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Oszilloskop komische Sinusform

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Offline Ampcop

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Oszilloskop komische Sinusform
« am: 6.04.2021 20:43 »
Hallo und guten Abend.

Ich habe mal eine Frage..   Ich habe mir nun im Zuge meiner Röhrenabenteuer ein Oszilloskop angeeignet und wurschtel mich da gerade so rein. Habe da mal n bissl was gelesen und mache grade einfache Übungen (Spannungen berechnen sowie Frequenzen herausfinden) um da ein bissl Verständnis für die ganze Sache zu erlangen.

Das Gerät ist so ein Uraltschinken aus Täteräzeiten - es war praktisch fast umsonst und somit zum Üben ideal (falls ich was falsch mache und es explodiert)

Nun mal eine Frage zu dem Gerät: Wenn ich damit einfach mal die Wechselspannung der Steckdose abgreife, sollte ja eine saubere Sinuskurve angezeigt werden....?  Es schaut aber wie im Anhang aus. Die Spitzen der Kurve sind irgendwie nicht rund.
Liegts nun an der Spannung die da aus der Dose kommt oder hat das Gerät einen Klatscher?  Evtl kennt sich hier ja jemand damit aus - ist wie gesagt Neuland für mich.

Mfg Ampcop

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Offline corne

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Re: Oszilloskop komische Sinusform
« Antwort #1 am: 6.04.2021 21:38 »
Hallo Ampcop  :)

Cool das Du Dich mit der Materie beschäftigst. Allerdings die Sinus-Form der Steckdose zu testen... da öffnest Du die Büchse der Pandorra. Ja, eigentlich sollte da ein sauberer Sinus anliegen. Allerdings gibt es mittlerweile soviele Geräte um Dich herum und auch überall am Netz, die diese Form verzerren... LED-Lampen, Frequenzumrichter, Schaltnetzteile, Solaranlagen (Wechselrichter) und weiss der Geier was noch alles. Das öffentliche Netz halbwegs „sauber“ zu halten ist eine der größten Herausforderungen in der Energie-Technik unserer Zeit. Dein Bild kann je nach Uhrzeit anders aussehen...
Liebe Grüsse, corne
Move your ass for rock 'n roll baby .... move!!

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Offline roehrich

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Re: Oszilloskop komische Sinusform
« Antwort #2 am: 6.04.2021 22:12 »
Hi,

was ist das denn genau für eine Kiste? Hat das zufällig einen Taskopf-Kalibrationsanschluss? Das ist oft so eine kleine Metallöse im unteren Bereich der Frontplatte. Da liegt ein Rechtecksignal mit ein paar Kilohertz an ... hört sich erst mal unspektakulär an, aber die steilen Flanken sind das kritische ... die sollten ohne Überschwinger und runde Ecken dargestellt werden. An den Tastköpfen (vorne oder in der Nähe des BNC-Steckers) sind normalerweise ein oder mehrere Trimmer, mit denen die Darstellung in Form gebracht werden kann. Wenn das passt (Frequenz, Signalform und Spannung) bist du schon mal gut unterwegs ... und vor allem ungefährdet und ungefährlich.

Und nicht vergessen: Die Masse des Tastkopfes und des Gerätes/Gehäuses ist mit der Schutzerde verbunden! Wenn nicht, ist etwas grob faul (und gefährlich)! 

Viel Spass!

Ciao
Sebastian

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Offline Ampcop

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Re: Oszilloskop komische Sinusform
« Antwort #3 am: 7.04.2021 00:43 »
Allerdings die Sinus-Form der Steckdose zu testen... da öffnest Du die Büchse der Pandorra.

Mhh... da habe ich auch schon drüber nachgedacht bezüglich "Verunreinigungen"
Es wird wohl das beste sein wenn ich mir einen Generator besorge mit dem ich saubere Signale erzeugen kann - brauche ich eh um irgendwann - wenn ichs denn endlich geschnallt habe wie das alles funktioniert - meine Verstärkerschaltungen zu prüfen - also vorne Signal dran - guggn was draus wird und Restwelligkeiten in der Spannungsversorgung aufspüren und so Sachen halt...




Hi,

was ist das denn genau für eine Kiste? Hat das zufällig einen Taskopf-Kalibrationsanschluss? Das ist oft so eine kleine Metallöse im unteren Bereich der Frontplatte. Da liegt ein Rechtecksignal mit ein paar Kilohertz an ... hört sich erst mal unspektakulär an, aber die steilen Flanken sind das kritische ... die sollten ohne Überschwinger und runde Ecken dargestellt werden. An den Tastköpfen (vorne oder in der Nähe des BNC-Steckers) sind normalerweise ein oder mehrere Trimmer, mit denen die Darstellung in Form gebracht werden kann. Wenn das passt (Frequenz, Signalform und Spannung) bist du schon mal gut unterwegs ... und vor allem ungefährdet und ungefährlich.

Und nicht vergessen: Die Masse des Tastkopfes und des Gerätes/Gehäuses ist mit der Schutzerde verbunden! Wenn nicht, ist etwas grob faul (und gefährlich)! 

Viel Spass!

Ciao
Sebastian

Die Tastköpfe sind mit Erde verbunden - habe ich bereits aus (Angst) überprüft.  :-\  Das man die Tastköpfe kalibrieren kann bzw muss, habe ich bereits in Erfahrung gebracht (aber keinen Plan wie)  2 von den Tastköpfen haben kleine Trimmer integriert - habe die mal zerlegt um rauszufinden welche Teilung die haben, da nichts draufsteht. In einem ist nur ein 80ohm Widerstand in Reihe....  bei den beiden anderen die ich dazu habe sind jeweils 2 Stück 4M7 Widerstände in Reihe - sowie n kleiner Kondensator (33k steht drauf - sollten pF sein denke ich - habe zumindest gelesen das in so Tastköpfen kleine C's mit wenigen pF verbaut sind) und noch n Widerstand sowie ein Trimmer .....  Ich würde mal behaupten diese beiden sind 10:1 ?  Der andere - tja - 1:1 ? ? ?

Wie ich das Oszilloskop einstelle bzw kalibriere da bin ich komplett überfragt. Die Betriebsanleitung von dem Ding habe ich noch nicht komplett gelesen...
Ich war heute schon glücklich das ichs geschafft habe anhand dessen was mir da angezeigt wurde die Frequenz dessen was da aus der Steckdose kommt in Erfahrung zu bringen sowie anhand des Sinussignals die Spannung dessen was da rauskommt zu errechnen und anschließend mit dem Multimeter erstaunt festzustellen, das dass sogar stimmt was da auf dem Oszi zu sehen war und ich es richtig berechnet hatte. Jaja - der erfahrene E-Profi wird jetzt lachen - aber für mich war das schon ein Erlebnis anhand des Geschmieres auf der Anzeigeröhre und n bissl Mathe tatsächlich etwas verwertbares zu produzieren.  :o  ;D

Ich habe mal Bilder von der MASCHINE und den Tastköpfen angehängt. Made in DDR. Scheinbar ist das Gerät kein highendprofisuperduperding und wohl ziemlich spärlich ausgestattet - aber wenn es noch mehr Knöpfe hätte würde mir wohl der Kopf platzen...   ;D

Phuu - das ist alles ganz schön anstrengend für mich da ich mir alles durch lesen aneignen muss. Manchmal denke ich mir echt ob sich der Aufwand wirklich lohnt oder es nicht besser -bzw einfacher- wäre nur nach vorhandenen Plänen zu basteln.  Aber na ja.....   ich möchte schon irgendwann dahin das ich Verstärker nach genau meinen Klangvorstellungen zammfriemeln kann.

Mfg Ampcop

« Letzte Änderung: 7.04.2021 00:57 von Ampcop »