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Fender Pro Reverb Bias-Einstellung

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Hannes:
Hallo Paula-les!

Also, der Rangeking wird ein Nachbau des Dallas Rangemasters sein, das ist eine 1-Transistor-Verstärkerschaltung, ein Treblebooster. Schau Dir mal den Austin Treble Booster auf Geofex.com an.

So, zu Deinem zweiten Problem:
Der Widerstand vor der Diode muss ersetzt werden, da kommen die 470Ohm rein - dann hast Du mehr negative Vorspannung als mit dem größeren Widerstand. Das danach ist wohl eine bessere Siebung mit einem Ladekondensator und dann noch einem RC-Filter hinterher. Sollte es brummen, dann kannst Du die Kapazitäten wieder erhöhen.

Eine Frage: Wo wird der Draht zum Biaspoti angeschlossen? Beschreib doch bitte kurz den Weg vom Trafo bis zu diesem Draht.

Grüße,
Hannes

Paula-Les:
Hallo Hannes!

Ich weiß gar nicht, wie ich dir deinen unermüdlichen Einsatz hier in diesem Forum danken soll!!!!!
Vielen Dank für deinen Tipp mit dem Austin Treble Booster. Schau ich mir mal genauer an.

Bevor ich jetzt versuche, die Schaltung am Biasboard zu beschreiben ein Problem vorneweg: Ich kann zwar jetzt nach dem Umbau die Gitterspannung und den Ruhestrom für beide 6L6 gleich einstellen, komme aber bei dem Ruhestrom nicht über maximale 27 mA hinaus (Gitterspannung geht von ca -47 bis -63 V)

Dann versuch ich mich mal mit der Beschreibung der Biasboardschaltung. Mit oben meine ich die Seite der Potis, mit links die Seite der roten Powercontrollampe.
das Biasboard hat oben 3 Lötpunkte, die ich mal von links nach rechts mit 1,2,3 bezeichne, und unten zwei Lötpunkte, von links nach rechts 1 und 2.
Das rot/blaue Kabel vom Trafo geht nach 1oben, von 1oben nach 1 unten geht der neue 470Ohm Widerstand und im Anschluß die Diode, 2oben geht an Masse und von 2oben nach 1unten ein 50µF/100V Kondensator. Zwischen 1unten und 2unten sitzt der 3,3 kOhm Widerstand. 2oben und 3oben ist überbrückt. Zwischen 3oben und 2unten sitzt der zweite 50µF/100v Kondensator. Von 2unten geht der Draht zum Poti.

Oh Gott, ich hoffe, du wirst hierraus noch schlau!!!

Vielen, vielen Dank

Paula-Les

Hannes:
Hi Paula-Les!

Ach, gern geschehen! Mir wurde in diesem Forum auch schon so oft geholfen, da gebe ich gerne ein bisschen was zurück - und außerdem bringt's mir Spaß, Fender-Amps sind ein Hobby von mir :D.

So, ich hab das mal für Dich aufgemalt - wenn's richtig ist, dann sag bescheid.

Was wir ändern müssen ist also der Spannungsteiler am Ausgang. Bitte miss mal Spannung an Punkt 2 unten. Da sollten eigentlich ungefähr -63V anliegen (hoffe ich mal ;)). Und miss bitte auch die Spannung an Punkt 1 unten, dann kennen wir auch den Strom durch den 3,3k Widerstand.

Grüße,
Hannes

P.S.: Also, der Spannungsteiler hat einen Gesamtwiderstand von 37kOhm, Du kannst mit dem Poti zwischen 37kOhm und 27kOhm regeln. Stell Dir das Poti als zwei Festwiderstände vor, bei denen Du die Werte mit dem Abgriff des Potis ändern kannst.

Paula-Les:
Guten abend Hannes!

Ja, genau so wie auf deiner Zeichnung sieht`s auf meinem Biasboard aus. Die Spannungen habe ich gemessen: an Punkt 2 unten -63,3 V (Wow!) und an Punkt 1 unten -69,7 V.

Das mit dem Poti habe ich verstanden, aber als Elektronikdummi weiß ich leider gar nicht was und wo der Spannungsteiler ist.

MfG
Paula-Les

Hannes:
Hallo Paula-Les!

Ich werde mal eben versuchen Dir zu helfen, dann kurier ich noch etwas an meiner Erkältung herum :P.

Ein Spannungsteiler ist einfach nur ein Vorrichtung, mit der eine Spannung proportional zu den Widerstandsverhältnis gesenkt werden kann... okay, das war jetzt auch nicht so eine tolle Erklärung ;).

Bei uns besteht der Spannungsteiler aus dem 3,3kOhm-, dem 27kOhm-Widerstand und dem 10kOhm-Poti. Was wir noch beachten müssen ist, dass kein zu großer Strom nach Neudimensionierung fließt. Im jetzigen Zustand fließen knapp 2mA. Wenn wir's eh umbauen, dann können wir auch das Poti so verschalten, dass die Endstufenröhren eine sehr negative Vorspannung bekommen, sollte der Schleifer mal abheben von der Widerstandsbahn (okay, passiert wohl eher selten, aber im jetzigen Zustand wären die 6L6 dann hinüber, da dann 0V am Gitter anlägen).

So, ich habe das mal neu dimensioniert - wahrscheinlich stimmen die Spannungen nicht so ganz, da sich auch der Strom ändert und damit der Spannungsabfall über dem 470Ohm-Widerstand.

Ich häng's einfach mal an - Du kannst das ja mal austesten. Sollte der Strom zu hoch werden, dann verkleinere den Widerstand vor dem Poti etwas und vergrößere den Widerstand vom Poti nach Masse etwas.

Grüße,
Hannes

P.S.: Bevor ich's vergesse: Du kannst auch einfach vor das Poti einen weiteren Widerstand löten. Fang mit vielleicht 10k an, dann siehst Du ja, wie sich der Wert verändert.

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