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Fender Blues Junior brummt und verzerrt

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fränki:
Hallo, ich habe mir einen Fender Blues Junior gekauft und habe folgendes Problem.
Bei dem Amp waren die Röhren kapput als ich ihn gekauft habe, es war so das eine EL84 geleuchtet hat wie ein Bengalfeuer. Ich habe dann nicht weiter probiert und habe bei TT einen Satz neue Röhren gekauft.
Mit den neuen Röhren ist das Leuchtfeuer weg aber der Amp hat ein Dauerbrummen das unabhängig von Volume und Masterpoti Stellung auch auf null immer gleichbleibend ist. Spiele ich die Gitarre an, verzerrt der Amp als ob ich beim Spielen den Amp ausschalte, bzw die Spannung zusammen bricht.
Anodenspannung EL 84 ist 322 Volt, Anodenstrom beträgt 33mA.
Jetzt weis ich echt nicht weiter, Lötstellen sind alle io, Elkos habe ich gemessen, sind auch io.
Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben oder hatte so etwas schon einmal, ich wäre sehr dankbar.
Gruß und danke Frank

carlitz:
Könnte der Ausgangsübertrager sein, welcher defekt ist und eine Halbwelle nicht korrekt wiedergegeben wird

guanre:
Prüf mal alle Widerstände um die EL84 herum ob da einer defekt ist.
Ansonsten schauen ob der Fehler aus der Vor oder Einstufe kommt.
Vorröhren ziehen und schauen ob's noch brummt.

bluesfreak:
Die üblichen (Schwach)punkte beim Blues Junior:

1. Netzteil Elkos => die verbauten Illinois Caps halten exakt bis Ende Garantie aber nie länger als 2 Jahre, also raus damit und F&T rein
2. Wenn man schon drinnen ist die Kathodenelkos auch gleich mittauschen. Die sind zwar etwas haltbarer aber mit ordentlichen Vishays hat man auch die nächsten 20 Jahre Ruhe
3. Den Bias runterfahren, dazu einfach einen 82k in parallel zum 33k im Bias Zweig (je nach Version ist das R37 oder R51) löten
4. Die Dioden im Netzteil checken, sind da 1N4004 oder 1N4006 verbaut auf 1N4007 umbauen
5. das blaue B+ Kabel zum Output Transformer das quer an den Flachbandkabeln zu den Endröhren vorbei läuft möglichst weit weg vom Flachbandkabel führen (Siehe auch Lyle Cadwells Video https://www.youtube.com/watch?v=_pw9UduUuKc
6. Lötstellen am Input Jack checken, ggf den durch was ordentliches ersetzen
7. die beiden 1W 15V Zener Dioden im Hilfsspannnungsnetzteil durch eine 2W Version ersetzen die etwas vom PCB erhöht verbaut ist um ordentliche Konvektion zu ermöglichen
8. Alle (!) Potilötverbindungen checken, 7ender faährt da eine seltsame Art MAsse zwischen den Potis zu gewährleisten, bricht da eine Lötstelle hat man Probleme

Service Manual im Anhang

Gruß
blues

Volka:
Moin,

vielleicht ist auch einer der Koppel-C's  zwischen PI und Endröhre defekt...es muss nicht imer gleich der AT sein.

Gruß,
Volka

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