Mahlzeit,
Hammond Trafos sind mir u.a. deswegen ein Dorn im Auge weil die defacto eine Bauweise wie man sie im HiFi gerne nutzt auf Instrumentenverstärker umgelegt haben, dadurch sind die Hammonds deutlich linearer, klarer im Bass und haben einen meist deutlich weiteres Frequenzspektrum. Das mag dem einen gefallen, mich stört es, auch weil es den originalen Klang von (insbesondere älteren) Verstärkern beeinflusst. Ein 1750 zB hat eine Primärinduktanz von 6.3H während alte Woden/Albion da gerne auf 30H kommen, was vorwiegend auf dem Windungsaufbau und auch auf die Größe des Kerns (und das Kernmaterial) ankommt. Auch dürfte die Verschachtelung anders sein, eben weil Hammond eher den HiFi Bereich bedient und der Bau größtenteils auf Maschinen abläuft was früher händisch erledigt wurde, der Kern ist Plastik statt Papier wie bei den Originalen was auch einen Einfluss hat.
Die Differenzen mögen bei Netztrafos nicht so drastisch ausfallen, aber auch hier sind mir Hammonds schon öfter mit nicht passenden Spannungen aufgefallen, und wenn man mich ein paar mal enttäuscht oder nervt (weil der Amp tonal komplett anders klingt und weder ich noch Kunde zufrieden sind), dann wird diese Marke disqualifiziert, so einfach ist das.
Mein ToGo Ersatztrafolieferant war jahrelang Classic Tone, leider haben die den Löffel abgegeben, deswegen bezieh ich Ersatztrafos entweder von hier (meist die Hausmarke), von Piemme oder (wenn mal wieder ein wirklich alter Amp ums Eck kommt und das erhalten des Tones absolut wichtig ist), Pacific Magnetic Components. Deren Albon und Woden Clones sind 1:1 spot on (auch wenn andere zB hier auf Mercury Magnetics schwören).
Gruß
blues