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Fender Twin Silverface Bestandsaufnahme

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HaNdwiredToSelfDestruct:

--- Zitat von: iefes am 29.11.2020 16:34 ---Hi Daniel, schön, dass es voran geht.

Ist das Brummen ein 50Hz oder ein 100Hz Brummen?
Das 50Hz Brummen kann sehr wohl mit den abgerissenen 100 Ohm Widerständen zusammenhängen. Darüber wird die Heizung auf Masse referenziert, wenn die Heizungswindung des Netztrafos keinen Mittelabgriff hat. Also die beiden Widerstände (zwei neue, 2W) kannst du direkt an Masse hängen, im Bestfall an den globalen Masse-Stern oder einen lokalen Masse-Stern in der Vorstufe.

--- Ende Zitat ---

Dank euch! Die Widerstände kommen heute (hoffentlich GLS  :topjob:) dann werde ich das Probieren, ich denke es ist ein 50hz brummen.


Ich habe auch die Elkos an BIAS Versorgung und auch die "fliegenden" Elkos (diese goldenen) neu bestellt. Die 50uf/100 gab es nur bei dem dessen Namen wir nicht nennen :help:

Ich habe noch 3 Bilder von dieser "komischen" Schaltung angehangen. Was sollen diese goldenen Elkos bezwecken? Beim hinteren Eylet wo auch der 50@70 angelötet ist, ist ein totales Chaos, Das ist das Grün/Gelbe (Erde/Masse?) vom Trafo angelötet und ein brauner vom Trafo "in der Luft" ans Beinchen angelötet.  Auch die Gleichrichter Dioden sind anders Verschaltet als im Layout.
Meine Frage ist etwas Laienhaft sry  :danke: - was bezweckt dieser Bereich? In einigen Blackfaces fehlt dieses kleine Turretboard komplett.
Was mich bei den Layouts auch etwas aus dem Konzept bringt ist die Farbe der Kabel, die ist bei meinem "Ersatztrafo" nämlich anders.


Nigel:
Moin Daniel!

Der Gleichrichter wurde vermutlich zu einem Brückengleichrichter umgebaut und mit FREDs ausgestattet(Nach Fast Recovery Epitaxial Dioden googeln). Die gibts auch hier im Shop. Die haben den Vorteil, dass sie nicht nur schnell schalten, sondern auch sanft. Die können ohne Schaltimpulse in der Gleichspannung zu hinterlassen sehr schnell Schalten. Ich bin ein großer Fan dieser Teile.

Leo Fender hat sehr viele Dioden in Reihe geschaltet und mit der Mittelanzapfung des Netztrafos einen "Zwei Phasen" oder Vollwellen- oder Full Wave-Gleichrichter gebildet.  Die Reihenschaltung von Dioden verteilt die Last und sorgt ebenfalls dafür, dass Impulse in der Gleichspannung reduziert werden. Das funktioniert auch sehr gut.

Eine beliebte Modifikation an dieser Stelle ist, einen Sag-Widerstand vor dem Gleichrichter anzubringen, der den Innenwiderstand des Gleichrichters erhöht. Man verspricht sich davon ein wenig mehr Kompression und das Ansprechverhalten einer Gleichrichterröhre. Das klappt auch recht gut.

Die goldenen Elkos sind vermutlich ein zusätzliches Siebglied hinter dem Gleichrichter. Das scheint eine gut gemeinte Modifikation zu sein, vor allem die Nähe zum Gleichrichter ist vorteilhaft - kann man machen. Die Elkos sollte man am Chassis befestigen.

Grüße

Nigel

HaNdwiredToSelfDestruct:

--- Zitat von: Nigel am  7.12.2020 01:26 ---Moin Daniel!

Der Gleichrichter wurde vermutlich zu einem Brückengleichrichter umgebaut und mit FREDs ausgestattet(Nach Fast Recovery Epitaxial Dioden googeln). Die gibts auch hier im Shop. Die haben den Vorteil, dass sie nicht nur schnell schalten, sondern auch sanft. Die können ohne Schaltimpulse in der Gleichspannung zu hinterlassen sehr schnell Schalten. Ich bin ein großer Fan dieser Teile.

Leo Fender hat sehr viele Dioden in Reihe geschaltet und mit der Mittelanzapfung des Netztrafos einen "Zwei Phasen" oder Vollwellen- oder Full Wave-Gleichrichter gebildet.  Die Reihenschaltung von Dioden verteilt die Last und sorgt ebenfalls dafür, dass Impulse in der Gleichspannung reduziert werden. Das funktioniert auch sehr gut.

Eine beliebte Modifikation an dieser Stelle ist, einen Sag-Widerstand vor dem Gleichrichter anzubringen, der den Innenwiderstand des Gleichrichters erhöht. Man verspricht sich davon ein wenig mehr Kompression und das Ansprechverhalten einer Gleichrichterröhre. Das klappt auch recht gut.

Die goldenen Elkos sind vermutlich ein zusätzliches Siebglied hinter dem Gleichrichter. Das scheint eine gut gemeinte Modifikation zu sein, vor allem die Nähe zum Gleichrichter ist vorteilhaft - kann man machen. Die Elkos sollte man am Chassis befestigen.

Grüße

Nigel

--- Ende Zitat ---

Ahh das hilft mir weiter! Vielen Dank. Ich habe mich entschieden den Mod erstmal zu verbannen und das Netzteil wieder original aufzubauen.

Habe mit dem Mod 527V Anodenspannung, zudem starkes Clippen im Bassbereich.  Spannung am Bias Elko und Spannung vor dem ersten 50/100 Elko sind mit ca. 57V noch i.o. aber erhöht. Dioden und Widerstände sind schon im Shop bestellt.

An dem ---- Netzteil sind 2 Kabel, mit welchen ich nicht weis wohin. Das Gelb-Rote und ein Braunes aus der Sekundärspule 2 (1x 60V lt. Trafo). Fotos ist unten. Kommen die auf Masse?  :help:

Grüße
Daniel

carlitz:
Hallo,

gelb-rot müsste die Mittelanzapfung der Hochvoltleitung sein (bitte nachmessen) und der braune Draht gehört vermutlich zur Biaswicklung.

Bitte Beide auf Masse.

HaNdwiredToSelfDestruct:
Braun/Biaswicklung der Mittelabgriff liegen jetzt auf Masse.
Das Netzteil ist wieder nach Layout aufgebaut. (Foto unten)
Ich war erst durch die Angabe +/- an den Dioden verwirrt, da scheint Fender aber den Current Flow darzustellen und nicht die Einbaurichtung.

Jetzt beginnt die Fehlersuche, ich vermute die "Mods" waren tatsächlich drinnen, um "Fehler" auszugleichen.
Am Ende der Diodenkette messe ich jetzt 257V (Röhrensockeln liegt die selbe Spannung zwischen Pin 1 u. 3 negativ an -257V  :help: :help:)
Eigentlich müssten dort 410V anliegen.  Könnte der Trafo defekt sein?

 :gutenacht:
Daniel

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