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Bflex stirbt plötzlich

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Offline cca88

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Re: Bflex stirbt plötzlich
« Antwort #15 am: 18.04.2024 20:45 »
 :topjob:

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Offline vox populi

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Re: Bflex stirbt plötzlich
« Antwort #16 am: 7.02.2026 22:20 »
ich hatte das gleiche das gleiche ausgangsproblem, wie hier in diesem thread angesprochen.

ac18-kit, mit dem ich sehr zufrieden war resp. bin. mit angeschlossener last einige stunden im standby-betrieb gehabt. anodenspannung an und die netzsicherung (1A, in der kaltgerätebuchse) flog.

seitdem flog sie jedesmal, wenn netzspannung angelegt wurde.

ich habe dann,  nach lektüre dieses threads, einfach ohms gemessen. da kamen keine klaren erkenntnisse bei raus außer, dass die anodenspule i.o. ist. die  gab zwischen beiden heißen enden so 225 ohm und von ende zu zentralmasse je so 110-115 ohm. das sind, wie ich hier lesen konnte, gesunde werte.

schließlich besann ich mich auf einen trenntrafo, den mein bruder mal angeschafft (und nie gebraucht) hatte. mit dem kann man die 50 hz wechselspannung am eingang von 0 bis 250 v regeln. ich habe alle sekundärausgänge freigelegt und dann mal vorsichtig gas gegeben. alle sekundärspannungen kamen proportional nach.

das fand ich erstmal unerwartet. ich hab dann sachte weiter kitt gegeben und siehe ... aus dem trafo stieg bei 150 v schließlich ein rauchfähnchen  :o auf. auch wurde der gerät (der netztrafo des amps) nun auch derbe heiß und schlußendlich flog wieder die sicherung. der hatte es also klar hinter sich.

jetzt habe ich einen neuen bestellt (mein amp ist mehr als 4 jahre alt) und ich hoffe, dass ich ihn bald wieder spielen kann  :)

warum ein solcher schaden entsteht, entzieht sich allerdings noch meiner kenntnis. mir ist aufgefallen, dass der alte pt eine  spule für alle netzspannungen hatte, wohingegen der neue u.a. auf 220/230/240 v verdrahtet werden kann bzw muss. ich werde wohl 240 v wählen ... sicherheitshalber ?!

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Offline Lyons

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Re: Bflex stirbt plötzlich
« Antwort #17 am: 8.02.2026 10:13 »
Hallo vox populi, gut zu hören, dass Du die Ursache ermitteln konntest. Was die Spannungsfestigkeit der Isolation im Trafo angeht, dürfte die Wahl des Spannungsabgriffs nicht wirklich eine Rolle spielen, da die Prüfung für Spannungsklasse 2 mit 1500 V mindestens erfolgen muss. Da machen also 10 V Spannung auf der Eingangsseite den Trafo nicht kaputt. Man muss aber bedenken, dass die Spannungen auf der Ausgangsseite mit Übersetzungsverhältnis der jeweiligen Trafowicklung an den Amp übergeben werden. Da macht das u.U. schon etwas aus. Nicht, dass jetzt gleich was kaputt geht, aber die Heizspannungen sollten schon genau stimmen und keinesfalls zu hoch werden, und 30 V mehr auf der Anodenspannung würde ich persönlich vermeiden, wenn die Schaltung dafür nicht ausgelegt ist, es verändert sich ja etwas der Arbeitspunkt, zu wenig Spannung taugt auch nichts. Beim Messen der Netzspannung bin ich meistens, selbst jetzt im Winter, hier im Raum Stuttgart, Esslingen im Bereich 235 bis 238 V, die Netzspannung ist nicht mehr, was sie mal war, früher war die wie festgenagelt. Die Toleranzen liegen bei +10 bis -15 V, was allerdings immer noch bei uns hier sehr selten ausgereizt wird. Aber wenn Du auch um die 238 V misst, ist es besser, auf die 240er Wicklung zu gehen.
Das der Trafo versagt hat, liegt für meine Begriffe also keineswegs an der Netzspannung. Es ist schlichtweg die Qualität der Wickelgüter, die nicht mehr das ist, was sie früher mal war. Wird beim Wickeln nur ein kleiner Fehler gemacht oder es gibt eine Kinke im Draht, dann ist das Versagen vorprogrammiert. Zu viel Zug auf dem Draht ergibt zu viel Druck auf den Wicklungslagen und kann über viele Zyklen Erwärmung-Abkühlung die Isolation durcharbeiten. Der Lack auf dem Draht kann beim Wickeln beschädigt werden. Man kann bzw. konnte Trafos wickeln, die auch nach 100 Jahren noch funktionieren. Es sollte selten bis nie vorkommen, dass die Wicklungsschlüsse bekommen…  sollte… Vielleicht stammen die aus einer mangelhaften Charge.

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Offline vox populi

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Re: Bflex stirbt plötzlich
« Antwort #18 am: 8.02.2026 11:44 »
hallo, lyons.

danke für die infos. so kommt man schritt für schritt voran und wird schlauer.
ob das problem der eiernden netzspannung ein anlass sein sollte, sich eine stabilisierte netzversorgung anzuschaffen ? immerhin hab ich auch vintage-amps. bei denen wäre ein abgerauchter pt schon schade ...