Technik > Tech-Talk Fender

Röhrenbestückung Twin Red Knobs

(1/5) > >>

matz:
Hallo liebe Forumsmitglieder,

bin neu hier und möchte gleich mit meinem Problemchen nerven :

Ich bin neuerdings in Besitz eines "THE TWIN" ( Red Knobs ) und möchte die Kiste ein wenig überholen.
Hierzu möchte u.a. auch die Röhren ( evtl. nur teilweise ) erneuern.

Der Vorbesitzer hatte den Amp nur mit zwei Endstufenröhren ( 6L6 GC ) betrieben, also nur im LOW - Betrieb ( 25 Watt ). Das reicht zwar für eine ausreichende Lautstärke, aber dennoch möchte ich den Amp wenigstens einmal auch im 100 Watt - Betrieb testen, zumal in diesem Betrieb der Clean - Sound im Band - Gefüge noch um Klassen besser sein soll.
Eine Original - Beschreibung zur BIAS - Einstellung habe ich und hört sich auch recht einfach an, zumal das recht bequem von außen machbar ist. Ist das wirklich so einfach oder gbt es da doch noch ein paar Tipps zu beachten ?

Was mir weit mehr Kopfzerbrechen bereitet ist die Bestückung bzw. Funktion der Vorstufenröhren, d.h. ich weiß einfach nicht, welche der kleinen Röhren für was da ist. Normalerweise hatte Fender ja in seinen Verstärkern an einer der Innenwände des Gehäuses kleine Aufkleber angebracht auf denen die Röhren - Bestückung vermerkt ist. Allerdings fehlt genau dieser Aufkleber an meinem TWIN.
Wer kann mir also weiterhelfen oder hat vielleicht  einen gleichen Amp und könnte mir gar mit einer Kopie dieses Aufklebers ( er war wohl eher getakkert als geklebt ) aushelfen. Schön wäre das, da der Amp absolut unverbastelt ist und ich ihn im original Zustand belassen möchte und da würde halt nur dieses Hinweis - Schildchen fehlen.

Auf den Platinen fiel mir auf, daß die Leistungswiderstände ( es sind soweit ich sehen konnte glaube ich nur 3 Stück insgesamt ) sich langsam in ihre Einzelteile zerlegen, d.h. die Keramik - Isolierungen zerbröseln vor sich hin und teilweise liegen schon die Widerstandsdrähte frei. Könnte es sein, daß sie einfach zu heiß wurden ? Sollte ich beim Austausch gleich welche für höhere Leistung verbauen ( original 10 W ) ?

Wäre schön, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.

Gruß aus dem Saarland

Matz

Hostettler:
Hi Matz

Habe schnell auf das Schema deines Amps geschaut. Ja ich würd die Widerstände so schnell wie möglich ersetzen. Denn zwei davon bilden eine Spannungsteiler der die Spannung für die Vorstufe erzeugt. Wenn der vorhandene Platz es erlaubt, würd ich mit der Belastung der Widerstände zur Sicherheit auch höher gehen >10W.

Zur Wahl der Röhren, würde ich empfehlen dieselben welche jetzt verwendet wurden einzusetzen. Also alte raus und gleicher Typ rein. Auf dem Schema leider nicht ersichtlich (sauschlechte Kopie) was ab Werk verbaut wurde.


Grüsse aus der Schweiz

Hoschi

matz:

Hi Hoschi,

schon mal vielen Dank für deine Antwort.

Vom Platz her müßte es gehen, Widerstände mit größerer Leistung unterzubringen. Hierzu aber mal eine grundsätzliche Frage :
Die Platinen sind im Chassis so eingebaut, daß nur die Bestückungsseite zugänglich ist. Um an die Lötseite zu kommen, bedarf es eines ziemlich großen Aufwandes. Außerdem würde ich ungern, wenn ich die Platinen löse, die angelöteten Kabel zu sehr strapazieren.
Deshalb dachte ich mir, daß es doch recht einfach wäre, die alten Widerstände so an den Pins abzuzwicken, daß die Pins stehen bleiben und ich an selbigen die neuen Widerstände anlöte.
Ist das eine akzeptable Lösung oder stellen sich dem Elektronik - Spezi bei solch einem Gedanken die Haare zu Berge ? Gesehen habe ich solche "Unschönheiten" jedenfalls schon in anderen Amps, die frisch vom Wek kamen.

Zu den Röhren : da hast du im Prinzip natürlich Recht !
Was mich an meinem Amp allerdings etwas verwundert und vielleicht auch etwas stört, ist die Tatsache, daß der Vorbesitzer wohl einen starken Drang zum Röhren - Ausbrobieren hatte und bei der ganzen "Röhren - Wechselwut" die Originalbestückung vergessen hat.
Kurzum : im Amp sind die unterschiedlichsten Röhren ( auch vom Fabrikat her ) verbaut.
O.K., Optimieren durch Ausprobieren mit anderen Röhren ist ja durchaus eine schöne Sache. Würde ich ja vielleicht auch tun. Nur würde ich dabei gerne von der Original - Bestückung ausgehen. Und genau die kenne ich halt nicht.
Na, vielleicht findet sich ja noch jemand, der sie kennt.

Servus

Matz

Hostettler:
Hi Matz

Also wenn der Aufand so gross ist, die Platine auszubauen, solltest du so vorgehen:
Knipse den Draht des alten Widerstandes so nah wie möglich am Keramikkörper ab.
Denn verdrehst du den alten Draht mit dem neuen  des Widerstandes um einige Umdrehungen zusammen und verlötest die Stellen. Das Problem bei diesen Widerständen ist, dass diese sehr heiss werden und sich manchmal fast selber auslöten. Daher muss eine mechanische Verbindung gewährleistet sein, welche zusammenhält, auch wenn der Lötzinn wegschmelzen würde.

Uebrigens unter: http://www.schematicheaven.com/fenderamps/the_twin.pdf
findest du das Schema und den technischen Beschrieb unter: http://www.ampwares.com/ffg/twin_redknob.html

Aber nirgendwo habe ich eine Angabe für  den Einsatz der Röhren gefunden.

Ich Schätze mal, dass die Vorstufe 7025 sein könnte wie beim Twin Reverb ansonsten Ecc83 .
 Orientier dich mal am Twin Reverb

Grüsse aus der schweiz

Hoschi

matz:
Ja hallo Hoschi,

danke nochmals für den Tip für die Widerstands-Befestigung. Werd`ich beherzigen !

Wenn ich jetzt noch herausfinde welche der Röhren für was zuständig ist ( V1, Hall, etc. ), bin ich fast schon zufrieden.
Dann werd ich mich hier im TT - Shop mal nach neuen Röhren umschauen.

Servus

Matz

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln