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Marshall DSL401 rauscht ungewöhnlich stark - Fehlersuche

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Offline Röhre69

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Re: Marshall DSL401 rauscht ungewöhnlich stark - Fehlersuche
« Antwort #15 am: 10.09.2026 08:15 »
Zitat
Zwischen Frontblende und Schaltungmasse messe ich eine kleine Spannung <1V, die ändert sich allerdings nicht mit oder ohne Rauschen.

Auch wenn´s nix mit dem Rauschen zu tun hat: Was ist das genau für eine Spannung (Oszi Screenshot wäre hilfreich), welchen Widerstand misst du zwischen Frontblende und Schaltungsmasse? Dann könnte man den Strom ausrechnen.


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Offline iefes

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Re: Marshall DSL401 rauscht ungewöhnlich stark - Fehlersuche
« Antwort #17 am: 10.09.2026 10:44 »
Danke dir. Ja, den Bericht kenne ich und so sahen die Lötstellen im Amp ebenfalls aus. Daher habe ich da auch schon den Großteil nachgelötet. Der Bereich um die Transistoren sollte eigentlich schon neu verlötet sein, muss ich heute Abend nochmal checken, wenn ich die Kiste wieder zerlege.

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Offline iefes

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Re: Marshall DSL401 rauscht ungewöhnlich stark - Fehlersuche
« Antwort #18 am: Heute um 08:14 Vormittag »
Hallo zusammen, das (hoffentlich) finale Update:

Das Rauschen ist erledigt.  :topjob: Ich hatte nochmal alles auseinander genommen und die Platine genauestens untersucht. Dabei sind mir noch viele weitere verdächtige Lötstellen aufgefallen, besonders im Bereich zwischen den Potis und den Vorstufenröhren. Besonders auch an den Pins der Transistoren, die die Signal-Stränge jeweils auf Masse ziehen, je nach Kanal. Dort wird die Platine durch die Montage mit den Potis stark belastet und der Bereich war vorher optisch verdeckt von dem Blech der Frontblende. Außerdem wird die Platine in dem Amp immer wieder sehr heiß, weil die Lüftung echt bescheiden ist.

Habe also wirklich alle Lötstellen im Signalstrang und in dessen Peripherie nochmal neu verlötet. Ich würde sagen, so habe ich mittlerweile ca. 75% aller Lötstellen erneuert. Nach dem Zusammenbau ist das Rauschen nun Geschichte und hat sich bisher auch nicht mehr provozieren lassen. Außerdem war eine Röhre (V3 --> dc-coupled Kathodenfolger) eine Quelle des Rauschens.

Also nochmal zusammengefasst:

- V3 war defekt, V1 - V4 erneuert
- mikrofonische Kondensatoren neu (C88, C77)
- Siebelkos neu (C41, C42, C58, C59, C60, C61, C66)
- R82 neu (war vermutlich nicht nötig)
- Lötstellen erneuert (wichtigster Punkt)

Außerdem habe ich dem Gehäuse ein paar Lüftungslöcher verpasst (natürlich in Absprache mit dem Besitzer). Dafür habe ich Löcher zwischen den Röhrensockeln der Endstufenröhren und auf der Gehäuse-Rückseite gebohrt. Da die Platine quasi die gesamte Fläche des Gehäuses ausfüllt, kann so noch kein richtiger Luftstrom entstehen, aber vielleicht hilft es trotzdem ein kleines bisschen.

Habe bei der Gelegenheit nochmal ein paar Messungen mit dem Scope gemacht und komme auf etwa 35W Clean-Leistung. Der Bias lässt sich leider auch nicht so richtig gut einstellen, ist aber wohl gewollt, damit der Amp nicht zu heiß gefahren wird. Ich komme mit dem Regelweg des Potis auf maximal ca. 60% von Pmax. Hat den Besitzer klanglich nie gestört, daher werde ich hier nicht weiter eingreifen.

Also ich bin froh, dass das Problem gelöst ist. Nun habe ich ein recht umfangreiches Verständnis von dem Amp und die anfänglichen Schwierigkeiten bei dem chaotischen Schaltplan durchzublicken, haben sich mittlerweile erledigt.

Angehängt noch ein paar Fotos vom Amp. Auf zwei Fotos sieht man einigermaßen das Fehlerbild der defekten Lötstellen. So sahen sehr viele Stellen aus.

Danke für euer Interesse und eure Hilfe hier :-)
« Letzte Änderung: Heute um 12:18 Nachmittag von iefes »