aber deutlich diese Spikes an den Anoden beim Einsetzen der Endstufenzerre und dann auch ein recht asymmetrisches Verhalten (siehe Screenshot). Das sollte sich ja aber aufgrund des PP-Betriebs nicht groß auf den Klang auswirken, weil während des Spikes die andere Röhre aktiv ist. Die Frage ist jetzt, was da so eigenartig verzerrt. Es klingt für mich in gewisser Weise "matschig" und es "raspelt" etwas im Hintergrund. Vielleicht kommt das auch aus der Endstufe? Bzgl der Spikes ließt man ja, dass man große gridstopper an den Endstufen-Röhren verwenden soll, aber da würde ich ungern auf Kosten der Höhen dran herum pfuschen. Wie wäre es mit kleineren Koppel-Cs?

Würde mich über ein paar Ideen sehr freuen  :topjob:

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