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Pawnshop Excelsior mit internem Reverb?
Stahlröhre:
--- Zitat von: Meikel am 12.05.2024 08:10 ---...
Nur zum Beispiel der Kathodenelko an V3b. Klar, kann man per se erst mal einfach weglassen. Vu sinkt, die untere Grenzfrequenz geht rauf.
...
--- Ende Zitat ---
Wenn du den Kathodenbypasskondensator entfernst geht die untere Grenzfrequenz nicht hoch, sondern runter. Ohne Kondensator wirkt die Stromgegenkopplung des Kathodenwiderstandes auf den gesamten Frequenzbereich und du erhältst die gleiche Verstärkung ab Gleichspannung (bis die Stufe dann obenrum durch R23 und die Millerkapazität dicht macht). Insgesamt wird das Tieftonübertragungsverhalten des Treibers eh stark von C1, C3 und den nachfolgenden Gitterableitwiderständen dominiert. Ich bezweifel das du da irgendeinen Unterschied im Tiefenbereich merken wirst wenn du C7 entfernst.
Ich würde C7 mal testweise entfernen und eventuell auch mal drüber nachdenken R7 zu verkleinern. Diese Modifikationen sind direkt umsetzbar, ohne an der Platine was ändern zu müssen.
Helmholtz:
--- Zitat von: Meikel am 12.05.2024 08:10 ---Nur zum Beispiel der Kathodenelko an V3b. Klar, kann man per se erst mal einfach weglassen. Vu sinkt, die untere Grenzfrequenz geht rauf.
--- Ende Zitat ---
Ohne Kathodenelko geht die untere Grenzfrequenz runter auf 0Hz, da dann alle Frequenzen gleich verstärkt werden.
Umgekehrt kann ein Kathodenkondensator die Bässe nicht anheben, sondern nur mehr oder weniger absenken.
--- Zitat --- Aber erst mal fasse ich den Anodenspannungsteiler ins Auge und dann schaun' mer mal, wie die Stufen reagieren.
--- Ende Zitat ---
Aufteilen des Anodenwiderstand (z.B. 68k zur Anode + 33K zur Ub für Absenkung um Faktor 3) ändert die Betriebsbedingungen für V3B nicht, sollte also den Klang nicht ändern.
Edit: Habe den Post von Stahlröhre drüber verpasst.
Meikel:
Servus,
und danke für die Korrektur hinsichtlich Ck und Grenzfrequenz! Richtig, es wirkt eine reine Stromgegenkopplung, wenn Ck entfernt wird.
Ich habe mal etwas gespielt und möchte die Ergebnisse nicht vorenthalten.
Zu 1. Der Anodenwiderstand arbeitet als Spannungsteiler. Aufgefallen sind mir die "verbogenen" Amplitudenminima (bzw. -maxima, wenn ich die Ausgangsspannung nach V23 oszillografiere).
Zu 2. Spaßenshalber habe ich der Triode einen Gitterableitwiderstand von 200 KOhm spendiert. Um wieder auf die Sollspannung von 10,5 VAC zu kommen, musste ich nun den Anodenspannungsteiler anders einstellen. Grob geschrieben, geht er jetzt in die Richtung Halbe-Halbe der Widerstände: Durch die gesunkene Verstärkung der Triode geht Ua zurück, so dass ich jetzt den Anodenspannungsteiler in Richtung einer höheren Ausgangsspannung "aufregeln" kann: R20a wird größer und R20b wird somit kleiner.
Zu 3. Bei einer unsinnigen Verringerung von Rg kann ich zwar Ra wieder mit 100 KOhm belassen, aber das ist Quatsch und vor allem: Die Vollaussteuerung mit einer Strat dran wird furzig. Diese Knicke in den abfallenden Bereichen der Amplituden schulde ich Einstreuungsfehlern (wer viel misst....)
Zu 4. Hier habe ich einfach mal die ECC83 gegen eine ECC82 getauscht ohne jede weitere Änderung. Ua ist jetzt bei unverändertem Input von 135 mV an TP9 ziemlich hoch (statt 10,5 VAC sind es 17,9 VAC) und noch verzerrungsfrei. Der Hall ist jetzt eher dünne (klar, wegen der ECC82, die auch unten am Aufholverstärker mit ihrem geringeren µ wirkt) und auch hier kommt Furziges, wenn man mit einer Strat dran mal voll aufdreht.
Gruß Michael
Helmholtz:
Sind alle Signalspannungen einschließlich Eingangssignal Spitze-Spitze-Werte?
Aufteilen des Anodenwiderstands ändert die Form des Anodensignals nicht.
Was ist V23?
Meikel:
--- Zitat von: Helmholtz am 13.05.2024 15:59 ---Sind alle Signalspannungen einschließlich Eingangssignal Spitze-Spitze-Werte?
--- Ende Zitat ---
Du kannst mich Sachen fragen, da muss ich glattweg erst mal drüber nachdenken. :)
Ich messe mit NF-Röhrenvoltmetern. Wenn ich jetzt nicht falsch liege, dann messen diese RVM Spitzenspannungen, zeigen diese Spitzenspannungen (Scheitelwert des Sinus) auch an, sind aber in Effektivspannungen geeicht. Zeigt mein MV20 zum Beispiel beim Messen einer NF-Spannung von 100 mVAC diese 100 mVAC als Effektivwert an, so ist das in Wirklichkeit gemessene 141 mVAC Spitzenspannung (* 1,41).
Hier übrigens mein derzeitiger Favorit. Mit noch etwas negativerer Gittervorspannung (etwas größerer Rk) müsste die Sache hinhauen.
Gruß Michael
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