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Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #15 am: 4.12.2025 21:49 »
Hi!

Sowohl als auch.
Fakt ist, dass die Spannung noch fast ganz da ist, wenn die Röhren V1 und V2 draußen sind. Steck ich eine rein, fällt die Spannung leicht, bei der zweiten sehr viel mehr bzw. geht noch deutlicher runter. Ich hab die PSU -Platine jetzt mal raus und hab am Brückengleichrichter "rumgemessen", ich hab zum Glück noch eine weitere PSU Platine da (hatte ich damals schon aufgebaut) und meine "Durchgangsprüfungen miteinander verglichen. Wenn ich mit dem Durchgangsprüfer bei meinem vermutlich defekten Gleichrichter messe (AC -  minus), zeigt das Multimeter unendlich an, beim (vermutlich) funktionierenden (AC -minus)  0,660 Ohm.
Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau, was ich da gemessen habe, ich hab halt nach dem Ausschlussprinzip die beiden identischen Bauteile verglichen und Unterschiede festgestellt.
Ein neuer Gleichrichter ist auf dem Weg zu mir und Filter-Elkos auch. Ich werde beides tauschen, wer weiß ob die evtl. zuviel AC abbekomen haben.
Wobei ich eher denke, dass eine Diode  gar nichts mehr durchgelassen hat. Durch die dicken Elkos ist das bei geringerer Stromentnahme (ohne Röhren) nicht so aufgefallen beim Messen. Mit zunehmender Stromentnahme (V1 und dann V2) kam dann das Einbrechen der Spannung.
Das müsste für meinen Trafo auch der "günstigere" Fall gewesen sein, als eine "Zweirichtungsdiode"...
Bleibt die Frage, durch was das passiert ist. Irgendwann hats mir mal eine Röhre in V1 "zerbröselt"- also Luft gezogen. Evtl könnte ja das ein Grund gewesen sein.
Ich berichte, sobald die Teile wieder eingebaut sind.
Grüße Jogi

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #16 am: 6.12.2025 00:38 »
Hallo!

Neuer Gleichrichter, neue Elkos und die DC_heizung funktioniert. Habe 6,5V an den Terminals am PSU-Board gemessen.
Und dann gings an die nächste Baustelle: Der Amp hatte ein knacken und rascheln entwickelt, das ich durch Ziehen der Vorstufenröhren aufs Tonestack eingrenzen konnte. Hab dann direkt mal am Treble-Poti gemessen und paar Volt DC festgestellt. Der schwarze Silver Mica (500pf) im Tonestack war wohl defekt- hab einen neuen testweise reingelötet und das rascheln war weg. Irgednwas war da mal mit den Dingern...
Ich frag mich gerade, ob der Amp damals schon so viele Baustellen hatte, oder das jetzt nach der Inbetriebnahme passiert ist. Auf jeden Fall muss ich das Preamp Board nochmal rausnehmen und komplett durchgehen.
Grüße Jogi

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Offline MichaelH

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #17 am: 6.12.2025 09:25 »
Hallo!

Neuer Gleichrichter, neue Elkos und die DC_heizung funktioniert. Habe 6,5V an den Terminals am PSU-Board gemessen.
Und dann gings an die nächste Baustelle: Der Amp hatte ein knacken und rascheln entwickelt, das ich durch Ziehen der Vorstufenröhren aufs Tonestack eingrenzen konnte. Hab dann direkt mal am Treble-Poti gemessen und paar Volt DC festgestellt. Der schwarze Silver Mica (500pf) im Tonestack war wohl defekt- hab einen neuen testweise reingelötet und das rascheln war weg. Irgednwas war da mal mit den Dingern...
Ich frag mich gerade, ob der Amp damals schon so viele Baustellen hatte, oder das jetzt nach der Inbetriebnahme passiert ist. Auf jeden Fall muss ich das Preamp Board nochmal rausnehmen und komplett durchgehen.
Grüße Jogi

Servus,

gerade Elko`s unterliegen auch Alterungsprozessen, auch ohne Betrieb. Von daher... . Und mit den Silva-Micas hast du recht, es gab vor. ca. 20 Jahren zumidest eine Serie, welche genau diese Lecks hatte. Ich bin damals komplett von den Dingern weg, bei mir waren zwei unterschiedliche Amps betroffen. Und um den Glaubenskrieg von damals anzuheizen, Keramik an der Stelle hat was   ;D

Vielleicht solltest du dir die Röhrenfassungen noch genauer anschauen und reinigen. Am Bestern mit nem Glasfaserpinsel, auf ausreichend Schutz achten. Handschuhe / Maske / Brille

Weiterhin viel Erfolg bei der Wiederinbetriebnahme !

Viele Grüße

Michael
Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen ...

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #18 am: 24.12.2025 12:52 »
Hallo zusammen!
Erstmal schöne Feiertage an alle!
Ich hab mir mein Weihnachtsgeschenk schon im Vorfeld gemacht und den SLO an verschiedenen Stellen nochmal überarbeitet und mit komplett originalen Werten (bis auf den R nach Masse am Clean Schalter) aufgebaut. Soweit läuft alles, Spannungen hauen auch hin ( hab aber höhere als Joachim- ziemlich im Bereich von dem Plan der von stahlroehre gepostet wurde).
Das einzige was ich mir nicht erklären kann: Der Mastervolumenregler hat wenig nutzbaren Bereich- ab Stellung zwei passiert quasi nix mehr - ist ohrenbetäubend laut und es wird ziemlich höhenlastig/harsch. Verbaut sind da neue und gemessene Alpha A1M (gemessen 975k), deren Verdrahtung ich auch nochmal genauestens durchgegangen bin. Ich hab da keine Ideen mehr- klar 100 (JJ 6l6WGC) Watt sind echt laut. Aber da fehlt mir einfach etwas Regelweg.
Was mir auch noch zum recht hellen Klang eingefallen ist: Hatten die Shinrock OT's bei nicht bei vielen recht "hell" geklungen? Ich glaube ich hab mal mit Carlitz darüber gesprochen damals.
Über Ideen würde ich mich freuen.
Grüße Jogi

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Offline Stahlröhre

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #19 am: 24.12.2025 13:21 »
Moin, viele vermeintliche log Potis bestehen insgeheim aus zwei linearen Kennlinien. Einer flacheren im unteren Bereich und einer steileren im weiteren Verlauf. Dadurch ergibt sich dann irgnedwann ein teils merklicher Sprung. Kann also prinzipbedingt sein, wobei Alphas mir in der Hinsicht noch nicht deutlich negativ aufgefallen sind.

Alternativ kann man vor das Poti auch mal einen 220k schalten ggf. dann noch einen 1M parallel zum Poti. Damit sollte sich ein gemäßigter Verlauf einstellen.

Der SLO hat stock nicht so viel nfb, dadurch klingt die Endstufe offener. Vielleicht mal testhalber etwas mehr Gegenkopplung probieren. Dazu den standardmäßigen 39k durch 33k tauschen oder alternativ mal den Abgriff von 4 auf 8 Ohm umklemmen.
Gruß,
Max

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #20 am: 24.12.2025 13:49 »
Danke für die Anregungen. Das mit dem R zwischen Treble und MV hatte ich schonmal, hat ein bißchen was gebracht. Aber ich frage mich, wo genau mein/der Fehler liegt. Die Schaltung ist ja komplett original und sollte so auch richtig funktionieren... Wenn man mal so rumschaut und liest- da schreiben Leute, sie haben den Master auf "noon" oder 9 Uhr- das wäre bei mir schon mit sofortiger, nachhaltiger Wirkung auf die Hörfähigkeit ;D
NFB könnte ich mal ausprobieren.  ;)

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Offline Stahlröhre

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #21 am: 24.12.2025 14:42 »
Die Soldanos hatten orignal Pec potis drinnen, die haben möglicherweise eine andere Kennlinie. Log. ist auch nicht gleich log. manche haben 5% Steigung die Alphas normal 10% andere sogar 20%. Auf die Potistellung würde ich desshalb nicht zu viel geben.

Pec kann man natürlich auch verbauen Kostenpunkt dann 40-50€ pro Poti.

Hast du an der Returnstufe einen Kathodenbypasskondensator drinn?  Original sitzt da nämlich keiner drinn. Mit Kondensator ist die Verstärkung der Returnstufe natürlich viel größer.
Gruß,
Max

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #22 am: 24.12.2025 15:04 »
Ja, die hatte ich schonmal gesucht, die PEC...  :o
Tatsächlich hab ich einen alten Thread gefunden, in dem andere Cloner ähnliche Probleme hatten:
https://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,5144.msg43544.html#msg43544

Mein Clon ist nach der "alten" schem gebaut, also ohne gemoddeten FX Loop, also auch ohne Kathoden-C.
Es gibt ein Kit von "Rosamp", nach deren Schem wird beim FX Loop der R24 an der Send Kathode von 2k2 auf 680R verkleinert. Keine Ahnung was das genau bewirkt. ]https://www.rosamp.com/wp-content/uploads/2022/09/SLO-100-Schematic.pdf]

Ich glaube als ersten Schritt probiere ich mal die 220k zwischen Treble/MV. Mal schauen wie sich das auf den Klang auswirkt.

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Offline Stahlröhre

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #23 am: 24.12.2025 15:21 »
Tja Loop und SLO das ist so eine Sache für sich über die man viel schreiben könnte. Der Sendpegel ist bekanntermaßen werksseitig viel zu heiß. Den 2.2k durch 680Ohm zu ersetzen senkt den Sendpegel, entsprechend geht dann auch weniger Pegel in den Return und letzlich auf den Master, wodurch der Verlauf besser wird. Das wäre also eine sinnige Modifikation die du mal probieren solltest. Im von mir geposteten Plan war auch angemerkt, dass man einen 1k parallel zum 2.2k schalten soll. Das ergibt ziemlich genau 680Ohm.
Gruß,
Max

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #24 am: 24.12.2025 16:16 »
Alles klar! Das mit der von dir geposteten Schem hatte ich glatt übersehen... Anders als bei der von Rosamp wird da aber noch ein C über die Kathode von V4b empfohlen (also beim return) und zwar 25uf. Das würde nach meinem Verständnis den gesamten Pegel wieder boosten und ich wäre da wo ich vorher war?
Andererseits könnte das bloße verringern des 2k2 natürlich den Sound etwas ausdünnen...
Ich denke das "alligatorklippe" ich erstmal aus. Eigentlich benötige ich den FX-Loop eh nicht, hatte das irgendwann auch mal schaltbar gemacht (bypass) aber dann wieder im Rahmen von "alles auf Anfang" zurückgebaut.

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Offline Stahlröhre

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #25 am: 25.12.2025 18:59 »
Lass den Elko weg, der hebt dir ja sonst wieder die Verstärkung des Returns an. Zudem vergrößert die Gegenkopplung durch den Kathodenwiderstand, den Aussteuerbereich der Stufe und es kommt nicht so schnell zu Übersteuerungen wenn der Return mal sehr stark angefahren wird. Nennenswerte klangliche Veränderungen durch den geänderten Widerstand am Kathodenfolger sehe ich erstmal nicht.

Um die Designfehler auszubügeln müsste man einiges ändern. TS an die richtige Stelle umhängen, V4A und B voneinander trennen, sodass man einen Kathodenfolger für den Send und eine Aufholstufe am Return hat, zusätzliches Poti für den Return usw..
Fraglich ob sich das alles so umsetzen ließe mit dem bestehenden Platinensatz. Immerhin bauen Boutique Amps Distribution den SLO mittlerweile so auf, wobei ihr aktuelles Loopdesign immernoch suboptimal ist... In anbetracht dessen, dass du den Loop aber ohnehin nicht nutzt, würde ich es erstmal nur mit dem Ändern des Widerstand versuchen.
Gruß,
Max

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Offline The Tube-Factor

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Re: Slo-Clone Wiederinbetriebnahme nach >10 Jahren
« Antwort #26 am: 27.12.2025 16:49 »
Hallo!

So, heute hab ich es geschafft, den Widerstand einzulöten und auszuprobieren. Das bringt tatsächlich eine ganze Menge! Wird bei gleicher Masterstellung deutlich leiser. :topjob:  Danke für den Hinweis!

Jetzt kann ich ans Soundtuning gehen- mir klingt der OD zu "bright"- das Treble Poti ist ab 11 Uhr sehr schnell in seiner Wirkung und irgend wie fehlt etwas Gain insgesamt. Zumindest in meiner Erinnerung hatte der bei 12 Uhr schon deutlich mehr. Aber da muss ich wohl noch etwas testen.

Grüße Jogi