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6G2 style amp Projekt, Fragen und Tipps bitte

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iefes:
Danke dir!  :) Wenn ich den Amp das nächste Mal offen vor mir habe, werde ich die beiden Koppel-Cs mal austauschen. Werte von 47n oder 22n sollten ausreichen würde ich sagen. Ich denke, dann werde ich auch die Mid-Notch Geschichte wieder ausbauen und den Boost vielleicht etwas Frequenz-abhängiger machen. Habe momentan einen 10uF Rk, da gehe ich mal etwas runter für einen schönen Höhen- bzw. Hochmitten-Boost. Habt ihr da Erfahrungswerte ? Darf bei dem Amp auch nicht zu viel werden, der hat ja von Haus aus schon reichlich Mitten.

Ich war gestern echt ziemlich überrascht, dass ich den Amp so satt in die Verzerrung bekomme. Das klang richtig richtig gut, schön "weich" im Trioden Betrieb. Hatte ich vorher immer im Pentoden Betrieb getestet und das war dann einfach viel zu laut und klang am Power-Soak schnell unschön. Aber der Test gestern war auch deutlich lauter als ich meinen Nachbarn eigentlich zumuten kann, und meinen Ohren.  :devil:

Stubenrocker81:
Hallo iefes,

die Sound Samples klingen für mich sogar richtig gut. Das Gebratzel im Hintergrund höre ich auch und wöllte ich auch nicht haben.
Trotzdem hat der Ton von dem Amp was.

22n für C5 und 6 sind immer noch ausreichend.
C4 würden sogar 4n7 locker reichen und wenn du den eh nur im Overdrive fährst sogar 1n.

Berichte bitte weiter!  Mich interessiert so eine 5e3 artige Schaltung sehr! Simpel und einfach gut scheint mir der Amp zu sein  :topjob:  coole crunchmachine! Das hat was!
Und ja, hau das Notch raus und bring den Ton den er kann auf den Punkt! Das wird nen schöner Amp werden 😉

Gruß Stephan


Mr. Lime:
Hätt ich den Amp vor mir, würd ich mal diese Rückkoppelung vom Cathodyne ausprobieren, vielleicht bringt's ja was:


iefes:
 Ja das hab ich auch schon mal in Erwägung gezogen vor einer Weile, danke dir für die Erinnerung :topjob:

iefes:
Hallo Leute, etwa ein Jahr nachdem ich den Amp fertig gebaut hatte, hat es mich dann doch wieder gepackt und ich hab ihn so ziemlich komplett umgebaut. Ich wollte einfach einen blackface style clean zur Verfügung haben und habe daher komplett umstrukturiert.

DIe Änderungen sind wie folgt:
- ein Kanal AB763 + ein Kanal 6G2, werden jeweils aktiviert, sobald das Kabel in den entsprechenden Input gestöpselt wird
- eine zusätzliche Röhre für den LTPI
- größerer Netztrafo (290BEX) und geändertes Netzteil für mehr Leistung
- Bias Tremolo beibehalten

Es handelt sich hier jetzt also um eine Adaption des "normalen" AB763 Deluxe (non-Reverb) mit einem brownface Princeton Kanal und dem brownface Bias Tremolo. Im Moment werkelt noch der 15W Princeton AÜ mit Raa = 8k im Verstärker, den möchte ich auf lange Sicht aber ersetzen, bin mir aber noch nicht sicher wogegen. Die Gegenkopplung ist wie immer drei-stufig schaltbar (normal/aus/halb).

Den Schaltplan habe ich euch angehängt. Die Schalter vor V2A werden über einen isolierten Schließer an der jeweiligen Switchcraft Buchse geschaltet. Das funktioniert also am besten wenn immer nur ein Kanal genutzt wird.

Habe den Amp eben das erste mal (Schritt für Schritt) hochgefahren, funktioniert soweit alles gut und klingt auch ganz ordentlich, allerdings habe ich noch ein Problem in der Bias-Versorgung. Ich bekomme die negative Vorspannung nicht geringer eingestellt als -53V, dadurch hab gehen gerade mal je 4mA durch die Röhren und es klingt entsprechend flach. Habe alle Bauteile auf der Bias-Platine gecheckt, passt alles. Und die Spannung aus dem Trafo kommt mit ~50VAC am 470R Widerstand an. Muss ich mir später nochmal genauer anschauen.
Ein weiteres Problem ist die Zuleitung zu V2A, die funktioniert wie eine Antenne, wenn kein Stecker eingesteckt und damit keiner der Schalter geschlossen ist. Da muss ich wohl noch mit einem abgeschirmtes Kabel nachbessern.

Abgesehen von diesen beiden Problemen scheint alles gut zu passen  :)  Der Princeton Kanal ist im Vergleich zum blackface natürlich sehr laut, aber das passt eigentlich gut und bietet eine schöne crunch-Alternative zum schönklingenden blackface.

Nun, was denkt ihr dazu? Habt ihr Verbesserungsvorschläge? Habt ihr vielleicht eine Idee bzgl der Bias-Geschichte? Die Schaltung ist ja nun wirklich nicht besonders komplex und sie hat für den 6G2 bestens funktioniert (habe nur den 100k durch einen 470R ersetzt, wegen dem separaten Bias tap).

Habe außerdem noch ein paar Fotos angehängt. Ist alles etwas eng geworden, aber ich finde es ist mir trotzdem einigermaßen gelungen. Tremolo, Bias und Sicherungen + Filter-Elko sind jeweils auf separaten Boards untergebracht. Die Regler für das Tremolo sind auf die Rückseite gekommen, dadurch geht die Bias-Spannung drei mal quer durchs Chassis (vom Board zum Intensity-Poti, zurück zu den Gitterableitwiderständen und zu den Sockeln der 6V6). Hätte man sicher schöner machen können.  ::)

Freue mich über Feedback! Beste Grüße

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