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ringkern-netztrafo-139va und Anschluss Gleichrichterröhre?

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Offline Helmholtz

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Am besten gefällt mir die Lösung mit zusätzlichen Dioden vor den GLR-Anoden (z.B. https://www.audiocircle.com/index.php?topic=156583.0)
Unter 7.4 auch hier beschrieben: https://www.dalmura.com.au/static/Power%20supply%20issues%20for%20tube%20amps.pdf
Dann muss man sich um Kurzschlüsse in der GLR keine Gedanken mehr machen und eine Sicherung in der Mittelanzapfung reicht völlig aus.

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Offline Lötopa

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Das entspricht dann in einfacher Darstellung diesem:

http://www.brieskorn.de/Guitar___Amps/Verstarkerprojekte/5E3/Deluxe_Circuit_V2a.pdf

Ich habe das bei meinem 5e3 genau so gemacht. :angel:

Grüße
Rainer
« Letzte Änderung: 31.07.2025 21:09 von Lötopa »
Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Jap. Sprichwort)

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Offline Röhre69

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hat schaltungstechnische allerdings einen Beigeschmack von Gänsebraten in Fischsauce :)
Das könnte einen Glaubenskrieg mit den Röhrenpuristen entfachen. Vorsicht! :police:

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Offline Lötopa

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Glaubenskrieg nur bei Fischsauße: Red Boat, sonst keine.  ;D
Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Jap. Sprichwort)

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Offline Röhre69

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Spaß beiseite :): Das mit den vorgeschalteten Reihen-Si-Dioden kannte ich bisher noch nicht, danke für die Info (again what learned).
Den Effekt mit der Verlängerung der Lebensdauer der GLR muss ich erst noch verstehen. Hatte bisher nur das Szenario "nach Anode gibt´s nen Kurzen" im Visier.

Bin gerade am Grübeln: Zwei "kleine" Anoden-Sicherungen durch eine "große" (Kathoden)-Sicherung ersetzen --> da brauchts dann aber einen entsprechend höheren Strom, damit die Sicherung auslöst..., also doch besser zwei kleine????

schönes Wochenende

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Offline Röhre69

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Zitat
eine "große" (Kathoden)-Sicherung ersetzen

Besser formuliert: Mittelanzapfungs-Sicherung

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Offline Röhre69

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nix für Pfennigfuchser, nix für Fledermäuse, nix für Halbleiterphobiker (siehe Bild)

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Offline Helmholtz

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Zitat
Bin gerade am Grübeln: Zwei "kleine" Anoden-Sicherungen durch eine "große" (Kathoden)-Sicherung ersetzen --> da brauchts dann aber einen entsprechend höheren Strom

Der Effektivstrom durch die Mittelanzapfung ist die geometrische Summe der Zweigströme, also das Wurzel-2-fache (Faktor1,414), da die Zweigströme war gleich groß aber zueinander um 90° verschoben sind.
In der Praxis wird meist der Faktor 1,5 verwendet.

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Offline Röhre69

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Hallo Helmholtz,

habe für den Anodenstrom auch noch das im Hinterkopf: https://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap2/Kapitel2.html

Das ganze hat inzwischen natürlich vorwiegend akademischen Charakter, trotzdem (oder gerade deswegen) interessant. Und die Sicherungen gibt´s auch nur (grob) gequantelt.

Grüße

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Offline Helmholtz

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Eine zu großzügig dimensionierte Sicherung bedeutet halt auch weniger Schutz.

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Offline Röhre69

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Hallo Helmholtz et al.,

zum Hintergrund: Habe einen Stereoamp (2 x EL84 SE) versorgt mit EZ81, wobei jede EL84 ca. 48 mA zieht. Hatte zuerst eine Sicherung verbaut (lange her, vermutlich nach erstem Ladeelko) mit 125 mA träge. Die 125 mA hat dauerhaft gehalten. Den genannten ValveWizard-Artikel gelesen und jede EZ81-Anode separat mit 63 mA träge abgesichert. Verstärker lief damit einige Tage bis dann während des Betriebs (nicht Einschaltvorgang!) nichts mehr aus den Boxen kam. Da waren dann beide 63er Sicherungen durchgebrannt. Habe mich gewundert, weil 2 x 63 = 126 > 125. Führe das darauf zurück, weil der Strom durch die Anodensicherung eben nicht schön gleichmäßig, sondern wie bereits erwähnt impulsartig fließt. 80er Sicherungen eingesetzt, seitdem läuft der Amp dauerhaft.

Meine Folgerung: 80 < 125 --> besserer Schutz

Grüße

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Offline Helmholtz

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Habe einen Stereoamp (2 x EL84 SE) versorgt mit EZ81, wobei jede EL84 ca. 48 mA zieht. Hatte zuerst eine Sicherung verbaut (lange her, vermutlich nach erstem Ladeelko) mit 125 mA träge. Die 125 mA hat dauerhaft gehalten. Den genannten ValveWizard-Artikel gelesen und jede EZ81-Anode separat mit 63 mA träge abgesichert. Verstärker lief damit einige Tage bis dann während des Betriebs (nicht Einschaltvorgang!) nichts mehr aus den Boxen kam. Da waren dann beide 63er Sicherungen durchgebrannt.

Die Erklärung ist, dass der Effektivstrom in der Trafowicklung größer ist als der Gleichstrom nach dem Ladeelko, da er zusätzlich zum DC-Strom noch eine kräftige AC-Komponente hat.
Typische Werte sind Itr = 1.1...1.3 Idc (abhängig von Ladeelko, Trafowiderstand und Laststrom) pro Zweig.
In der Mittelanzapfung ist der Strom dann nochmal um den Faktor 1.41 höher.


« Letzte Änderung: 2.08.2025 16:39 von Helmholtz »

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Offline Röhre69

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Hallo Helmholtz,

dann bräuchte ich wohl bei einer Mittelanzapfungssicherung für oben genannten Verstärker eine mit Nennwert 160 mA.

 :) :)immer noch größer als 80 :) :)

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Offline Helmholtz

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160mA ist sehr knapp. Die Vorstufenröhren ziehen ja auch ein paar mA und da ist auch noch der Einschaltstromstoß.
MIt 100mA*1.3*1.5 komme ich auf 195mA.
Was ist denn der Nennstrom des Trafos?

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Offline Röhre69

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Hallo Helmholtz,

der EL84-Stereo ist ein Selbstbauprojekt von vor ca. 15 Jahren. Einen passenden Netztrafo (also insgesamt ein Trafo) mit entsprechenden Wicklungen für Hochspannung und Heizung habe ich damals nicht gefunden, weshalb ich das mit mehreren Netztrafos "von der Stange" umgesetzt habe. Die 6,3 VAC habe ich mit mehreren kleinen (wegen Bauhöhe) parallelgeschalteten 6 Volt-Trafos (bei ca. 90 % der Nennlast ergeben sich dann die gewünschten 6,3 VAC, separate Heizung für Audioröhren und Gleichrichterröhren zwecks sanften Hochfahren, hat auch seinen Charme) umgesetzt. Hochspannung für die beiden EL84 wird über die eine EZ81, die Hochspannung für die Vorstufenröhren (3 x ECC81, 2 x ECC83, 1 x ECC88) über die andere EZ81 realisiert - jeweils separate Spannungsglättung. Eine EZ81 wäre zum einen wohl etwas knapp bemessen, zum anderen erreiche ich mit der Extra-EZ81 für die ECCxxs sehr geringen "Anoden-Brumm". Die vielen ECCxxs sind für Endstufentreiber, Balance-Regler, Kuh-Schwanz-Klangsteller, Phono-Pre und  Phono-MC-Pre-Pre).

Die korrekte Dimensionierung einer Sicherung nach DIN-ISO- und sonstigen Sicherheitsvorschriften halte ich nicht für trivial. Bei allen Trafos von der Stange, die ich verwendet habe, ist gut sichtbar aufgedruckt, mit welcher Sicherung der Trafo abzusichern ist (primär oder sekundär oder beides etc.) --> Problem erledigt und solange ich keine Sicherung mit höherem Nennwert, trägerer Auslösecharakteristik oder niedrigerem Abschaltvermögen einsetzte, fühle ich mich auf der sicheren Seite. Je nach Einbauort der Sicherung muss man sich auch noch entscheiden, ob man eine AC- oder DC-Sicherung verwendet. Eine AC/DC-Sicherung >:D :guitar:  kenne ich bis jetzt noch nicht. Vielleicht gibt´s da eine limitierte Angus-Sonderedition. Möglicherweise erfüllt eine DC-Sicherungen auch die Anforderungen einer AC-Sicherung.

Die Hochspannung wird über zwei seriell geschaltete TIM60 (Trenntrafo 1:1) bereitgestellt, damit ich eine Mittelanzapfung bekomme. Schon klar, die 60 W sind ohne Ende überdimensioniert. Hatte da meine Gründe und schaden tut´s auch nicht.

Zu deiner eigentlichen Frage:

Auf dem TIM60 ist aufgedruckt "0,4 AT".

Übrigens besten Dank für deine Beiträge und Diskussionsbereitschaft. Über die Nachrüstung mit zusätzlichen 1N4007 denke ich nach und werde das wahrscheinlich irgendwann umsetzen. Dazu muss ich mir den von Dir eingebrachten Artikel erst noch mal genau durchlesen und verstehen. Die separate Absicherung der beiden Anoden werde ich beibehalten.

Weihnachten steht vor der Tür: Die Osterhasen sind bereits eingeschmolzen und warten auf die Wiederverwendung (Kreislaufgesetz) als Nikoläuse. Die Weihnachtsgans wird auch 2025 ohne Fischsauce serviert, auch nicht mit "Red Boat" - sorry Lötopa. Einem Eingeborenen südlich des Weißwurstäquators kann man sowas definitiv nicht zumuten. Das grenzt an Körperverletzung bzw. seelischer Grausamkeit.

schönen Sonntag